Hamburg (ots) -
Leif Ove Andsnes ist in der Saison 2026/2027 Artist in Residence des NDR Elbphilharmonie Orchesters.
"Er ist einer der elegantesten Pianisten, die ich kenne", sagt Alan Gilbert, Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters, über Leif Ove Andsnes. "Ich arbeite sehr gerne mit ihm zusammen, denn es gibt bei ihm keine Künstlichkeit, sondern nur reine Musikalität. Sein Musizieren dringt direkt zum Kern der Musik vor - ohne Umschweife oder Sentimentalität." Am 14. Oktober eröffnet der Norweger seine Residenz im intimen Rahmen eines Kammerkonzerts mit Klavierquintetten im Kleinen Saal der Elbphilharmonie.
Vielfältige Horizonte, starke Basis
Andsnes konzertiert weltweit mit den bedeutendsten Sinfonieorchestern, bereiste mit seiner "Beethoven Journey" 27 Länder - und pflegt doch nach wie vor enge Beziehungen zu seiner Heimat. Er ist ein überaus vielseitig aufgestellter, viel beschäftigter Musiker, gleichwohl mit fester Basis und klarer Überzeugung. "Musik kann etwas in uns berühren, das wir nicht in Worte fassen können", lautet sein Credo, "wenn uns die Worte für das fehlen, was wir erleben - Gutes wie Schlechtes -, dann denke ich, dass Musik es ausdrücken kann." Die unerschöpflichen Ausdrucksmöglichkeiten der Musik, Andsnes' Vielseitigkeit und Freude an außergewöhnlichen Projekten sind in seiner Residenz 2026/27 folgerichtig Programm: Repertoire-Klassiker von Brahms und Schumann treffen auf Raritäten von Britten und Boccherini, Kammermusik steht gleichbedeutend neben Solo- und Orchestermusik, Klassik neben Jazz - und mit dem ersten Klavierkonzert von NDR Artist Across Ensembles Missy Mazzoli bringt Andsnes im Rahmen der Residenz auch ein neues Werk zur Uraufführung. Eine Spielzeit ganz nach der künstlerischer Devise des Star-Pianisten: "Ich weiß nicht, ob Musik die Welt besser machen kann, aber sie kann uns in andere Welten versetzen, andere Perspektiven zeigen, andere Horizonte."
Kammermusik von Boccherini und Schumann
Kammermusik ist eine Herzensangelegenheit für Leif Ove Andsnes. Als Leiter des Rosendal Chamber Music Festival und des Risør Festival of Chamber Music hat er in seiner norwegischen Heimat jahrzehntelang für eine lebendige Kammermusikszene gesorgt. Und so präsentiert sich der Artist in Residence noch vor seinem ersten Auftritt mit Orchester im kleinen Rahmen des Kammerkonzerts: Gemeinsam mit Mitgliedern des NDR Elbphilharmonie Orchesters interpretiert er am 14. Oktober im Kleinen Saal der Elbphilharmonie Klavierquintette von Luigi Boccherini und Robert Schumann - und zwar, besonders reizvoll, auf zwei historischen Tasteninstrumenten aus der jeweiligen Entstehungszeit der Werke.
Brahms' Klavierkonzert Nr. 2 in Hamburg, Budapest und Wien
In den Sinfoniekonzerten unter der Leitung von Chefdirigent Alan Gilbert am 15., 16. und 18. Oktober im Großen Saal der Elbphilharmonie nimmt sich Andsnes daraufhin dem berühmt-berüchtigten, geradezu sinfonischen Zweiten Klavierkonzert von Johannes Brahms an. Dem lyrischen "Monster" vermag der Norweger in seiner Interpretation dabei stets neben allem schwergewichtigen Tastendonner auch zarte Töne abzugewinnen. Das Klavierkonzert des Hamburgers Brahms steht dann auch auf dem Programm, wenn Andsnes gemeinsam mit den Hamburger Musikerinnen und Musiker unter Alan Gilbert jener europäischen Achse bedeutender Musikmetropolen folgt, die auch Brahms seinerzeit oft bereiste: In Gastspielen im Müpa Budapest (21.10.) und im Wiener Konzerthaus (22.10.) ist die Zusammenarbeit des Residenzkünstlers mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester damit auch auswärts zu erleben.
