DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien
FEIERTAGSHINWEIS
MONTAG: In Japan bleiben die Börsen wegen des Feiertages "Tag zum Sport" geschlossen. In den USA ruht der Anleihehandel wegen des Tags der amerikanischen Ureinwohner bzw. wegen des "Columbus-Day".
TAGESTHEMA
US-Präsident Donald Trump drängt Russland und die Ukraine, einer Einstellung der Angriffe auf die Energieinfrastruktur des jeweils anderen zuzustimmen. "Ab sofort gilt ein ENERGIE-WAFFENSTILLSTAND im Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Beide Parteien haben zugestimmt", postete Trump am Sonntag auf Truth Social, obwohl Moskau ein solches Abkommen bislang ablehnt und es keine Anzeichen für eine Einigung gibt. Gleichzeitig sieht sich das Weiße Haus mit parteiübergreifender Kritik an den Schritten der vergangenen Tage konfrontiert, den Druck der USA auf Moskau zu verringern und Kiew die Schuld für die anhaltenden Kämpfe zuzuschieben. Trumps jüngste Erklärung erfolgte vor dem Hintergrund massiven Widerstands im Kongress gegen seine Entscheidung, Russland den Export von Öl in die USA und auf die Weltmärkte zu gestatten, sowie gegen seine scharfen Äußerungen gegenüber dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Am Sonntag veröffentlichte eine Gruppe demokratischer und republikanischer Senatoren eine gemeinsame Erklärung, in der sie Trumps Exportplan als illegal und unvereinbar mit einem Gesetz von 2022 bezeichneten, das russische Energieimporte verbietet. Der Präsident bemüht sich wenige Wochen vor den US-Zwischenwahlen um eine rasche Senkung der Energiepreise, da die durch den Iran-Krieg und den Russland-Ukraine-Konflikt getriebenen hohen Preise für Benzin und Diesel zur Unzufriedenheit der Wähler gegenüber den Republikanern beitragen. Analysten sagten jedoch, dass die Auswirkungen der neuen russischen Lieferungen auf die Preise wahrscheinlich minimal wären. Trump hatte bereits am 14. September einen solchen Waffenstillstand verkündet, doch Russland und die Ukraine setzten ihre Angriffe fort.
AUSBLICK UNTERNEHMEN +
Keine relevanten Termine angekündigt.
AUSBLICK KONJUNKTUR
Es stehen keine wichtigen Daten auf der Agenda.
ÜBERSICHT INDIZES
Index zuletzt +/- % E-Mini-Future S&P-500 7.885,25 +0,3 E-Mini-Future Nasdaq-100 31.239,00 +0,4 S&P/ASX 200 (Sydney) 8.783,20 +0,8 Topix-500 (Tokio) FEIERTAG Kospi (Seoul) 6.401,06 -3,4 Shanghai-Composite 3.807,27 -0,2 Hang-Seng-Index (Hongkong) 24.215,23 +0,0
FINANZMÄRKTE
OSTASIEN (VERLAUF)
Mehrheitlich mit leicht positiven Vorzeichen zeigen sich die Börsen in Ostasien und Australien zu Wochenbeginn. Der negative Ausreißer ist die Börse in Seoul, wo es nach der Feiertagspause am Freitag für den Kospi um 3,4 Prozent nach unten geht. Hier belasten die Abgaben der beiden Index-Schwergewichte Samsung Electronics (-3,8%) und SK Hynix (-3,5%). Die Chip-Werte waren am Donnerstag unter Abgabedruck geraten, nachdem die Financial Times berichtet hatte, der Jahresumsatz von OpenAI falle offenbar niedriger aus als bislang signalisiert. Das könne für Halbleiterhersteller eine geringere Nachfrage bedeuten. Zudem wartet der Markt mit Spannung auf die Quartalszahlen von Taiwan Semiconductor am Donnerstag, an dem der weltgrößte Chip-Hersteller voraussichtlich das sechste Quartal in Folge Rekordgewinne vermelden wird, da die Nachfrage nach KI-Chips weiterhin stark ist. Die Aktien von Taiwan Semiconductor notieren kaum verändert. Leicht stützend wirkt an den Börsen auch der Rückgang der Ölpreise. US-Präsident Trump hatte eine "Energie-Waffenruhe" im Ukraine-Krieg ausgerufen, auch wenn diese weder von der Ukraine noch von Russland bestätigt wurde. Dagegen belasten die erneuten Angriffe der Huthi-Rebellen in Saudi-Arabien nicht. Übergeordnet sprechen Markteilnehmer von einer abwartenden Haltung. Es stehen im Wochenverlauf eine ganze Reihe von wichtigen US-Konjunkturdaten auf der Agenda. Dazu legen wichtige US-Unternehmen ihre Quartalszahlen vor, darunter Intel, 3M, Netflix, Tesla und Texas Instruments.
