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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

FEIERTAGSHINWEIS

MONTAG: In Japan bleiben die Börsen wegen des Feiertages Tags zum Sport geschlossen.

MONTAG: In den USA ruht der Anleihehandel wegen des Tags der amerikanischen Ureinwohner bzw. wegen des Columbus-Days.

TAGESTHEMA

Nordex hat im dritten Quartal den Auftragseingang um 29,5 Prozent gesteigert und dabei die Internationalisierung der Auftragsbasis vorangetrieben. Wie der Konzern mitteilte, verzeichnete das Geschäftssegment Projekte (ohne Servicegeschäft) einen Auftragseingang von 2.810 Megawatt im Zeitraum Juli bis September. Das entspricht einem Plus von 29,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 2.170 Megawatt. In den ersten neun Monaten insgesamt betrug das Plus 16,1 Prozent auf 7.733 Megawatt. Zwischen Juli und September bestellten Kunden insgesamt 427 Windkraftanlagen für Projekte in 10 Ländern. Die stärksten Einzelmärkte waren die Türkei, Deutschland und die USA.

TAGESTHEMA II

US-Präsident Donald Trump drängt Russland und die Ukraine, einer Einstellung der Angriffe auf die Energieinfrastruktur des jeweils anderen zuzustimmen. "Ab sofort gilt ein Energie-Waffenstillstand im Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Beide Parteien haben zugestimmt", postete Trump auf Truth Social, obwohl Moskau ein solches Abkommen bislang ablehnt und es keine Anzeichen für eine Einigung gibt. Gleichzeitig sieht sich das Weiße Haus mit parteiübergreifender Kritik an den Schritten der vergangenen Tage konfrontiert, den Druck der USA auf Moskau zu verringern und Kiew die Schuld für die anhaltenden Kämpfe zuzuschieben. Trumps jüngste Erklärung erfolgte vor dem Hintergrund massiven Widerstands im Kongress gegen seine Entscheidung, Russland den Export von Öl in die USA und auf die Weltmärkte zu gestatten, sowie gegen seine scharfen Äußerungen gegenüber dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Am Sonntag veröffentlichte eine Gruppe demokratischer und republikanischer Senatoren eine gemeinsame Erklärung, in der sie Trumps Exportplan als illegal und unvereinbar mit einem Gesetz von 2022 bezeichneten, das russische Energieimporte verbietet.

AUSBLICK UNTERNEHMEN

11:00 DE/Volkswagen AG (VW), Absatzzahlen 3Q

Im Laufe des Tages

- DE/Porsche AG, Pre-Close-Call 3Q

AUSBLICK KONJUNKTUR

Keine relevanten Daten angekündigt.

ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES

Index            zuletzt +/- % 
DAX Futures        25.380,00  +0,6 
E-Mini-Future S&P-500   7.885,25  +0,3 
E-Mini-Future Nasdaq-100 31.242,00  +0,4 
Topix (Tokio)         Feiertag 
Hang-Seng (Hongk.)    24.205,82  -0,0 
Shanghai-Comp.       3.803,46  -0,3 
 
Vortag: 
INDEX        Schluss +/- % 
DAX        25.087,27  +1,1 
DAX-Future    25.262,00  +1,2 
MDAX       29.989,90  +1,6 
TecDAX       3.978,41  +0,3 
SDAX       18.098,20  +1,6 
Euro-Stoxx-50   6.173,37  +0,8 
Stoxx-50      5.305,21  +0,9 
XDAX       25.170,92  +0,3 
Dow-Jones     51.654,95  +0,8 
S&P-500      7.811,54  +0,6 
Nasdaq Composite 27.366,17  +0,6 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: Die Börsen dürften mit Aufschägen starten. US-Präsident Donald Trump hat mit sofortiger Wirkung eine "Energie-Waffenruhe" im ukrainisch-russischen Krieg erklärt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einer "guten Nachricht", nun müsse die Waffenruhe nur noch umgesetzt werden. Derweil hat Russland die Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur aber fortgesetzt. Trump hatte zudem eine Vereinbarung zur Lieferung russischen Diesels in die USA und den Weltmarkt verkündet. Der US-Präsident steht kurz vor den Zwischenwahlen wegen der hohen Energiepreise in den USA unter Druck. Brent gibt am Morgen leicht nach. Insgesamt positiv ist, dass die Rendite der 10-jährigen US-Benchmarkanleihe deutlicher unter den jüngsten 24-Jahreshochs verbleibt. Derweil dreht sich das KI-Übernahmekarussell weiter. Laut Medienberichten sollen Amazon und Nvidia vor Zukäufen stehen. Die Nachrichten unterstreichen, dass der milliardenschwere Investitionsboom in den KI-Bereich weiter intakt ist.

