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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

FEIERTAGSHINWEIS

FREITAG: In Südkorea bleiben die Börsen wegen des Feiertages Hangeul geschlossen.

TAGESTHEMA

Bei der jüngsten Sitzung der US-Notenbank ist die Mehrheit der Geldpolitiker von einem weiteren Zinsschritt in diesem Jahr ausgegangen. Aus dem am Mittwoch veröffentlichten Sitzungsprotokoll geht jedoch nicht hervor, dass die Währungshüter eine dringende Notwendigkeit für einen solchen Folgeschritt bereits bei der nächsten Sitzung im Oktober sahen. Die Notenbanker befürworteten die Zinserhöhung im September einstimmig, um der hartnäckigen Inflation entgegenzuwirken. Viele Vertreter hielten die Zinsanhebung für gerechtfertigt, um dem Risiko einer über den Erwartungen liegenden Inflation zu begegnen. Einige waren der Ansicht, dass bereits die derzeitigen Aussichten auf einen Preisanstieg ein ausreichender Grund für eine Zinsanhebung sind. Die meisten FOMC-Mitglieder legten bei der September-Sitzung Prognosen vor, die eine weitere Zinserhöhung im Rahmen der beiden verbleibenden geldpolitischen Sitzungen der Fed in diesem Jahr vorsahen. Eine kleine Minderheit stellte Zinsschritte bei beiden Sitzungen in Aussicht. Das Protokoll der Sitzung, das mit der üblichen dreiwöchigen Verzögerung veröffentlicht wurde, spiegelte jedoch keine eindeutigen Pläne wider, die Zinsen in diesem Monat erneut anzuheben. Dies deckt sich mit jüngsten Äußerungen führender Entscheidungsträger, die angedeutet haben, dass eine weitere Zinserhöhung bis Dezember warten kann.

AUSBLICK UNTERNEHMEN

07:10 DE/Südzucker AG, ausführliches Ergebnis 2Q

12:00 US/Pepsico Inc, Ergebnis 3Q

17:30 DE/Mercedes-Benz Group AG, Pre-Close-Call 3Q

AUSBLICK KONJUNKTUR

- DE 
  08:00 Handelsbilanz August 
     Handelsbilanz kalender- und saisonbereinigt 
     PROGNOSE: +19,3 Mrd Euro 
     zuvor:  -21,3 Mrd Euro 
     Exporte 
     PROGNOSE: +1,0% gg Vm 
     zuvor:  -0,8% gg Vm 
     Importe 
     PROGNOSE: +2,6% gg Vm 
     zuvor:  -5,7% gg Vm 
- US 
  14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) 
     PROGNOSE: 200.000 
     zuvor:  197.000 
 

ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES

Aktuell: 
              zuletzt +/- % 
DAX Futures        25.221,00  -0,0 
E-Mini-Future S&P-500   7.850,00  -0,0 
E-Mini-Future Nasdaq-100 31.393,50  -0,0 
Topix (Tokio)       4.114,23  -1,0 
Hang-Seng (Hongk.)    24.003,41  -0,5 
Shanghai-Comp.       3.817,42  -0,6 
 
 
Mittwoch: 
INDEX        Schluss +/- % 
DAX        25.104,36  -1,4 
DAX-Future    25.290,00  -1,3 
MDAX       30.112,41  -1,4 
TecDAX       4.048,53  -1,2 
SDAX       18.169,69  -1,2 
Euro-Stoxx-50   6.180,29  -1,5 
Stoxx-50      5.293,38  -0,8 
XDAX       25.110,73  +0,0 
Dow-Jones     51.179,87  -0,7 
S&P-500      7.801,77  -0,2 
Nasdaq Composite 27.538,69  -0,2 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: Mit einem volatilem Handel rechnen Händler am Donnerstag an Europas Börsen. Eine Woche vor Beginn der Berichtssaison in den USA sei der Markt hin- und hergerissen zwischen hohen Gewinnerwartungen und den stark gestiegenen Renditen bei Staatsanleihen. Stützend dürfte wirken, dass das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung Hinweise auf nur noch eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr gab. Dazu verlief eine Auktion von neuen 10-jährigen US-Schuldtiteln problemlos.