Weltpremiere der NDR Artist Across Ensemles Missy Mazzoli
Im Rahmen der Biennale "Elbphilharmonie Visions" steht dann am 6. Februar eine Weltpremiere an, in der sich die einmalige Konstellation der NDR Saison manifestiert: Missy Mazzoli, NDR Artist Across Ensembles 2026/27, hat für Leif Ove Andsnes, Artist in Residence 2026/27 beim NDR Elbphilharmonie Orchester, im Auftrag von NDR, New York Philharmonic Orchestra und weiterer internationaler Partner ihr erstes Klavierkonzert geschrieben. Man darf gespannt sein, welche Rolle und Klänge die Komponistin (und Pianistin!) Mazzoli ihrem Kollegen Andsnes auf den Leib geschneidert hat.
Spielwiese zwischen den Gattungen und Genres
Den fulminanten Abschluss der Residenz markiert am 10. und 13. Juni ein besonders abwechslungsreiches Programm gemeinsam mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung der norwegischen Dirigentin Tabita Berglund und mit dem norwegischen Saxophonisten Marius Neset. Es lässt den vielfältigen Facetten von Andsnes' Musizieren gleich einer musikalischen Spielwiese freien Lauf; der Bogen reicht von Solo bis Solokonzert, von Kammer- bis Orchestermusik, von Klassik bis Jazz. Nach einem Solo-Prélude von Claude Debussy trifft Andsnes dabei zunächst den Jazzer und Komponisten Marius Neset, mit dem er bereits auf dem gemeinsamen Album "Who We Are" zusammengearbeitet hat. Und auch der Franzose Francis Poulenc, dessen Sextett für Klavier und Bläser mit Mitgliedern des NDR Elbphilharmonie Orchesters zu hören ist, setzte sich stets gern zwischen die Stühle der Genres und Stile. Die orchestrale Abrundung des Abends bilden Maurice Ravels "Le Tombeau de Couperin" und Benjamin Brittens Klavierkonzert von 1938: Es wurde laut Komponist "mit der Idee konzipiert, verschiedene wichtige Eigenschaften des Klaviers auszunutzen, wie etwa seinen enormen Tonumfang, seine perkussive Qualität und seine Eignung für figurative Darstellungen" - die perfekte Spielwiese für einen Pianisten vom Format Leif Ove Andsnes'!
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Leif Ove Andsnes ist in der Saison 2026/2027 Artist in Residence des NDR Elbphilharmonie Orchesters.
"Er ist einer der elegantesten Pianisten, die ich kenne", sagt Alan Gilbert, Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters, über Leif Ove Andsnes. "Ich arbeite sehr gerne mit ihm zusammen, denn es gibt bei ihm keine Künstlichkeit, sondern nur reine Musikalität. Sein Musizieren dringt direkt zum Kern der Musik vor - ohne Umschweife oder Sentimentalität." Am 14. Oktober eröffnet der Norweger seine Residenz im intimen Rahmen eines Kammerkonzerts mit Klavierquintetten im Kleinen Saal der Elbphilharmonie.
Vielfältige Horizonte, starke Basis
Andsnes konzertiert weltweit mit den bedeutendsten Sinfonieorchestern, bereiste mit seiner "Beethoven Journey" 27 Länder - und pflegt doch nach wie vor enge Beziehungen zu seiner Heimat. Er ist ein überaus vielseitig aufgestellter, viel beschäftigter Musiker, gleichwohl mit fester Basis und klarer Überzeugung. "Musik kann etwas in uns berühren, das wir nicht in Worte fassen können", lautet sein Credo, "wenn uns die Worte für das fehlen, was wir erleben - Gutes wie Schlechtes -, dann denke ich, dass Musik es ausdrücken kann." Die unerschöpflichen Ausdrucksmöglichkeiten der Musik, Andsnes' Vielseitigkeit und Freude an außergewöhnlichen Projekten sind in seiner Residenz 2026/27 folgerichtig Programm: Repertoire-Klassiker von Brahms und Schumann treffen auf Raritäten von Britten und Boccherini, Kammermusik steht gleichbedeutend neben Solo- und Orchestermusik, Klassik neben Jazz - und mit dem ersten Klavierkonzert von NDR Artist Across Ensembles Missy Mazzoli bringt Andsnes im Rahmen der Residenz auch ein neues Werk zur Uraufführung. Eine Spielzeit ganz nach der künstlerischer Devise des Star-Pianisten: "Ich weiß nicht, ob Musik die Welt besser machen kann, aber sie kann uns in andere Welten versetzen, andere Perspektiven zeigen, andere Horizonte."
