DJ Aktien Schweiz trotzen dem europäischen Trend - Schwergewichte stützen
DOW JONES--Der schweizerische Aktienmarkt hat sich an einem rabenschwarzen Börsentag am Mittwoch deutlich besser geschlagen als die übrigen Handelsplätze in Europa. Der Abgabedruck kam vom Rentenmarkt, wo gestiegene Anleiherenditen stark verunsicherten. Neue Sorgen über den explosiven Anstieg der US-Renditen machten die Runde - die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen sprang auf den höchsten Stand seit 24 Jahren. "Vor allem der Sprung über ganz große Schwellenwerte macht Angst", sagte ein Händler mit Blick auf Großbritannien. Dort sprang die Rendite 30-jähriger Staatsanleihen (Gilts) zum ersten Mal seit 28 Jahren wieder über die 6-Prozent-Marke. Händler sprachen allgemein von Sorgen über die ausufernde Staatsverschuldung und steigende Inflation.
Der Franken profitierte von der Verunsicherung und wertete zum Euro auf. Die jüngst starke Wertentwicklung des Frankens als Reaktion auf die fiskalischen Sorgen in Frankreich bestätigte laut Analystin Jane Foley von Rabobank, dass er seinen Status als sicherer Hafen beibehält. "Die Lehrbucheigenschaften der Schweiz für einen sicheren Hafen sind stark." Der SMI hielt sich dank der Stärke der defensiven Schwergewichte wacker und gewann gegen den europäischen Markttrend 0,1 Prozent auf 13.808 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich zehn Kursverlierer und neun -gewinner gegenüber, unverändert schloss eine Aktie. Umgesetzt wurden 21,69 (zuvor: 18,41) Millionen Aktien.
Nestle, Roche und Novartis kletterten um 0,5 bzw. 2,9 und 2,4 Prozent. Novartis verkündete zudem positive Studiendaten zu Remibrutinib. Im Gesundheitsbereich waren auch Sandoz (+1,1%) gesucht - Alcon schlossen immerhin knapp im Plus. Auch andere defensive Titel wie Swisscom (+2,9%) wurden von Anlegern angesteuert. UBS verloren im Verbund europäischer Finanzwerte 3,1 Prozent - trotz eines positiven Kommentars der Deutschen Bank.
Unter den Nebenwerten kletterten Montana Aerospace um 3,1 Prozent, der Luftfahrtexperte hatte im Zuge einer Investorenveranstaltung in Rumänien die Wachstumsstrategie bekräftigt. Nach einer Abstufung durch die UBS sanken Polypeptide um 0,3 Prozent.
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