Frankfurt (ots) -
Der häufige Einsatz des Bluttests, der Risikoschwangerschaften vorbehalten sein sollte, nimmt inzwischen fast die Züge eines Screenings an. Es ist sicher kein Zufall, dass gleichzeitig die Zahl der mit Trisomie geborenen Kinder sinkt. Bei einer ethischen Grundsatzfrage ist der Ruf nach Prüfung und Rahmenbedingungen nachvollziehbar. Er ist aber auch etwas heuchlerisch. Denn eine restriktivere Handhabung des Tests könnte die Selbstbestimmung und Entscheidungsfreiheit von Schwangeren über ihr privates Leben einschränken. Andererseits werden Eltern, die sich für ein behindertes Kind entscheiden, oft damit allein gelassen, es großzuziehen. Das erachten Politik und Gesellschaft dann gern als Privatsache. Es reicht also nicht, nur auf den Test zu schauen. Beratung und Aufklärung, mentale, finanzielle sowie institutionelle Unterstützung und Solidarität gehören bei diesem Thema zwingend dazu.
Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3222
Original-Content von: Frankfurter Rundschau, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/10349/6368448
Der häufige Einsatz des Bluttests, der Risikoschwangerschaften vorbehalten sein sollte, nimmt inzwischen fast die Züge eines Screenings an. Es ist sicher kein Zufall, dass gleichzeitig die Zahl der mit Trisomie geborenen Kinder sinkt. Bei einer ethischen Grundsatzfrage ist der Ruf nach Prüfung und Rahmenbedingungen nachvollziehbar. Er ist aber auch etwas heuchlerisch. Denn eine restriktivere Handhabung des Tests könnte die Selbstbestimmung und Entscheidungsfreiheit von Schwangeren über ihr privates Leben einschränken. Andererseits werden Eltern, die sich für ein behindertes Kind entscheiden, oft damit allein gelassen, es großzuziehen. Das erachten Politik und Gesellschaft dann gern als Privatsache. Es reicht also nicht, nur auf den Test zu schauen. Beratung und Aufklärung, mentale, finanzielle sowie institutionelle Unterstützung und Solidarität gehören bei diesem Thema zwingend dazu.
Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3222
Original-Content von: Frankfurter Rundschau, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/10349/6368448
© 2026 news aktuell