Kammermusik von Boccherini und Schumann
Kammermusik ist eine Herzensangelegenheit für Leif Ove Andsnes. Als Leiter des Rosendal Chamber Music Festival und des Risør Festival of Chamber Music hat er in seiner norwegischen Heimat jahrzehntelang für eine lebendige Kammermusikszene gesorgt. Und so präsentiert sich der Artist in Residence noch vor seinem ersten Auftritt mit Orchester im kleinen Rahmen des Kammerkonzerts: Gemeinsam mit Mitgliedern des NDR Elbphilharmonie Orchesters interpretiert er am 14. Oktober im Kleinen Saal der Elbphilharmonie Klavierquintette von Luigi Boccherini und Robert Schumann - und zwar, besonders reizvoll, auf zwei historischen Tasteninstrumenten aus der jeweiligen Entstehungszeit der Werke.
Brahms' Klavierkonzert Nr. 2 in Hamburg, Budapest und Wien
In den Sinfoniekonzerten unter der Leitung von Chefdirigent Alan Gilbert am 15., 16. und 18. Oktober im Großen Saal der Elbphilharmonie nimmt sich Andsnes daraufhin dem berühmt-berüchtigten, geradezu sinfonischen Zweiten Klavierkonzert von Johannes Brahms an. Dem lyrischen "Monster" vermag der Norweger in seiner Interpretation dabei stets neben allem schwergewichtigen Tastendonner auch zarte Töne abzugewinnen. Das Klavierkonzert des Hamburgers Brahms steht dann auch auf dem Programm, wenn Andsnes gemeinsam mit den Hamburger Musikerinnen und Musiker unter Alan Gilbert jener europäischen Achse bedeutender Musikmetropolen folgt, die auch Brahms seinerzeit oft bereiste: In Gastspielen im Müpa Budapest (21.10.) und im Wiener Konzerthaus (22.10.) ist die Zusammenarbeit des Residenzkünstlers mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester damit auch auswärts zu erleben.
Weltpremiere der NDR Artist Across Ensemles Missy Mazzoli
Im Rahmen der Biennale "Elbphilharmonie Visions" steht dann am 6. Februar eine Weltpremiere an, in der sich die einmalige Konstellation der NDR Saison manifestiert: Missy Mazzoli, NDR Artist Across Ensembles 2026/27, hat für Leif Ove Andsnes, Artist in Residence 2026/27 beim NDR Elbphilharmonie Orchester, im Auftrag von NDR, New York Philharmonic Orchestra und weiterer internationaler Partner ihr erstes Klavierkonzert geschrieben. Man darf gespannt sein, welche Rolle und Klänge die Komponistin (und Pianistin!) Mazzoli ihrem Kollegen Andsnes auf den Leib geschneidert hat.
Spielwiese zwischen den Gattungen und Genres
Den fulminanten Abschluss der Residenz markiert am 10. und 13. Juni ein besonders abwechslungsreiches Programm gemeinsam mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung der norwegischen Dirigentin Tabita Berglund und mit dem norwegischen Saxophonisten Marius Neset. Es lässt den vielfältigen Facetten von Andsnes' Musizieren gleich einer musikalischen Spielwiese freien Lauf; der Bogen reicht von Solo bis Solokonzert, von Kammer- bis Orchestermusik, von Klassik bis Jazz. Nach einem Solo-Prélude von Claude Debussy trifft Andsnes dabei zunächst den Jazzer und Komponisten Marius Neset, mit dem er bereits auf dem gemeinsamen Album "Who We Are" zusammengearbeitet hat. Und auch der Franzose Francis Poulenc, dessen Sextett für Klavier und Bläser mit Mitgliedern des NDR Elbphilharmonie Orchesters zu hören ist, setzte sich stets gern zwischen die Stühle der Genres und Stile. Die orchestrale Abrundung des Abends bilden Maurice Ravels "Le Tombeau de Couperin" und Benjamin Brittens Klavierkonzert von 1938: Es wurde laut Komponist "mit der Idee konzipiert, verschiedene wichtige Eigenschaften des Klaviers auszunutzen, wie etwa seinen enormen Tonumfang, seine perkussive Qualität und seine Eignung für figurative Darstellungen" - die perfekte Spielwiese für einen Pianisten vom Format Leif Ove Andsnes'!
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