DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
AUDI - Audi will Mitarbeiter in die Rüstungsindustrie verleihen. Das freiwillige Projekt ermöglicht Beschäftigten, befristet bei anderen Unternehmen in Bayern tätig zu sein. Dabei geht es zunächst um die ganz oder teilweise in der Rüstung tätigen Unternehmen Diehl, Airbus, MBDA und KNDS. Bei der Aktion handelt es sich laut Audi um einen befristeten regionalen Personaleinsatz im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung. Die Beschäftigten bleiben bei Audi angestellt. Ziel der Aktion ist einer Sprecherin zufolge: "Beschäftigungsperspektiven für Mitarbeitende zu erweitern, Fachkräftebedarfe in der Region gezielt zu unterstützen und die Transformation der Industrie aktiv mitzugestalten". (FAZ)
BASF - BASF-Chef Markus Kamieth sieht die Chemieindustrie vor einer großen Welle an Übernahmen und Fusionen. "Als Marktführer wollen wir unsere Chancen dabei nutzen", sagte er am Mittwoch auf dem Deutschland-Gipfel von Handelsblatt und Wirtschaftswoche in Berlin. BASF hat vor wenigen Wochen eine Kaufofferte für den Essener Konkurrenten Evonik über rund 10 Milliarden Euro abgegeben. Der Vorstand von Evonik hat das Angebot zurückgewiesen. Kamieth ging auf dem Podium des Deutschland-Gipfels nicht konkret auf das vorliegende Angebot an Evonik ein. Er begründete aber das Interesse an Übernahmen mit der industriellen Logik. "Eine Kombination von BASF und einem anderen starken Spieler aus der Spezialchemie ergibt sehr viel Sinn", sagte er. BASF könne in einer solchen Verbindung auch seine Stärke in der Basischemie einbringen. (Handelsblatt)
UNIPER - In das Rennen um eine mögliche Übernahme des verstaatlichten Energiekonzerns Uniper ist Insidern zufolge auch der Finanzinvestor Apollo Global Management eingestiegen. Apollo habe ein nicht-bindendes Angebot für den größten deutschen Gaskonzern abgegeben, sagten am Mittwoch zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Uniper und Apollo lehnten eine Stellungnahme ab. Die Frist für nicht-bindende Gebote war am 21. September abgelaufen. (Reuters)
ZIPPEL/COSCO - Die Bundesregierung untersagt wegen Sicherheitsbedenken den Verkauf von 80 Prozent der Anteile des Hamburger Logistikunternehmens Zippel an die chinesische Staatsreederei Cosco. Das sagte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums nach einer Kabinettssitzung. Das Ministerium werde im Anschluss den Untersagungsbescheid erlassen. "Grund für die Untersagung sind Sicherheitsbedenken. Der Erwerb hätte Abhängigkeiten vertieft und die Resilienz von Lieferketten Deutschlands und der EU gefährdet." Deutschland als größte Volkswirtschaft Europas heiße ausländische Investitionen willkommen. "Gleichzeitig kann es Investitionen geben, die die Sicherheit des Landes gefährden." (FAZ)
LEG - Der Vorstandschef des zweitgrößten deutschen Wohnungskonzerns LEG Immobilien, Lars von Lackum, warnt angesichts des jüngsten Zinsanstiegs vor zusätzlichen Belastungen für den Wohnungsneubau. "Er trifft vor allem alle, die bauen möchten", sagte von Lackum dem Handelsblatt. Für private Bauherren verteuere sich die Finanzierung, sodass sich viele Interessenten weniger leisten könnten als erhofft. Auch für professionelle Entwickler werde die Kalkulation schwieriger. "Diese Kalkulationen wackeln, das muss man einfach sagen." (Handelsblatt)
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October 08, 2026 00:37 ET (04:37 GMT)
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