Rückblick: Freundlich - Für mehr Risikobereitschaft sorgten zunächst gesunkene Ölpreise und Marktzinsen, auch wenn diese positiven Effekt im späten Geschäft ausliefen - es tat der positiven Stimmungen keinen Abbruch. Die meistbeachtete US-Zehnjahresrendite bewegte sich klar unter den jüngsten 24-Jahreshochs. Eine erneut problemlos verlaufene große Auktion von US-Staatsanleihen am Vorabend beruhigte. Der Telekom-Subindex bildete mit minus 2,9 Prozent das Schlusslicht. Denn SpaceX verstärkte ihre Anstrengungen, ins US-Mobilfunkgeschäft einzusteigen. Wegen der US-Tochter T-Mobile US brachen Deutsche Telekom um 7,9 Prozent ein. BT Group gaben 2,4 Prozent nach, Orange 2,6, Vodafone 4,9 und Telefonica 4,6 Prozent. Fest zeigten sich dagegen Softwareaktien. Im DAX schossen SAP um 3,7 Prozent nach oben, Sage legten um 4,3 und Relx um 4,8 Prozent zu, Wolters Kluwer um 4,5 und Dassault Systemes um 0,7 sowie Temenos um 2,5 Prozent. Nemetschek machten sogar einen Satz um 4,9 Prozent. Capgemini gewannen 3,8 Prozent. Laut Berichten könnte der Jahresumsatz von OpenAI deutlich unter den bisherigen Annahmen ausfallen. Anleger schätzten die Risiken einer schnellen Verdrängung herkömmlicher Software durch KI daher geringer ein. Arcelormittal legten nach einer UBS-Kaufempfehlung um 5,6 Prozent zu. Roche verteuerten sich um 1,5 Prozent nach einer Zulassung in den USA.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Freundlich - Mit Abschlägen von 0,2 Prozent partizipierten BASF nicht an der Rally des Gesamtmarkts. Belastend dürfte ein Reuters-Bericht gewirkt haben, wonach laut einem Insider die aktuelle Offerte von BASF für Evonik nicht das letzte Wort ist. Evonik gewannen 1,8 Prozent. Um 6,6 Prozent nach oben ging es für Rational, nachdem RBC die Aktie des Großküchenherstellers auf "Outperform" erhöht hatte. Gleiches machte das Analysehaus mit Heidelberg Materials, hier ging es um 1,8 Prozent nordwärts. Salzgitter schossen nach einer Hochstufung auf "Buy" durch die UBS sogar um 13,4 Prozent nach oben, im Sog ging es für die Titel von Thyssenkrupp um 6,7 Prozent nach oben.

USA - AKTIEN

Freundlich - Der Aktienmarkt hing zunächst ganz entscheidend an der Ölpreisentwicklung und den Anleiherenditen. Zwar drehten die Rohölpreise im späten Geschäfts knapp ins Plus, gleichwohl erreichen die Inflationssorgen nicht mehr das jüngste Schreckensniveau. Denn die Stimmung der Verbraucher hat sich im Oktober eingetrübt und dies deutlicher als erwartet. Diese Entwicklung dürfte die Inflation im Zaum halten, so die Markthoffnung. Die Anleiherenditen zogen mit den Ölpreisen gleichwohl wieder etwas an, bewegten sich aber klar unter den jüngsten 24-Jahreshochs. Die Verwirrung um die Umsatzentwicklung von OpenAI, die am Vortag die Sektorwerte belastet hatte, schien sich indes nicht ganz gelegt zu haben. Berichte über einen deutlich niedrigeren Erlös bei OpenAI als zunächst kommuniziert hatten für Unruhe gesorgt, aber offenbar ging die Diskrepanz aus unterschiedlichen Berechnungsmethoden zurück. Dieser Umstand stützt zunächst, dann drehten die Sektorwerte ins Minus: Intel verloren 2,2 Prozent, AMD 2 Prozent und Nvidia 0,5 Prozent. Aktien aus dem Telekommunikationssektor stachen mit deutlichen Abgaben hervor. SpaceX (+1,3%) will ihre Anstrengungen verstärken, ins US-Mobilfunkgeschäft einzusteigen. T-Mobile US brachen 13 Prozent ein, Verizon Communications verloren 8,7 Prozent und AT&T 9,8 Prozent. Um 1,1 Prozent wurden Apple tiefer gehandelt. Laut einem Bericht reduziert der Technologiekonzern wegen einer schwächelnden Nachfrage die Bestellungen für iPhone-Bauteile.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries      Rendite  +/- 
2 Jahre           4,79 +0,04 
10 Jahre          5,25 +0,01 
 

Mit den Ölpreisen drehten auch die Renditen ins Plus. Für Beruhigung sorgte, dass am Vorabend die dritte Auktion von US-Staatsanleihen in dieser Woche erneut problemlos über die Bühne ging, womit sich Befürchtungen über eine nachlassende Nachfrage zerstreuten.

