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UPDATE/MÄRKTE EUROPA/Börsen auf Erholungskurs - Telekomtitel Schlusslichter

DJ UPDATE/MÄRKTE EUROPA/Börsen auf Erholungskurs - Telekomtitel Schlusslichter

(NEU: Informationen zu Software-Aktien)

DOW JONES--Die europäischen Börsen präsentieren sich am Freitagmittag mit freundlicher Tendenz. Damit erholen sie sich vom Rücksetzer am Vortag. Für Entspannung und wieder mehr Risikobereitschaft sorgen sinkende Ölpreise und Marktzinsen unter den jüngsten Hochs. Die meistbeachtete US-Zehnjahresrendite legt zwar aktuell wieder leicht zu, bewegt sich aber klar unter den jüngsten Mehrdekadenhochs. Eine erneut problemlos verlaufene große Auktion von US-Staatsanleihen am Vorabend beruhigt.

Der DAX steigt um 1,0 Prozent auf 25.059 Punkte und springt damit wieder über die Marke von 25.000 Punkten, die er am Vortag unterschritten hatte. Der Euro-Stoxx-50 legt um 0,8 Prozent zu. Die Ölpreise kommen leicht zurück, nachdem US-Präsident Donald Trump von produktiven Gesprächen mit Teheran gesprochen und zumindest kurzfristig keine Angriffe auf den Iran avisiert hatte. Aktuell verbilligt sich Brent-Öl um 1,1 Prozent auf 103,09 Dollar.

Am Anleihemarkt ziehen die Renditen wieder an, aber nur leicht. Konjunkturseitig sind eher keine größeren Impulse zu erwarten. Auf dem Programm steht lediglich um 16.00 Uhr der Index des US-Verbrauchervertrauens.

Branchenseitig stechen Aktien aus dem Telekomsektor negativ heraus - der Subindex im Stoxx-50 bildet mit minus 2,8 Prozent das Schlusslicht. Auslöser ist, dass das Raketen- und KI-Unternehmen SpaceX seine Anstrengungen verstärkt, ins Mobilfunkgeschäft in den USA einzusteigen. Dafür hat das Unternehmen von Elon Musk nun mit einem großen Frequenzkauf den Grundstein gelegt. Mit dem Dienst Starlink bietet SpaceX bereits schnelles Internet direkt von Satelliten aus dem All an. Im einzelnen verliert die Aktie der über die Tochter T-Mobile US besonders stark in den USA aktiven Deutschen Telekom 6,3 Prozent. BT Group geben um 2,4 Prozent nach, Orange um 2,4, Vodafone um 4,1 und Telefonica um 4 Prozent.

Auffallend fest zeigen sich Softwareaktien. Im DAX schießen SAP um 3,5 Prozent nach oben, in London legen Sage um 3,9 und Relx um 4,0 Prozent zu, in Amsterdam Wolters Kluwer um 3,8 und in Paris Dassault Systemes um 1,1 sowie in Zürich Temenos um 2,5 Prozent. Nemetschek machen sogar einen Satz um über 5 Prozent. Capgemini gewinnen in Paris 3,9 Prozent. Konkrete Neuigkeiten zur Softwarebranche gibt es nicht. Marktteilnehmer spekulieren über eine für Softwareunternehmen günstige Interpretation der Meldungslage um OpenAI. Schon seit geraumer Zeit werde der zunehmende Einsatz von KI als Bedrohung für Softwareentwicklung und -anwendung gesehen. Nun gebe es Berichte, dass der annualisierte Jahresumsatz des ChatGPT-Entwicklers OpenAI möglicherweise deutlich unter den bisherigen Annahmen ausfallen könnte. Für etablierte Softwareanbieter könne Ernüchterung bei den KI-Erwartungen bedeuten, dass Anleger die Risiken einer schnellen Verdrängung herkömmlicher Software durch KI geringer einschätzten.

