HAMBURG (dpa-AFX) - Der Windkraftanlagenbauer Nordex hat im dritten Quartal deutlich mehr Bestellungen in die Bücher genommen als ein Jahr zuvor. Ohne das Servicegeschäft gingen Aufträge für gut 2,8 Gigawatt Leistung ein, das waren fast 30 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das MDax-Unternehmen am Montag in Hamburg mitteilte. Der durchschnittliche Verkaufspreis ging jedoch von 0,93 Millionen Euro je Megawatt Leistung im Vorjahr auf 0,90 Millionen Euro zurück. An der Börse kam der Zuwachs beim Neugeschäft gut an.
Die Aktie gehörte am Vormittag zu den größten Gewinnern im Mittelwertesegment MDax . Sie legte um gut drei Prozent auf 36,56 Euro zu und erholte sich weiter von ihren jüngsten Verlusten. Analyst Constantin Hesse vom Analysehaus Jefferies attestierte dem Hersteller von Windkraftanlagen einen starken Auftragseingang im dritten Quartal. Die Gesamtleistung der bestellten Anlagen liege um 13 Prozent über der Konsensschätzung.
Seit ihrem Jahreshoch Ende April bei 51,70 Euro steht zwar immer noch ein Kursminus von rund 30 Prozent zu Buche. Allerdings verzeichnet das Papier seit dem Jahreswechsel ein Plus von gut einem Viertel. In den vergangenen zwölf Monaten hat sich die Aktie um die Hälfte verteuert.
"Unser Auftragseingang wird zunehmend internationaler, und das dritte Quartal bestätigt diese Entwicklung", sagte Unternehmenschef José Luis Blanco laut Mitteilung. Kunden bestellten insgesamt 427 Windkraftanlagen für Projekte in 10 Ländern. Die stärksten Einzelmärkte waren demnach Deutschland, die USA und die Türkei.
Nach den ersten neun Monaten des Jahres liegen die Orders von Nordex mit gut 7,7 Gigawatt rund 16 Prozent über dem Vorjahreszeitraum, der Verkaufspreis zog in diesem Zeitraum leicht an auf 0,93 Millionen Euro je Megawatt Leistung. "Die Entwicklung ist in erster Linie auf den Projektumfang und regionale Mix-Effekte zurückzuführen, bei weiterhin stabilem Preisumfeld", hieß es zur Preisentwicklung im dritten Quartal und im Dreivierteljahr./mne/men/mis