WALL STREET
INDEX Schluss +/- %
Dow-Jones 51.654,95 +0,8
S&P-500 7.811,54 +0,6
Nasdaq Composite 27.366,17 +0,6
Umsatzdaten
Freitag Donnerstag
Umsatz NYSE (Aktien) 1,07 Mrd 1,83 Mrd
Gewinner 1.539 1.710
Verlierer 1.177 1.016
Unverändert 78 86
Freundlich - Der Aktienmarkt hing zunächst ganz entscheidend an der Ölpreisentwicklung und den Anleiherenditen. Zwar drehten die Rohölpreise im späten Geschäfts knapp ins Plus, gleichwohl erreichen die Inflationssorgen nicht mehr das jüngste Schreckensniveau. Denn die Stimmung der Verbraucher hat sich im Oktober eingetrübt und dies deutlicher als erwartet. Diese Entwicklung dürfte die Inflation im Zaum halten, so die Markthoffnung. Die Anleiherenditen zogen mit den Ölpreisen gleichwohl wieder etwas an, bewegten sich aber klar unter den jüngsten 24-Jahreshochs. Die Verwirrung um die Umsatzentwicklung von OpenAI, die am Vortag die Sektorwerte belastet hatte, schien sich indes nicht ganz gelegt zu haben. Berichte über einen deutlich niedrigeren Erlös bei OpenAI als zunächst kommuniziert hatten für Unruhe gesorgt, aber offenbar ging die Diskrepanz aus unterschiedlichen Berechnungsmethoden zurück. Dieser Umstand stützt zunächst, dann drehten die Sektorwerte ins Minus: Intel verloren 2,2 Prozent, AMD 2 Prozent und Nvidia 0,5 Prozent. Aktien aus dem Telekommunikationssektor stachen mit deutlichen Abgaben hervor. SpaceX (+1,3%) will ihre Anstrengungen verstärken, ins US-Mobilfunkgeschäft einzusteigen. T-Mobile US brachen 13 Prozent ein, Verizon Communications verloren 8,7 Prozent und AT&T 9,8 Prozent. Um 1,1 Prozent wurden Apple tiefer gehandelt. Laut einem Bericht reduziert der Technologiekonzern wegen einer schwächelnden Nachfrage die Bestellungen für iPhone-Bauteile.
USA - ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/- 2 Jahre 4,79 +0,04 10 Jahre 5,25 +0,01
Mit den Ölpreisen drehten auch die Renditen ins Plus. Für Beruhigung sorgte, dass am Vorabend die dritte Auktion von US-Staatsanleihen in dieser Woche erneut problemlos über die Bühne ging, womit sich Befürchtungen über eine nachlassende Nachfrage zerstreuten.