Um 5,5 Prozent nach oben geht es für Rational, nachdem RBC die Aktie des Großküchenherstellers auf "Outperform" erhöht hat. Gleiches hat das Analysehaus mit Heidelberg Materials gemacht, hier geht es um 3,1 Prozent nordwärts. Salzgitter schießen nach einer Hochstufung auf "Buy" durch die UBS sogar um 12,8 Prozent nach oben, Arcelormittal legen ebenso nach einer neuen UBS-Kaufempfehlung um 5,3 Prozent zu. Im Sog steigen Thyssenkrupp um 5,3 Prozent.

Roche verteuern sich um 1,1 Prozent. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat das Roche-Krebsmedikament Tecentriq für eine zwölfte Indikation zugelassen in Kombination mit einer Chemotherapie. OMV verlieren 3,1 Prozent. Der österreichische Energie- und Chemiekonzern erwartet im dritten Quartal 2026 einen Gegenwind für das operative Ergebnis.

=== 
Index          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.175,21  +0,8   48,48    6.126,73    6,6 
Stoxx-50        5.297,72  +0,7   38,03    5.259,69    7,7 
DAX          25.059,31  +1,0   252,34    24.806,97    2,3 
MDAX          29.957,95  +1,5   451,12    27.039,42    -2,2 
TecDAX         3.992,11  +0,7   26,58    3.091,28    10,2 
SDAX          18.111,40  +1,6   288,59    13.062,07    5,5 
FTSE          10.538,95  +0,9   97,35    10.441,60    6,1 
CAC           7.782,61  +0,7   52,92    7.729,69    -4,5 
SMI          13.753,25  +0,9   116,25    13.637,00    3,7 
ATX           6.542,85  -0,3   -17,72    6.560,57    22,8 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17.30 
EUR/USD          1,1207  -0,0  -0,0002     1,1209   1,1186 
EUR/JPY          177,4  +0,2   0,4300     176,97  176,9300 
EUR/CHF          0,9314  -0,1  -0,0008     0,9322   0,9324 
EUR/GBP          0,8472  0,0   0,0000     0,8472   0,8469 
USD/JPY          158,3  +0,3   0,4400     157,86  158,1400 
GBP/USD          1,3225  +0,0   0,0001     1,3224   1,3204 
USD/CNY          6,692  -0,2  -0,0101     6,7021   6,7045 
USD/CNH          6,6932  -0,2  -0,0102     6,7034   6,7049 
AUS/USD          0,6975  +0,3   0,0020     0,6955   0,6959 
Bitcoin/USD      82.473,81  +0,9   705,23    81.768,58 83.060,25 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         90,54  -1,0   -0,95      91,49 
Brent/ICE         103,09  -1,1   -1,19     104,28 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.175,89  +1,0   41,96    4.133,93 
Silber           60,13  +1,3    0,79      59,34 
Platin         1.678,74  +2,7   44,49    1.634,25 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/uxd

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October 09, 2026 07:49 ET (11:49 GMT)

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KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Drei Jahre lang kannten KI-Aktien fast nur eine Richtung: nach oben. Billionenschwere Investitionspläne von Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft haben Halbleiter- und Infrastrukturwerte auf immer neue Höhen getrieben. Doch jetzt bekommt die Erfolgsstory gefährliche Risse.

Steigende Anleiherenditen verteuern die Finanzierung, während die gewaltigen KI-Ausgaben zunehmend nicht mehr aus den laufenden Cashflows bezahlt werden können. Gleichzeitig zeigen günstigere chinesische Modelle, dass leistungsfähige KI womöglich mit deutlich weniger Rechenleistung auskommt. Damit wächst die Gefahr, dass heute für Milliarden errichtete Kapazitäten morgen nicht die erhofften Renditen liefern.

Für Anleger könnte das zum Problem werden. Denn treffen steigende Finanzierungskosten auf Überkapazitäten und enttäuschende Cashflows, geraten gerade hoch bewertete KI-Profiteure schnell unter Druck. Aus den größten Gewinnern der vergangenen Jahre könnten so die größten Verlierer der nächsten Korrektur werden.

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