Berlin (ots) -
Die weltweit meistgenutzte Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001 ist in neuer Ausgabe erschienen und seit heute als deutsche Fassung DIN EN ISO 9001:2026-11 bei DIN Media (https://www.dinmedia.de/de/norm/din-en-iso-9001/406092424) bestellbar.
Sie stärkt die Rolle der Führung, verankert Qualitätskultur und ethisches Verhalten deutlicher und trennt klarer zwischen Risiken und Chancen. Organisationen mit einer bestehenden Zertifizierung nach ISO 9001:2015 müssen ihr Qualitätsmanagementsystem nicht neu aufbauen - Anwendungsbereich und Struktur bleiben stabil. Der Übergang auf die neue Ausgabe muss bis September 2029 abgeschlossen sein.
Matthias Patz, Chief Operations Officer bei DIN: "Qualität ist eine Führungsaufgabe, sie lässt sich nicht einfach an eine QM-Abteilung delegieren. Unternehmen brauchen klare Verantwortlichkeiten und eine Qualitätskultur, die Veränderungen mitträgt. Die neue ISO 9001 stärkt diesen Ansatz."
Mehr als eine Million Zertifizierungen in 189 Ländern unterstreichen die internationale Bedeutung der ISO 9001. Seit 1987 bietet sie Organisationen einen international anerkannten Rahmen, um Qualität systematisch zu steuern und fortlaufend zu verbessern. Die neue ISO 9001 wurde im zuständigen ISO-Gremium ISO/TC 176/SC 2 erarbeitet. Deutsche Fachleute haben sich über DIN eingebracht.
Was sich mit der neuen ISO 9001 ändert
Anwendungsbereich, Titel und Grundstruktur der ISO 9001 bleiben bestehen. Die neue Ausgabe setzt jedoch an zentralen Stellen neue oder stärkere Akzente:
- Führung und Qualitätskultur: Die Rolle der Führung wird gestärkt. Qualitätskultur und ethisches Verhalten werden deutlicher in den Anforderungen verankert.
- Risiken und Chancen: Die Norm unterscheidet klarer zwischen beiden. Organisationen sollen Risiken gezielt behandeln und Chancen bewusster erkennen und nutzen.
- Strategische Ausrichtung: Qualitätsmanagement wird noch enger mit dem Kontext und der strategischen Ausrichtung einer Organisation verknüpft.
- Integration von Managementsystemen: Die ISO 9001 folgt der aktuellen harmonisierten Struktur für Managementsystem-Normen. Das erleichtert es, Qualitätsmanagement mit anderen Managementsystemen wie ISO 14001 oder ISO 45001 zu verzahnen.
- Mehr Klarheit in der Anwendung: Der überarbeitete Anhang A erläutert zentrale Begriffe, Konzepte und Anforderungen ausführlicher.
Darüber hinaus führt die neue Ausgabe die bereits 2024 eingeführte Berücksichtigung des Klimawandels fort.
Was die neue ISO 9001 für bestehende Qualitätsmanagementsysteme bedeutet
Für bereits zertifizierte Organisationen bedeutet die Revision keinen vollständigen Neuaufbau ihres Qualitätsmanagementsystems. Sie sollten jedoch prüfen, wo Anpassungen an die neuen Anforderungen notwendig sind. Die Übergangsphase bietet zugleich Gelegenheit, Prozesse, Verantwortlichkeiten und Entscheidungswege zu hinterfragen und das Qualitätsmanagement gezielt weiterzuentwickeln.
Pressekontakt:
Julian Pinnig
Pressesprecher
DIN e. V.
Am DIN-Platz
Burggrafenstraße 6
10787 Berlin
Telefon +49 30 2601-2812
E-Mail: julian.pinnig@din.de | presse@in.de
Original-Content von: DIN Deutsches Institut für Normung e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/43950/6368268
Die weltweit meistgenutzte Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001 ist in neuer Ausgabe erschienen und seit heute als deutsche Fassung DIN EN ISO 9001:2026-11 bei DIN Media (https://www.dinmedia.de/de/norm/din-en-iso-9001/406092424) bestellbar.
Sie stärkt die Rolle der Führung, verankert Qualitätskultur und ethisches Verhalten deutlicher und trennt klarer zwischen Risiken und Chancen. Organisationen mit einer bestehenden Zertifizierung nach ISO 9001:2015 müssen ihr Qualitätsmanagementsystem nicht neu aufbauen - Anwendungsbereich und Struktur bleiben stabil. Der Übergang auf die neue Ausgabe muss bis September 2029 abgeschlossen sein.
Matthias Patz, Chief Operations Officer bei DIN: "Qualität ist eine Führungsaufgabe, sie lässt sich nicht einfach an eine QM-Abteilung delegieren. Unternehmen brauchen klare Verantwortlichkeiten und eine Qualitätskultur, die Veränderungen mitträgt. Die neue ISO 9001 stärkt diesen Ansatz."
Mehr als eine Million Zertifizierungen in 189 Ländern unterstreichen die internationale Bedeutung der ISO 9001. Seit 1987 bietet sie Organisationen einen international anerkannten Rahmen, um Qualität systematisch zu steuern und fortlaufend zu verbessern. Die neue ISO 9001 wurde im zuständigen ISO-Gremium ISO/TC 176/SC 2 erarbeitet. Deutsche Fachleute haben sich über DIN eingebracht.
Was sich mit der neuen ISO 9001 ändert
Anwendungsbereich, Titel und Grundstruktur der ISO 9001 bleiben bestehen. Die neue Ausgabe setzt jedoch an zentralen Stellen neue oder stärkere Akzente:
- Führung und Qualitätskultur: Die Rolle der Führung wird gestärkt. Qualitätskultur und ethisches Verhalten werden deutlicher in den Anforderungen verankert.
- Risiken und Chancen: Die Norm unterscheidet klarer zwischen beiden. Organisationen sollen Risiken gezielt behandeln und Chancen bewusster erkennen und nutzen.
- Strategische Ausrichtung: Qualitätsmanagement wird noch enger mit dem Kontext und der strategischen Ausrichtung einer Organisation verknüpft.
- Integration von Managementsystemen: Die ISO 9001 folgt der aktuellen harmonisierten Struktur für Managementsystem-Normen. Das erleichtert es, Qualitätsmanagement mit anderen Managementsystemen wie ISO 14001 oder ISO 45001 zu verzahnen.
- Mehr Klarheit in der Anwendung: Der überarbeitete Anhang A erläutert zentrale Begriffe, Konzepte und Anforderungen ausführlicher.
Darüber hinaus führt die neue Ausgabe die bereits 2024 eingeführte Berücksichtigung des Klimawandels fort.
Was die neue ISO 9001 für bestehende Qualitätsmanagementsysteme bedeutet
Für bereits zertifizierte Organisationen bedeutet die Revision keinen vollständigen Neuaufbau ihres Qualitätsmanagementsystems. Sie sollten jedoch prüfen, wo Anpassungen an die neuen Anforderungen notwendig sind. Die Übergangsphase bietet zugleich Gelegenheit, Prozesse, Verantwortlichkeiten und Entscheidungswege zu hinterfragen und das Qualitätsmanagement gezielt weiterzuentwickeln.
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Julian Pinnig
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