Zollikerberg (ots) -
Dr. med. Peter Reinhard wurde für die Entwicklung der Elternfahrschule am Spital Zollikerberg mit dem Remo-Largo-Ehrenpreis der Schweizerischen Gesellschaft für Entwicklungspädiatrie ausgezeichnet. Das wöchentliche, kostenlose Angebot der Klinik für Neonatologie und der Frauenklinik begleitet Eltern in den ersten Wochen nach der Geburt.
Der Remo-Largo-Ehrenpreis ehrt Projekte, die im Sinne Remo Largos Entwicklungskonzepte vermitteln und dabei der Einzigartigkeit jedes Kindes und der kindzentrierten Haltung Rechnung tragen. Dr. med. Peter Reinhard, Weggefährte und Schüler Remo Largos, gelang dies in der Elternfahrschule mit ausserordentlichem Engagement in besonders gelungener Weise.
Die Elternfahrschule am Spital Zollikerberg
Die ersten Wochen nach der Geburt sind für viele Eltern aufregend und herausfordernd zugleich. Sie fragen sich, ob sie ihr Baby verstehen und ob sie das Richtige tun. Die meisten Eltern haben zwar eine gute Intuition, doch etwas Unsicherheit gehört dazu. Hinzu kommt, dass die Versorgung des Babys und die Folgen von Schwangerschaft und Geburt sie seelisch und körperlich stark beanspruchen.
In dieser Zeit sind alle Beteiligten besonders empfindlich für Belastungen. Hier setzt die Elternfahrschule an. Sie greift die Fragen und Sorgen auf, die Eltern in den ersten Wochen am häufigsten beschäftigen, und geht auch auf individuelle Anliegen ein. Zudem informiert sie über den aktuellen Entwicklungsstand des Babys und die nächsten Entwicklungsschritte.
Die Anfänge der Elternfahrschule
Die Elternfahrschule ist in dieser Form einzigartig. Die ersten Ideen für das Konzept entwickelte Dr. med. Peter Reinhard bereits in seiner Praxis in Kloten, bevor er 2018 zum Spital Zollikerberg stiess. Im Februar 2020 wurde die Elternfahrschule schliesslich ins Leben gerufen, finanziell unterstützt von der Stiftung Diakoniewerk Neumünster - Schweizerische Pflegerinnenschule, der Trägerin des Spitals Zollikerberg. Zunächst führte Reinhard die Kurse allein durch, mit der Zeit kamen weitere erfahrene Kinderärztinnen und Kinderärzte dazu. Mitgestaltende der Elternfahrschule sind Dr. med. Lena Pfender, dipl. Ärztin Manuela Lutz und Dr. med. Till Gerber.
Dr. med. Peter Reinhard zur Entwicklung der Elternfahrschule: "In den letzten Jahren meiner Tätigkeit in Kloten wurde die antizipatorische Beratung für mich immer wichtiger, da die Eltern oft mit ähnlichen Problemstellungen und Fragen zu mir kamen. Sind Probleme erst einmal etabliert, sind die Klärung und Beseitigung viel aufwendiger. Wird dagegen die Elternkompetenz mit vorausschauendem entwicklungspädiatrischem Wissen gestärkt, geraten Eltern im besten Fall gar nicht erst in Situationen, die sie nicht selbständig lösen können." Sowohl die eigene Erfahrung mit der Elterninformationsarbeit als auch die fehlende Zeit für die pädiatrische Wissensvermittlung waren für Dr. med. Peter Reinhard ausschlaggebend für die Entwicklung der Elternfahrschule.
Er erklärt, wir Erwachsene sollten uns den kindlichen Möglichkeiten anpassen und nicht umgekehrt. Sich Zeit zu nehmen und genau zu beobachten seien Grundvoraussetzungen für das Verständnis der kindlichen Entwicklung.
Und was empfehlen Dr. med. Peter Reinhard und seine Kolleginnen und Kollegen nach der Elternfahrschule? Er betont, dass die neuen Medien leider häufig verwirrend, verunsichernd oder gar problematisch sein könnten. Für verlässliche Informationen sollen junge Eltern auf "Kompass Kind" von Oskar Jenni, der 2005 die Leitung der Entwicklungspädiatrie am Universitäts-Kinderspital Zürich von Remo H. Largo übernahm, auf die Elternbriefe von Pro Juventute, auf Informationen des MMI (Marie Meierhofer Institut für das Kind) und auf Podcasts wie "Familienbande" vom Kollegen Sepp Holtz vertrauen. Aber natürlich bleibt Remo Largos Buch "Babyjahre" das Stützgerüst, und letztlich sind entsprechend ausgebildete Fachkolleginnen und Fachkollegen in der Praxis immer Ansprechpersonen.