DEVISENMARKT

DEVISEN    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17.31 
EUR/USD     1,1207  +0,1  0,0006     1,1201   1,1193 
EUR/JPY     177,44  +0,1  0,1300    177,3100  177,2500 
EUR/CHF     0,9303  +0,1  0,0005     0,9298   0,9300 
EUR/GBP     0,8461  -0,0  -0,0001     0,8462   0,8460 
USD/JPY     158,32  +0,0  0,0100    158,3100  158,3500 
GBP/USD     1,3241  +0,1  0,0010     1,3231   1,3228 
USD/CNY     6,6918  0,0  -0,0002     6,6920   6,6920 
USD/CNH     6,693  0,0  0,0003     6,6927   6,6935 
AUS/USD     0,698  -0,0  -0,0002     0,6982   0,6976 
Bitcoin/USD 83.956,63  +0,4  342,08    83.614,55 82.949,37 
 

Mit den leicht gestiegen Renditen kletterte auch der US-Dollar, der Dollar-Index rückte um 0,04 Prozent vor. Der Euro verlor 0,1 Prozent auf 1,1202 Dollar. Der Greenback hat laut ING-Analyst Francesco Pesole nur begrenzten Spielraum für einen Rückgang, da die Anleihemärkte und die Risikostimmung fragil blieben, während von der US-Notenbank erwartet werde, dass sie die Zinsen im Dezember erneut anheben werde.

Die jüngst deutlichen Gewinne des Won gegenüber dem US-Dollar werden durch die robusten Exporte Südkoreas und den sich ausweitenden Leistungsbilanzüberschuss gestützt, wie die Analysten der KB Kookmin Bank urteilen. Der Won hat jüngst den höchsten Stand seit Oktober 2024 zum US-Dollar markiert.

ROHSTOFFE

METALLE

Metalle    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold     4.196,72  +0,1   2,89    4.193,83 
Silber      61,02  +0,3   0,21      60,81 
Platin    1.698,90  +0,7   11,69    1.687,21 
 

Die sich unter ihren jüngsten Hochs bewegenden Renditen machten Gold attraktiver, die Feinunze versteuerte sich zum Settlement um 1,4 Prozent auf 4.191 Dollar.

ÖL

ROHÖL     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    90,38  -1,6   -1,47      91,85 
Brent/ICE    103,32  -1,3   -1,40     104,72 
 

Die Ölpreise kamen zunächst zurück, nachdem US-Präsident Donald Trump von produktiven Gesprächen mit Teheran gesprochen und zumindest kurzfristig keine Angriffe auf den Iran avisiert hatte. Zuletzt verteuerte sich Erdöl der Sorte Brent um 0,4 Prozent auf 104,72 Dollar - gestützt von Wirbelstum Isaias, der die Ölförderung im Golf von Mexiko einschränkte.

MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR

BASF/EVONIK/RAG-STIFTUNG

Evonik muss im Abwehrkampf gegen die Übernahmepläne von BASF vorerst ohne ein klares Bekenntnis der RAG-Stiftung auskommen. Das Kuratorium der Stiftung, die 44 Prozent der Anteile hält, hatte erstmals über die Offerte beraten. Anschließend teilte die Stiftung lediglich mit, das Kuratorium habe sich vom Vorstand über das Übernahmeinteresse von BASF an Evonik informieren lassen. Wie das Handelsblatt aus Kreisen erfuhr, will sich der Hauptaktionär vorerst bewusst heraushalten. (Handelsblatt)

BMW

will sich angesichts des hohen Kostendrucks mithilfe von Künstlicher Intelligenz neu aufstellen. Dabei sollen KI-Agenten zunehmend eigenständig Aufgaben und komplexe Abläufe übernehmen. Im Einkauf testet BMW bereits vier spezialisierte Agenten für Flexibilität, Risiken, Qualität und Materialkosten. Allein dort sollen zunächst Einsparungen im mittleren dreistelligen Millionenbereich erzielt werden. Ob das gelingt, hängt auch von der konzernweiten Standardisierung und der Zusammenarbeit über Ressortgrenzen hinweg ab. (Handelsblatt)

HELSING

Die Rüstungsfirma hat Insidern zufolge mehr Zeit für die Zulassung ihrer Kampfdrohne durch die Bundeswehr erhalten. Bisher stehe bei der HX2-Drohne von Helsing noch ein notwendiger Test aus, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen dem Handelsblatt. Dafür habe die Firma bis Ende Oktober Zeit erhalten. Das Bundesverteidigungsministerium bestätigte auf Anfrage, einem Unternehmen sei zusätzliche Zeit zur Erfüllung eines Meilensteins gewährt worden, da die Verzögerung nicht durch den Auftragnehmer selbst verursacht worden sei. Ob es sich um Helsing oder den Mitbewerber Stark Defense handelte, wollte das Ministerium nicht mitteilen. (Handelsblatt)

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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October 12, 2026 01:33 ET (05:33 GMT)

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