DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
IWF lässt BIP-Prognosen nahezu unverändert - deutsche steigt
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognosen für das Wachstum der Weltwirtschaft im laufenden und kommenden Jahr nahezu unverändert gelassen. Wie aus dem aktuellen Weltwirtschaftsausblick hervor geht, wurde aber die deutsche Prognose für 2026 deutlich angehoben, während Frankreichs Prognosen gesenkt wurden. Der IWF rechnet für 2026 mit einem Anstieg des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,1 (Juli-Prognose: 3,0) Prozent und für 2027 mit unverändert 3,4 Prozent Wachstum. Für den Euroraum kalkuliert der IWF mit Wachstumsraten von 1,1 (9,9) und 1,2 (1,2) Prozent. Dahinter stecken höhere Wachstumsprognosen für Deutschland, Italien und Spanien und niedrigere für Frankreich. Deutschland traut der IWF nun BIP-Zuwächse von 1,3 (0,7) und 1,1 (1,0) Prozent zu, Italien 0,8 (0,5) und 0,6 (0,5) Prozent Wachstum sowie Spanien 2,5 (2,1) und 1,8 (1,8) Prozent. Frankreichs Wachstum wird dagegen nur noch bei 0,4 (0,6) und 0,7 (0,9) Prozent gesehen.
IWF: USA könnten von einer KI-Marktkorrektur am härtesten getroffen werden
Der Boom bei Investitionen in Künstliche Intelligen (KI) hat das globale Wirtschaftswachstum durch den Schock an den Energiemärkten getragen. Dies könnte jedoch ein abruptes Ende nehmen, warnt der Internationale Währungsfonds (IWF). Sollten die erwarteten Gewinne und Produktivitätssteigerungen durch KI ausbleiben, prognostiziert der Fonds einen drastischen Rückgang der Investitionen im Technologiesektor, der sich auf die USA konzentrieren würde. In einem Szenario einer Marktkorrektur würde ein Abbau von KI-bezogenen Investitionen die US-Investitionen in den kommenden Jahren um 5 Prozent und das Bruttoinlandsprodukt um 0,8 Prozent verringern, teilte der IWF am Dienstag mit. Dies würde einen Ausverkauf von Vermögenswerten und strengere Finanzierungsbedingungen auslösen, was sich auf alle Volkswirtschaften auswirken würde.
Globales Finanzsystem tut sich laut IWF schwer bei der Abwehr von Cyberangriffen
Das globale Finanzsystem ist einer sich verschärfenden Bedrohung durch Cyberangriffe ausgesetzt. Die Softwareanbieter hielten dabei kaum noch Schritt mit den Fortschritten der Hacking-Technologie, warnte der Internationale Währungsfonds am Dienstag. In mehr als 70 Prozent der in diesem Jahr bislang gemeldeten Angriffe hätten Softwareanbieter fast keine Zeit gehabt, Sicherheitslücken zu schließen, bevor Angreifer diese ausnutzten, teilte der IWF in seinem jüngsten Bericht zur Finanzstabilität mit. Dies sei mehr als das Doppelte des Anteils aus dem Jahr 2021. Damals hätten Anbieter in der Regel fast 300 Tage Zeit gehabt, um Schwachstellen zu beheben, fügte er hinzu. Fortschrittliche Modelle der Künstlichen Intelligenz (KI) könnten sowohl Angriffe als auch die Verteidigung beschleunigen, so der IWF. Dies erhöhe die Bedeutung von Cyber-Resilienz, der Meldung von Vorfällen, der Krisenvorsorge und der Überwachung kritischer Drittanbieter.
Destatis bestätigt Anstieg deutscher HVPI-Inflation auf 3,3%
Der Inflationsdruck in Deutschland hat im September wie erwartet zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in zweiter Veröffentlichung mitteilte, stieg der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent und lag um 3,3 (August: 2,9) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Auch der nationale Verbraucherpreisindex erhöhte sich um 0,6 und 3,3 (2,9) Prozent. Damit bestätigte Destatis wie erwartet die Angaben der vorläufigen Veröffentlichung. Die Kernverbraucherpreise stiegen mit Raten von 0,2 und 2,4 (2,4) Prozent. Die Energiepreise stiegen mit einer Jahresrate von 14,9 (10,5) Prozent und die Nahrungsmittelpreise um 0,4 (0,1) Prozent. Waren insgesamt verteuerten sich um 3,8 Prozent und Dienstleistungen um 2,7 Prozent.
Flughafen Frankfurt im September mit höherem Passagier- und Frachtaufkommen
Der Flughafen Frankfurt hat im September ein höheres Passagier- und Frachtaufkommen verzeichnet. Wie Fraport mitteilte, wurden im vergangenen Monat mit rund 6,1 Millionen Passagieren 1,6 Prozent mehr abgefertig als im entsprechenden Vorjahresmonat. Da in Bayern und Baden-Württemberg noch Sommerferien waren, seien klassische Urlaubsdestinationen auch im September sehr gefragt gewesen, so der Flughafenbetreiber. Das Cargo-Volumen legte um 2,5 Prozent auf 174.773 Tonnen zu. Die Zahl der Flugbewegungen verringert sich um 3,5 Prozent auf 40.539 Starts und Landungen. Als maßgeblichen Grund dafür nannte Fraport Rückgänge im innerdeutschen Verkehr von 25,2 Prozent, insbesondere durch eingestellte Verbindungen nach Bremen und Stuttgart.
Australiens Zentralbank lässt Tür für fünfte Zinserhöhung offen
Die Reserve Bank of Australia hat sich die Möglichkeit einer weiteren Zinserhöhung offengehalten. Sie warnte, dass sich mehrere der zuvor identifizierten Aufwärtsrisiken für die Inflation bereits konkretisierten. Das Board werde weiterhin tun, was es für notwendig erachte, um eine niedrige Inflation zu erreichen, â einschließlich einer weiteren Erhöhung des Leitzinsziels, falls erforderlichâ oe, teilte die Bank in dem am Dienstag veröffentlichten Protokoll ihrer geldpolitischen Sitzung vom September mit. Die Kommentare deuten darauf hin, dass der offizielle Leitzins im November zum fünften Mal in diesem Jahr angehoben werden könnte. Viele Ökonomen befürchten, dass die kommenden Inflationsdaten für das dritte Quartal bestätigen werden, dass die geldpolitischen Einstellungen nicht straff genug sind.
Niederlande Inflationsrate Sep 3,4% - CBS
Niederlande Inflationsrate Aug war 3,3% - CBS
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October 13, 2026 03:30 ET (07:30 GMT)
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