Rückblick: Schwach - Höhere Ölpreise und wieder höhere Anleiherenditen belasteten. Bankaktien waren die größten Verlierer, der Stoxx-Subindex fiel um 3,3 Prozent, weil das hohe Zinsniveau zu einem Rückgang der Kreidtnachfrage führen dürfte. Der zinsreagible Technologiesektor büßte 2 Prozent ein. Verkauft wurden Chipaktien: BE Semiconductor sanken um 8,5, STMicro 4,1 und Infineon 5,8 Prozent. Besser hielten sich Aktien aus vermeintlich sichereren Branchen wie Telekommunikation oder Gesundheitswesen. Automobilwerte wurden gestützt von einer deutsch-französischen Initiative zur Verschiebung des EU-Verbrennerberbots. VW legten 1,6 Prozent, Stellantis 1,4 und Renault 3,7 Prozent. Mercedes-Benz drehten allerdings nach enttäuschenden Absatzzahlen im Minus, wobei besonders das Luxussegment schlecht lief. Die Aktie gab um 2,1 Prozent nach, BMW verloren im Sog 1,2 Prozent.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Schwach - Deutsche Telekom kletterten nachrichtenlos um 2,2 Prozent. Beim Autozulieferer Aumovio belastete der überraschende Ausstieg der Finanzvorständin nicht, die Aktie stieg um 2,5 Prozent. Anders bei FMC, die um 6,9 Prozent abrutschten. Ein unerwarteter CEO-Austausch, der bereits nächste Woche vollzogen werden soll, werfe Fragen auf, hieß es. Mit einem Plus von 1,4 Prozent reagierten Vincorion auf eine starke Umsatzsteigerung und eine erhöhte Jahresprognose. Puma gewannen 3,8 Prozent. Kurstreiber war der schnelle Abschluss des Anteilskaufs von Anta Sports, wodurch Anta nun der größte Aktionär ist.

XETRA-NACHBÖRSE

Nachdem FMC im späten Xetra-Handel deutlich um 6,9 Prozent nachgegeben hatten auf die Nachricht über einen bevorstehenden CEO-Austausch, tat sich nachbörslich bei der Aktie kaum noch etwas.

USA - AKTIEN

Leichter - Nach der Rekordjagd der vergangenen Tage überwogen Gewinnmitnahmen. Dazu sorgten steigende Erdölpreise und Anleiherenditen für Zurückhaltung. Insbesondere die Aktienmärkte hätten zuletzt die Warnzeichen dauerhaft hoher Renditen weitgehend ignoriert, hieß es. Weil Ölpreise und vor allem die Renditen im Verlauf von ihren Tageshochs deutlich zurückkamen, reduzierten sich auch die Abgaben am Aktienmarkt. Mit dem weiter erhöhten Zinsniveau standen unter anderem Immobilienaktien unter Druck: D.R. Horton verloren 2,5, Lennar Corporation 1,0 oder Pulte 3,2 Prozent. Aktien von Landmaschinenherstellern fielen kräftig, nachdem eine Untersuchung wegen potenzieller wettbewerbswidriger Praktiken eingeleitet wurde. Deere fielen um 3,8, Agco um 6,1 und Caterpillar um 5,7 Prozent. Micron gewannen 4,1 Prozent, laut Händlern gestützt von einem positiven Analystenkommentar. Zuvor hatte noch ein drohender Streik bei dem Halbleiterausrüster den Kurs belastet. Caribou Biosciences brachen mit Finanzierungsproblemen um knapp 46 Prozent ein. SpaceX gaben um 2,5 Prozent nach, belastet von Berichten, wonach das Raketen- und KI-Unternehmen 40 Milliarden Dollar aufbringen will, um Chips von Nvidia (-0,7%) zu kaufen.

USA - ANLEIHEN

Rendite  +/- 
2 Jahre    4,76 -0,03 
10 Jahre   5,27 +0,00 
 

Die Anleiherenditen legten zunächst weiter zu, kamen im Handelsverlauf aber wieder komplett zurück und gaben teils sogar nach - insbesondere am kürzeren Ende. Zum einen könnten Anleger die Zinsen auf dem höchsten Niveau seit über 20 Jahren für Anlagekäufe genutzt haben, zum anderen las sich das im späten Handel veröffentlichte Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung eher taubenhaft. Demnach erwarten die meisten Fed-Vertreter eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr. Dabei stellen einige den Plan aber eher als Absicherung gegen künftige Inflationsprobleme denn als Reaktion auf die aktuellen Bedingungen dar.

