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MÄRKTE EUROPA/Börsen weiter auf dem Weg nach oben

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen weiter auf dem Weg nach oben

DOW JONES--Die europäischen Börsen setzen am Montag die Aufwärtsbewegung vom Freitag fort. Für Rückenwind sorgt laut Marktteilnehmern die fortgesetzte Ruhe an den Anleihemärkten. Mit zuletzt 5,24 Prozent verharrt die 10-jährige US-Rendite unter dem jüngsten Mehrdekadenhochs bei 2,36 Prozent. Beruhigt hat sich außerdem die viel beachtete Zinsdifferenz zwischen deutschen und französischen Anleihen vor dem Hintergrund der Haushaltsprobleme Frankreichs.

Der DAX gewinnt 0,8 Prozent auf 25.287 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,6 Prozent nach oben. Für Unterstützung sorgt der wieder schwächere Euro. Er fällt auf 1,1179 Dollar, was günstig für die Exportindustrie der Eurozone ist.

Manche Marktteilnehmer sehen als stimmungsstützend auch, dass US-Präsident Trump eine begrenzte "Energie-Waffenruhe" im ukrainisch-russischen Krieg erklärt hat, also ein Aussetzen der Angriffe auf Energieinfrastruktur. Gleichwohl zeigen sich die eigentlich Beteiligten davon überrascht und offenbar hakt es bislang auch an der Umsetzung.

Gut weggesteckt werden wieder steigende Ölpreise. Die zeigen sich wiederum unbeeindruckt davon, dass nach einem Deal zwischen Trump und dem russischen Präsidente Putin wieder russisches Diesel auf den Weltmarkt kommt, im Gegenzug für gelockerte US-Sanktionen. Gemessen am weltweiten Energieverbrauch gehe es dabei aber um keine große Menge, heißt es im Handel.

Die Nachrichtenlage ist dünn, der Tageskalender gibt kaum etwas her. Am Dienstag beginnt dann in den USA die Berichtssaison der Unternehmen.

Autoaktien steigen mit dem breiten Markt. Für etwas Unterstützung sorge die Einigung zwischen Europa und China über Exportbeschränkungen für Hybridautos, sagen Börsianer. Damit scheine eine weitere Eskalation des Handelskonflikts vorerst abgewendet. Für VW geht es um 0,7 Prozent nach oben - und das trotz schwacher Absatzzahlen, insbesondere in China. BMW gewinnen 0,7 Prozent und Mercedes-Benz 0,3 Prozent. In Paris legen Renault um 1,8 Prozent zu, Stellantis verteuern sich um 2,1 Prozent.

Bei Rüstungsaktien stützt eine Sektorstudie von Morgan Stanley. Die Analysten erwarten einen Anstieg der Aufträge, was zum Auslöser für eine saisonale Rally werden könnte. Deutschlands Verteidigungsausgaben träten in eine Phase spürbarer Beschleunigung. Rheinmetall gewinnen 2,4 Prozent und führen die Gewinnerliste im DAX an, Renk legen um 1,2, Hensoldt um 3,8 oder TKMS um 2,5 Prozent. Leonardo liegen 1,1 Prozent vorne, Thales 1,8 Prozent.

Ahold Delhaize verlieren 2,2 Prozent mit der Mitteilung, dass der Einzelhändler Opfer eines Cybersicherheitsvorfalls geworden ist, worauf als Vorsichtsmaßnahme einige Systeme vom Netz genommen wurden.

Nordex hat im dritten Quartal den Auftragseingang um 29,5 Prozent gesteigert und dabei die Internationalisierung der Auftragsbasis vorangetrieben. Die Aktie des Windkraftunternehmens gewinnt 2,4 Prozent.

Nach einem niedrigeren Kursziel durch die Deutsche Bank verlieren Verbio 3,3 Prozent. Das operative Ergebnis dürfte von einem schwachen Bioethanolpreis belastet worden sein, erwarten die Analysten.

Index       zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50   6.209,57  +0,6   36,20    6.173,37    7,2 
Stoxx-50     5.343,01  +0,7   37,80    5.305,21    8,6 
DAX       25.286,05  +0,8   198,78    25.087,27    3,2 
MDAX       30.149,16  +0,5   159,26    27.039,42    -1,5 
TecDAX      3.999,32  +0,5   20,91    3.091,28    10,4 
SDAX       18.114,09  +0,1   15,89    13.062,07    5,5 
FTSE       10.639,15  +0,8   87,10    10.552,05    7,1 
CAC        7.834,50  +0,4   31,17    7.803,33    -3,9 
SMI       13.854,32  +0,5   66,92    13.787,40    4,4 
ATX        6.614,39  +1,1   70,94    6.543,45    24,2 
 
 
DEVISEN      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17.31 
EUR/USD       1,1179  -0,2  -0,0022     1,1201   1,1193 
EUR/JPY       177,29  -0,0  -0,0200     177,31  177,2500 
EUR/CHF       0,931  +0,1   0,0012     0,9298   0,9300 
EUR/GBP       0,8446  -0,2  -0,0016     0,8462   0,8460 
USD/JPY       158,58  +0,2   0,2700     158,31  158,3500 
GBP/USD       1,3232  +0,0   0,0001     1,3231   1,3228 
USD/CNY       6,6925  +0,0   0,0005     6,6920   6,6920 
USD/CNH       6,6938  +0,0   0,0011     6,6927   6,6935 
AUS/USD       0,6973  -0,1  -0,0009     0,6982   0,6976 
Bitcoin/USD   83.287,47  -0,4  -327,08    83.614,55 82.949,37 
 
 
ROHOEL       zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex      93,19  +1,5    1,34      91,85 
Brent/ICE      106,05  +1,3    1,33     104,72 
 
 
Metalle      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold       4.170,27  -0,6   -23,56    4.193,83 
Silber        60,62  -0,3   -0,19      60,81 
Platin      1.694,90  +0,5    7,69    1.687,21 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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October 12, 2026 08:09 ET (12:09 GMT)

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