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MÄRKTE USA/Börse erneut von Ölpreisen und Renditen belastet

DJ MÄRKTE USA/Börse erneut von Ölpreisen und Renditen belastet

DOW JONES--Die Wall Street baut die Abschläge des Vortages am Donnerstag aus. Die Belastungsfaktoren des Vortages haben dabei Bestand, denn gedrückt wird die Stimmung von steigenden Ölpreisen wie auch anziehenden Anleiherenditen. Anleger räumten der Entwicklung bei Ölpreisen und Anleiherenditen derzeit Vorrang gegenüber erhofften Gewinnen durch Künstliche Intelligenz im Technologiesektor ein, heißt es. Im frühen Geschäft sinkt der Dow-Jones-Index um 0,3 Prozent auf 51.027 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite geben um 0,3 bzw. 0,4 Prozent nach.

Da die steigenden Ölpreise erneut Inflationssorgen schürten, sei es auch wenig verwunderlich, dass die Anleiherenditen wieder Fahrt aufnähmen, heißt es im Handel. Dass das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung am Vorabend im laufenden Jahr eine weitere Zinserhöhung in Aussicht stellte, passt da ins Bild. Allerdings kommen die Renditen von ihren Tageshochs zurück, womit sich die Lage etwas entspannt.

"Die globalen Aktienmärkte fallen am Donnerstag, da steigende Rohölpreise und zunehmende Spannungen im Nahen Osten die Sorgen vor Stagflation neu entfachten und damit eine Rally beendeten, die die wichtigsten Indizes wieder in Richtung ihrer Rekordhochs geführt hatte", erläutern die Analysten von Tickmill. Die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten fallen einen Tick besser als gedacht aus, liefern in der Zinsdebatte aber keine neuen Erkenntnisse.

Am Anleihemarkt steigen die Renditen temporär wieder auf Mehrdekadenhochs. Zehnjährige US-Staatsanleihen werfen mit 5,29 Prozent 2 Basispunkte mehr als am Vortag ab - zwischenzeitlich waren es knapp 6 gewesen. Die Inflationsrisiken bleiben laut Sitzungsprotokoll der US-Notenbank nach oben gerichtet. Die Märkte messen einer weiteren US-Zinserhöhung am 28. Oktober eine Wahrscheinlichkeit von nur 19 Prozent bei, aber eine Erhöhung bis zum Jahresende ist vollständig eingepreist.

Der Dollar zieht mit steigenden Marktzinsen erneut an, der Dollar-Index klettert um weitere 0,1 Prozent. Der Markt erwarte eine Zinserhöhung im Dezember, gefolgt von zwei weiteren Erhöhungen im kommenden Jahr. "Wir halten das für zu aggressiv, bezweifeln aber, dass der Markt in diesem Jahr gegen diese falkenhafte Positionierung angehen will", erläutert ING-Analyst Chris Turner.

Die Ölpreise ziehen im Verlauf unentwegt an, das Fass Brent verteuert sich um 4,2 Prozent auf 104,38 Dollar. Händler erklären die Ölpreisrally mit fortgesetzten Angriffen auf die zivile Schifffahrt im Persischen Golf, Berichten über US-Planungen über neue Angriffe gegen den Iran und Wirbelsturm Isaias, der die Ölförderung im Golf von Mexiko einschränkt. Die Goldpreise tendieren etwas fester - trotz steigender Marktzinsen und Dollar-Stärke. "Die Kursbewegung verdeutlicht einen anhaltenden Kampf zwischen makroökonomisch und technisch orientierten Händlern (...)", meinen die Analysten der Saxo Bank.

Am Aktienmarkt geraten im Technologiesektor die zinsreagiblen KI-Aktien unter Druck. Der Chiptitel Intel verliert 3,1, Marvell 3,2 Prozent - Nvidia büßen 1,3 Prozent ein. Wolfspeed springen um 7,3 Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen eine Finanzierungsvereinbarung mit dem Pentagon abgeschlossen hat.

Applied Digital verzeichnet einen größeren Verlust im ersten Quartal trotz eines Umsatzanstiegs, die Titel des Betreibers von Rechenzentren legen um 0,9 Prozent zu. Analysten hatten mit einem deutlich höheren Fehlbetrag gerechnet. Der Softdrinkhersteller PepsiCo verbucht im dritten Quartal einen höheren Gewinn und Umsatz im Zuge der anhaltenden Trendwende, der Kurs steigt um 0,7 Prozent.

Levi Strauss fallen nach Geschäftsausweis um 3,8 Prozent, der Jeanshersteller hat die Gewinnerwartungen für das dritte Quartal übertroffen und die Jahresprognose angehoben. Allerdings geht ein erheblicher Teil des Gewinnwachstums auf Zollrückerstattungen zurück. Resources Connection brechen 16,3 Prozent ein - belastet von einem Umsatzrückgang und einem höheren Verlust.

=== 
INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     51.027,42  -0,3  -152,45    51.179,87 
S&P-500    7.777,24  -0,3  -24,53    7.801,77 
NASDAQ Comp 27.420,41  -0,4  -118,28    27.538,69 
NASDAQ 100  31.004,26  -0,5  -155,82    31.160,08 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,80 +0,04    4,82      4,77 
5 Jahre           5,05 +0,03    5,09      5,03 
10 Jahre          5,29 +0,02    5,35      5,29 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17.30 
EUR/USD          1,1186  -0,1  -0,0009     1,1195   1,1186 
EUR/JPY          176,97  +0,0   0,0100     176,96  176,9300 
EUR/CHF          0,9327  -0,0  -0,0001     0,9328   0,9324 
EUR/GBP          0,8469  -0,0  -0,0002     0,8471   0,8469 
USD/JPY          158,2  +0,1   0,1400     158,06  158,1400 
GBP/USD          1,3206  -0,0  -0,0004      1,321   1,3204 
USD/CNY          6,7021  -0,0  -0,0024     6,7045   6,7045 
USD/CNH          6,7043  +0,0   0,0018     6,7025   6,7049 
AUS/USD          0,6946  -0,2  -0,0014      0,696   0,6959 
Bitcoin/USD      82.553,87  -1,0  -860,47    83.414,34 83.060,25 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         91,58  +3,7    3,30      88,28 
Brent/ICE         104,38  +4,2    4,18     100,20 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.123,77  +0,3   13,22    4.110,55 
Silber           59,09  -1,8   -1,06      60,15 
Platin         1.640,40  +0,6    9,58    1.630,82 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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October 08, 2026 09:44 ET (13:44 GMT)

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