DEVISENMARKT

zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:30 
EUR/USD     1,1204  +0,1  0,0009     1,1195   1,1186 
EUR/JPY     177,27  +0,2  0,3100    176,9600  176,9300 
EUR/CHF     0,9334  +0,1  0,0006     0,9328   0,9324 
EUR/GBP     0,8482  +0,1  0,0011     0,8471   0,8469 
USD/JPY     158,21  +0,1  0,1500    158,0600  158,1400 
GBP/USD     1,3205  -0,0  -0,0005     1,3210   1,3204 
USD/CNY     6,7024  -0,0  -0,0021     6,7045   6,7045 
USD/CNH     6,7024  0,0  -0,0001     6,7025   6,7049 
AUS/USD     0,6954  -0,1  -0,0006     0,6960   0,6959 
Bitcoin/USD 82.886,56  -0,6  -527,78    83.414,34 83.060,25 
 

Das hohe Niveau der Marktzinsen trieb den Dollar nach dem Rücksetzer am Vortag wieder oben. Der Euro kostete zuletzt im US-Handel 1,1192 Dollar. Geopolitische Unsicherheit, steigende Renditen bei US-Staatsanleihen und Euro-Schwäche aufgrund von Sorgen über den Haushalt Frankreichs sorgten laut Analyst Stefan Arsenovic von Eleonex für Rückenwind für den Dollar.

ROHSTOFFE

METALLE

zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold   4.124,71  +0,3   14,16    4.110,55 
Silber   59,62  -0,9   -0,53      60,15 
Platin  1.661,07  +1,9   30,25    1.630,82 
 

Der festere Dollar und das zuletzt erhöhte Zinsviveau drückten den Goldpreis. Die Feinunze gab um 1,4 Prozent auf 4.109 Dollar nach.

ÖL

zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex   90,33  +2,3   2,05      88,28 
Brent/ICE   102,61  +2,4   2,41     100,20 
 

Brent-Öl verteidigte das Niveau knapp über 100 Dollar. Im Nahen Osten drohe mit den Kämpfen gegen die Huthi-Rebellen im Jemen und deren Beschuss saudischer Ziele eine neue Eskalation, hieß es. Verwiesen wurde daneben darauf, dass die Produktion im Golf von Mexiko wegen Sturmängsten eingestellt wurde.

MELDUNGEN SEIT MITTWOCH 17.30 UHR

FRANKREICH - Fiskalpolitik

Frankreich zieht in Erwägung, die Emission kurzfristiger Schuldtitel aufzustocken, eil die Zurückhaltung der Investoren zunehme, dem hoch verschuldeten Land Geld für längere Zeiträume zu leihen. In einem Interview sagte Finanzminister Roland Lescure, Frankreich werde bei der Ausgabe neuer Schulden "strategisch" vorgehen.

FRESENIUS MEDICAL CARE

wechselt überraschend den CEO aus. Der "international erfahrenen Manager" Shervin J. Korangy soll zum 12. Oktober zum Vorstandsvorsitzenden und Nachfolger von Helen Giza bestellt werden. Die 58-Jährige, die seit vier Jahren den Vorstandsvorsitz inne hatte, wird aus dem Unternehmen ausscheiden. Sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats hat Shervin J. Korangy im Zuge seiner Ernennung zum CEO niedergelegt. Der 51-Jährige war zuletzt CEO von BVI Medical mit Hauptsitz in den USA.

SAMSUNG ELECTRONICS

erwartet für das dritte Quartal ein operatives Ergebnis von voraussichtlich 107,4 Billionen Won bzw. 80,18 Milliarden US-Dollar - fast das Neunfache des Vorjahreswerts. Der Gewinn entspricht weitgehend den Markterwartungen. Beim Quartalsumsatz wird mit 195 Billionen Won mehr als eine Verdoppelung prognostiziert. Analysten hatten mit 206,81 Billionen Won allerdings mehr erwartet.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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October 08, 2026 01:34 ET (05:34 GMT)

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KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
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Steigende Anleiherenditen verteuern die Finanzierung, während die gewaltigen KI-Ausgaben zunehmend nicht mehr aus den laufenden Cashflows bezahlt werden können. Gleichzeitig zeigen günstigere chinesische Modelle, dass leistungsfähige KI womöglich mit deutlich weniger Rechenleistung auskommt. Damit wächst die Gefahr, dass heute für Milliarden errichtete Kapazitäten morgen nicht die erhofften Renditen liefern.

Für Anleger könnte das zum Problem werden. Denn treffen steigende Finanzierungskosten auf Überkapazitäten und enttäuschende Cashflows, geraten gerade hoch bewertete KI-Profiteure schnell unter Druck. Aus den größten Gewinnern der vergangenen Jahre könnten so die größten Verlierer der nächsten Korrektur werden.

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