DEVISENMARKT
DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Fr, 9:45 Uhr % YTD EUR/USD 1,1202 +0,0 1,1201 1,1228 -4,6 EUR/JPY 177,39 +0,1 177,31 177,81 -3,6 EUR/GBP 0,8460 -0,0 0,8462 0,8479 -2,9 USD/JPY 158,33 +0,0 158,31 158,34 +1,1 USD/KRW 1.336,32 -0,3 1.340,25 1.342,43 -7,2 USD/CNY 6,6930 +0,0 6,6920 6,6927 -4,3 USD/CNH 6,6942 +0,0 6,6927 6,6931 -4,0 USD/HKD 7,8477 0,0 7,8474 7,8475 +0,8 AUD/USD 0,6975 -0,1 0,6982 0,6979 +4,5 NZD/USD 0,5602 -0,1 0,5609 0,5613 -2,7 BTC/USD 83.785,56 +0,2 83.614,55 82.485,00 -4,5
Mit den leicht gestiegen Renditen kletterte auch der US-Dollar, der Dollar-Index rückte um 0,04 Prozent vor. Der Euro verlor 0,1 Prozent auf 1,1202 Dollar. Der Greenback hat laut ING-Analyst Francesco Pesole nur begrenzten Spielraum für einen Rückgang, da die Anleihemärkte und die Risikostimmung fragil blieben, während von der US-Notenbank erwartet werde, dass sie die Zinsen im Dezember erneut anheben werde.
ROHSTOFFE
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.185,48 -0,2 -8,35 4.193,83 Silber 60,90 +0,2 0,10 60,81 Platin 1.696,65 +0,6 9,44 1.687,21
Die sich unter ihren jüngsten Hochs bewegenden Renditen machten Gold attraktiver, die Feinunze versteuerte sich zum Settlement um 1,4 Prozent auf 4.191 Dollar.
ÖL
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 90,63 -1,3 -1,22 91,85 Brent/ICE 103,62 -1,1 -1,10 104,72
Die Ölpreise kamen zunächst zurück, nachdem US-Präsident Donald Trump von produktiven Gesprächen mit Teheran gesprochen und zumindest kurzfristig keine Angriffe auf den Iran avisiert hatte. Zuletzt verteuerte sich Erdöl der Sorte Brent um 0,4 Prozent auf 104,72 Dollar - gestützt von Wirbelstum Isaias, der die Ölförderung im Golf von Mexiko einschränkte. Im asiatischen Handel am Montag geht es mit den Ölpreisen nach unten. US-Präsident Trump hat eine "Energie-Waffenruhe" im Ukraine-Krieg ausgerufen, auch wenn diese weder von der Ukraine noch von Russland bestätigt wurde. Dagegen belasten die erneuten Angriffe der Huthi-Rebellen in Saudi-Arabien nicht.
MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR
AMAZON
will sich im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) offenbar mit einer milliardenschweren Übernahme verstärken. Der Konzern führe Gespräche über eine Übernahme des KI-Startups Decart, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen. In einem Deal könnte Decart mit rund 7 Milliarden US-Dollar bewertet werden. Die Software des in San Francisco ansässigen Unternehmens Decart erleichtert Entwicklern den Wechsel zwischen verschiedenen KI-Chips. Dies wird zunehmend wichtiger, da Unternehmen im Wettlauf um die Sicherung von mehr Rechenleistung stehen. Eine Einigung könnte bald zustande kommen, sagten die Personen, vorausgesetzt, die Gespräche scheitern nicht oder es taucht kein anderer Interessent auf.
NVIDIA
führt Gespräche über eine Übernahme oder eine Aufstockung seiner Beteiligung an dem US-Startup Reflection AI. Das Unternehmen entwickelt Open-Weight-Modelle, von denen sich die Regierung von US-Präsident Trump erhofft, dass sie mit günstigen chinesischen Alternativen konkurrieren können, wie die Financial Times berichtet. Die Gespräche befänden sich in einem frühen Stadium, und ein Deal könnte verschiedene Formen annehmen.
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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October 12, 2026 01:39 ET (05:39 GMT)
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