Heute begleitet die Elternfahrschule jede Woche eine unterschiedliche Anzahl von Eltern. Dr. med. Peter Reinhard ist nicht immer aktiv vor Ort. Das kinderärztliche Team führt aber das von ihm entwickelte Konzept fort und hilft auch künftig Eltern, den Start mit ihrem Baby selbstsicherer zu erleben.
Wir gratulieren Dr. med. Peter Reinhard herzlich zu dieser Auszeichnung und sind sehr stolz, die Elternfahrschule zu unserem Angebot zählen zu dürfen.
Weitere Informationen: Elternfahrschule | Spital Zollikerberg (https://spitalzollikerberg.ch/de/fachbereiche/neonatologie/elternfahrschule)
Über das Spital Zollikerberg
Als grundversorgendes Regionalspital mit öffentlichem Leistungsauftrag trägt das Spital Zollikerberg zur optimalen medizinischen Versorgung des Grossraums Zürich bei. Jährlich behandelt das Spital mehr als 11'000 Personen stationär sowie rund 60'000 ambulant und führt über 7'000 Operationen durch. Mit mehr als 2'000 Neugeborenen im Jahr ist das Spital Zollikerberg eine der beliebtesten Geburtskliniken in der Schweiz. Das Dialysezentrum gehört mit 23 Plätzen zu den grössten Zentren im Kanton Zürich.
Die Schwerpunkte des von der Stiftung Diakoniewerk Neumünster getragenen Spitals umfassen die Innere Medizin, die Gynäkologie und Geburtshilfe mit Neonatologie, die allgemeine Chirurgie, ein interdisziplinäres Notfallzentrum sowie die Orthopädie mit spezialisierter Wirbelsäulenchirurgie. Weitere Bereiche garantieren eine optimale Betreuung und Behandlung in jeder Lebensphase.
Die rund 1'200 Mitarbeitenden gewährleisten umfangreiche Leistungen, die über eine exzellente medizinische Betreuung und einen hohen Zimmerstandard hinausgehen.
Pressekontakt:
Spital Zollikerberg - Medienstelle
Angela Scalese
Leiterin Kommunikation & Marketing
T +41 (0)44 397 20 40
medien@spitalzollikerberg.ch
www.spitalzollikerberg.ch
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Dr. med. Peter Reinhard wurde für die Entwicklung der Elternfahrschule am Spital Zollikerberg mit dem Remo-Largo-Ehrenpreis der Schweizerischen Gesellschaft für Entwicklungspädiatrie ausgezeichnet. Das wöchentliche, kostenlose Angebot der Klinik für Neonatologie und der Frauenklinik begleitet Eltern in den ersten Wochen nach der Geburt.
Der Remo-Largo-Ehrenpreis ehrt Projekte, die im Sinne Remo Largos Entwicklungskonzepte vermitteln und dabei der Einzigartigkeit jedes Kindes und der kindzentrierten Haltung Rechnung tragen. Dr. med. Peter Reinhard, Weggefährte und Schüler Remo Largos, gelang dies in der Elternfahrschule mit ausserordentlichem Engagement in besonders gelungener Weise.
Die Elternfahrschule am Spital Zollikerberg
Die ersten Wochen nach der Geburt sind für viele Eltern aufregend und herausfordernd zugleich. Sie fragen sich, ob sie ihr Baby verstehen und ob sie das Richtige tun. Die meisten Eltern haben zwar eine gute Intuition, doch etwas Unsicherheit gehört dazu. Hinzu kommt, dass die Versorgung des Babys und die Folgen von Schwangerschaft und Geburt sie seelisch und körperlich stark beanspruchen.
In dieser Zeit sind alle Beteiligten besonders empfindlich für Belastungen. Hier setzt die Elternfahrschule an. Sie greift die Fragen und Sorgen auf, die Eltern in den ersten Wochen am häufigsten beschäftigen, und geht auch auf individuelle Anliegen ein. Zudem informiert sie über den aktuellen Entwicklungsstand des Babys und die nächsten Entwicklungsschritte.
