DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
Zuversicht von US-Kleinunternehmen im vergangenen Monat erneut gesunken
Die Zuversicht unter den US-Kleinunternehmen ist im September erneut leicht gesunken, nachdem eine Zinserhöhung der US-Notenbank die Kreditaufnahme dämpfte. Die National Federation of Independent Business (NFIB) teilte mit, dass ihr Optimismus-Index für Kleinunternehmen im September um 0,8 Punkte auf 97,9 Punkte nachgegeben habe. Damit lag er knapp unter seinem 52-Jahres-Durchschnitt. Der Wert ist nun zwei Monate in Folge gefallen, nachdem er im Juli ein Mehrmonatshoch erreicht hatte. Er lag zudem knapp unter dem von Ökonomen im Auftrag von The Wall Street Journal erwarteten Wert von 98 Punkten.
IAB: KI bisher kein Jobkiller - aber Berufseinsteiger betroffen
Ein allgemeiner Beschäftigungseinbruch in Berufen mit hohem Einfluss durch Künstliche Intelligenz (KI) ist nach Aussage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Deutschland bisher ausgeblieben. Allerdings zeigt sich bei jungen Beschäftigten ein - im Verhältnis zur Bedeutung der schwachen Konjunktur - zwar geringer, jedoch zunehmend negativer Zusammenhang, wie das IAB in einer Analyse schreibt. "Insgesamt entwickelte sich die Vollzeitbeschäftigung in Berufen mit hoher KI-Betroffenheit seit 2022 günstiger als in Berufen mit weniger KI-Betroffenheit", heißt es.
Ifo: Strengere KI-Regulierung gefährdet zusätzliche Wertschöpfung
Deutschland kann nach Erkenntnissen des Ifo-Instituts nur einen Teil des Wertschöpfungspotenzials durch Künstliche Intelligenz (KI) nutzen, wenn der Zugang zu Trainingsdaten für KI-Modelle weiter eingeschränkt wird. Generative KI könnte Deutschland laut einer Ifo-Modellrechnung bis 2034 zusätzliche Wertschöpfung von 440 Milliarden Euro pro Jahr bringen. Diese Summe würde sich um 155 Milliarden Euro - also um gut ein Drittel - reduzieren, wenn der Zugang der KI-Entwickler zu Trainingsdaten erschwert würde. "Wer ein europäisches KI-Spitzenmodell will, kann nicht gleichzeitig den Zugang zu Trainingsdaten unnötig kompliziert machen. Beides zusammen geht nicht", sagt Ifo-Experte Oliver Falck, Leiter des Ifo-Zentrums für Innovationsökonomik und digitale Transformation.
Banken fragen 0,426 Milliarden Euro mehr EZB-Liquidität nach
Die Nachfrage der Banken des Euroraums nach Liquidität der Europäischen Zentralbank (EZB) hat beim einwöchigen Hauptrefinanzierungsgeschäft zugenommen. Wie die EZB mitteilte, wurden 18,51 Milliarden Euro nach 18,084 Milliarden in der Vorwoche zum Festzinssatz von 2,65 Prozent zugeteilt. Die Gebote von 93 (Vorwoche: 90) Instituten wurden voll bedient. Die Banken des Euroraums besorgten sich damit 0,426 Milliarden Euro mehr EZB-Liquidität. Das neue Geschäft wird am 14. Oktober 2026 valutiert und ist am 21. Oktober fällig.
Bank-of-Korea-Gouverneur Shin plädiert für eine flexible Forward Guidance
Die Forward Guidance von Zentralbanken zu den Zinssätzen birgt klare Nachteile. Doch das richtige Maß kann diese Schwächen ausgleichen, sagt der Gouverneur der Bank of Korea, Shin Hyun-song. Am Dienstag sprach Shin auf den Jahrestagungen von IWF und Weltbank in Bangkok. Er erklärte, die Kunst bestehe darin, den "Sweet Spot" zu finden. Man müsse einen Einblick in die Denkweise der Zentralbanken gewähren, ohne den politischen Entscheidungsträgern die Hände zu binden. Die Debatte über das Ausmaß der Guidance von Zentralbanken ist neu entbrannt. Dies geschah, nachdem Kevin Warsh die Rückführung der Guidance zu einer seiner ersten Prioritäten bei der US-Notenbank gemacht hatte.
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October 13, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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