DJ Griechenland schlägt neue 10% Kapitalertragsteuer auf Kryptowährungen vor
Von Joe Stonor
DOW JONES--Die griechische Regierung hat eine Kapitalertragsteuer von 10 Prozent auf Kryptowährungen vorgeschlagen, niedriger als bei den meisten europäischen Wettbewerbern. Wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten Gesetzesentwurf hervorgeht, sollen die ersten 500 Euro an Gewinnen steuerfrei bleiben. Der vorgeschlagene Steuersatz liegt unter den 15 Prozent, die das griechische Finanzministerium laut einem Bericht von Reuters im Juni ins Spiel gebracht hatte.
Der vorgeschlagene Steuersatz ist zudem niedriger als die Steuern, die in den meisten anderen europäischen Ländern auf Krypto-Gewinne erhoben werden. Frankreich und Italien verlangen eine Kapitalertragsteuer von 30 beziehungsweise 33 Prozent, während die deutschen Sätze an die Einkommensteuergrenzen gekoppelt sind. Spanien besteuert die Gewinne progressiv mit bis zu 28 Prozent.
Der Tausch einer Kryptowährung in eine andere würde dem Gesetzesentwurf zufolge keinen steuerpflichtigen Veräußerungsgewinn darstellen. Gewinne aus Aktivitäten wie der Kreditvergabe und der Bereitstellung von Liquidität sollen als Zinsen mit einem Satz von 10 Prozent besteuert werden, heißt es in dem Entwurf.
Der Gesetzesentwurf wurde zur öffentlichen Konsultation freigegeben und soll in der ersten Novemberwoche in das Parlament eingebracht werden.
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