DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
Deutsche Exporte sinken im August unerwartet
Der deutsche Außenhandel ist im August weniger dynamisch als erwartet gewesen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, sanken die Exporte gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent und lagen um 6,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten dagegen einen monatlichen Zuwachs von 1,0 Prozent prognostiziert. Die Importe erhöhten sich um 0,9 Prozent auf Monats- und 5,5 Prozent auf Jahressicht. Erwartet worden war ein monatlicher Anstieg von 2,6 Prozent. Die Handelsbilanz wies einen saisonbereinigten Überschuss von 19,5 Milliarden Euro auf. Die Prognose hatte auf 19,3 Milliarden gelautet.
Deutscher Lkw-Maut-Fahrleistungsindex steigt im September um 0,8%
Die Fahrleistung mautpflichtiger Lastkraftwagen mit mindestens vier Achsen auf deutschen Bundesautobahnen ist im September gegenüber dem Vormonat kalender- und saisonbereinigt um 0,8 Prozent gestiegen. Wie das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) und das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilen, lag der Index um 2,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die statistische Referenzreihe des Index' ist die Industrieproduktion.
Fed-Protokoll signalisiert weiteren Zinsschritt in diesem Jahr
Bei der jüngsten Sitzung der US-Notenbank ist die Mehrheit der Geldpolitiker von einem weiteren Zinsschritt in diesem Jahr ausgegangen. Aus dem am Mittwoch veröffentlichten Sitzungsprotokoll geht jedoch nicht hervor, dass die Währungshüter eine dringende Notwendigkeit für einen solchen Folgeschritt bereits bei der nächsten Sitzung im Oktober sahen. Die Notenbanker befürworteten die Zinserhöhung im September einstimmig, um der hartnäckigen Inflation entgegenzuwirken. Viele Vertreter hielten die Zinsanhebung für gerechtfertigt, um dem Risiko einer über den Erwartungen liegenden Inflation zu begegnen. Einige waren der Ansicht, dass bereits die derzeitigen Aussichten auf einen Preisanstieg ein ausreichender Grund für eine Zinsanhebung sind.
Filialleiter der Bank of Japan erwarten eine Ausweitung des Preisdrucks
Die angebotsseitigen Preissteigerungen in Japan weiten sich von Unternehmenstransaktionen auf konsumnahe Branchen aus. Dies teilten die Filialleiter der japanischen Zentralbank am Donnerstag mit und wiesen auf einen breiter werdenden Inflationsdruck im ganzen Land hin. Viele Unternehmen würden die Preise im Geschäftskundenbereich anheben, um die gestiegenen Kosten für Energie und Rohstoffe weiterzugeben. Diese Entwicklung werde durch den Nahostkonflikt und einen schwächeren Yen sowie durch höhere Transport- und Arbeitskosten angetrieben, teilte die Bank of Japan in einer Zusammenfassung des Treffens ihrer Filialleiter mit.
Renditen von US-Staatsanleihen nahe 24-Jahres-Hochs
Die Renditen von US-Staatsanleihen sind am Donnerstag im asiatischen Handel gestiegen. Sie blieben damit nur geringfügig unter den neuen Mehrjahreshochs, die im Verlauf der Mittwochssitzung erreicht worden waren. Die aktuellen Niveaus spiegeln die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit, die hohe Inflation, fiskalische Sorgen sowie den Wettbewerb zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor um Investoren wider. Die höhere Laufzeitprämie deutet zudem auf eine zusätzliche Rendite hin, die von Anlegern angestrebt wird, die lieber langfristige als kurzfristige Anleihen kaufen wollen. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe notierte zuletzt um 3,9 Basispunkte höher bei 5,315 Prozent, während die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe laut Tradeweb um 4,4 Basispunkte auf 5,704 Prozent stieg. Diese Stände liegen nahe den am Mittwoch erreichten 24-Jahres-Hochs von 5,365 Prozent beziehungsweise 5,732 Prozent.
Japan/Leistungsbilanz Aug nsb Überschuss 4,062 Bill JPY (PROG: Überschuss 3,195 Bill JPY)
Japan/Leistungsbilanz Aug nsb Überschuss 4,062 Bill JPY; +12,0% gg Vj
US/Verbraucherkredite Aug plus 8,3 Mrd USD
US/Verbraucherkredite Juli revidiert plus 17,7 Mrd USD (vorl: plus 18,1 Mrd USD)
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October 08, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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