Die Anfänge der Elternfahrschule
Die Elternfahrschule ist in dieser Form einzigartig. Die ersten Ideen für das Konzept entwickelte Dr. med. Peter Reinhard bereits in seiner Praxis in Kloten, bevor er 2018 zum Spital Zollikerberg stiess. Im Februar 2020 wurde die Elternfahrschule schliesslich ins Leben gerufen, finanziell unterstützt von der Stiftung Diakoniewerk Neumünster - Schweizerische Pflegerinnenschule, der Trägerin des Spitals Zollikerberg. Zunächst führte Reinhard die Kurse allein durch, mit der Zeit kamen weitere erfahrene Kinderärztinnen und Kinderärzte dazu. Mitgestaltende der Elternfahrschule sind Dr. med. Lena Pfender, dipl. Ärztin Manuela Lutz und Dr. med. Till Gerber.
Dr. med. Peter Reinhard zur Entwicklung der Elternfahrschule: "In den letzten Jahren meiner Tätigkeit in Kloten wurde die antizipatorische Beratung für mich immer wichtiger, da die Eltern oft mit ähnlichen Problemstellungen und Fragen zu mir kamen. Sind Probleme erst einmal etabliert, sind die Klärung und Beseitigung viel aufwendiger. Wird dagegen die Elternkompetenz mit vorausschauendem entwicklungspädiatrischem Wissen gestärkt, geraten Eltern im besten Fall gar nicht erst in Situationen, die sie nicht selbständig lösen können." Sowohl die eigene Erfahrung mit der Elterninformationsarbeit als auch die fehlende Zeit für die pädiatrische Wissensvermittlung waren für Dr. med. Peter Reinhard ausschlaggebend für die Entwicklung der Elternfahrschule.
Er erklärt, wir Erwachsene sollten uns den kindlichen Möglichkeiten anpassen und nicht umgekehrt. Sich Zeit zu nehmen und genau zu beobachten seien Grundvoraussetzungen für das Verständnis der kindlichen Entwicklung.
Und was empfehlen Dr. med. Peter Reinhard und seine Kolleginnen und Kollegen nach der Elternfahrschule? Er betont, dass die neuen Medien leider häufig verwirrend, verunsichernd oder gar problematisch sein könnten. Für verlässliche Informationen sollen junge Eltern auf "Kompass Kind" von Oskar Jenni, der 2005 die Leitung der Entwicklungspädiatrie am Universitäts-Kinderspital Zürich von Remo H. Largo übernahm, auf die Elternbriefe von Pro Juventute, auf Informationen des MMI (Marie Meierhofer Institut für das Kind) und auf Podcasts wie "Familienbande" vom Kollegen Sepp Holtz vertrauen. Aber natürlich bleibt Remo Largos Buch "Babyjahre" das Stützgerüst, und letztlich sind entsprechend ausgebildete Fachkolleginnen und Fachkollegen in der Praxis immer Ansprechpersonen.
Heute begleitet die Elternfahrschule jede Woche eine unterschiedliche Anzahl von Eltern. Dr. med. Peter Reinhard ist nicht immer aktiv vor Ort. Das kinderärztliche Team führt aber das von ihm entwickelte Konzept fort und hilft auch künftig Eltern, den Start mit ihrem Baby selbstsicherer zu erleben.
Wir gratulieren Dr. med. Peter Reinhard herzlich zu dieser Auszeichnung und sind sehr stolz, die Elternfahrschule zu unserem Angebot zählen zu dürfen.
Weitere Informationen: Elternfahrschule | Spital Zollikerberg (https://spitalzollikerberg.ch/de/fachbereiche/neonatologie/elternfahrschule)
Über das Spital Zollikerberg
Als grundversorgendes Regionalspital mit öffentlichem Leistungsauftrag trägt das Spital Zollikerberg zur optimalen medizinischen Versorgung des Grossraums Zürich bei. Jährlich behandelt das Spital mehr als 11'000 Personen stationär sowie rund 60'000 ambulant und führt über 7'000 Operationen durch. Mit mehr als 2'000 Neugeborenen im Jahr ist das Spital Zollikerberg eine der beliebtesten Geburtskliniken in der Schweiz. Das Dialysezentrum gehört mit 23 Plätzen zu den grössten Zentren im Kanton Zürich.
Die Schwerpunkte des von der Stiftung Diakoniewerk Neumünster getragenen Spitals umfassen die Innere Medizin, die Gynäkologie und Geburtshilfe mit Neonatologie, die allgemeine Chirurgie, ein interdisziplinäres Notfallzentrum sowie die Orthopädie mit spezialisierter Wirbelsäulenchirurgie. Weitere Bereiche garantieren eine optimale Betreuung und Behandlung in jeder Lebensphase.
Die rund 1'200 Mitarbeitenden gewährleisten umfangreiche Leistungen, die über eine exzellente medizinische Betreuung und einen hohen Zimmerstandard hinausgehen.
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