BERLIN (dpa-AFX) - Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) sieht das Parlament zunehmend von außen bedroht und will die Sicherheitsvorkehrungen verstärken. Bei den Zugangskontrollen würden immer wieder gefährliche Gegenstände entdeckt, sagte Klöckner dem "Stern". Dazu gehörten etwa Kugelschreiber mit integrierten Messern, Spraydosen mit Elektroschockern und Handtaschen mit Schlagringen. Auch Personen, die eine Zuverlässigkeitsüberprüfung nicht bestanden hätten, würden abgewiesen.
"Der Bundestag hat 200 eigene Polizisten, die sind auch notwendig", betonte Klöckner. Es gelte, eine Balance zwischen einem offenen Haus und der nötigen Wachsamkeit zu finden. Parlamente und Demokratien müssten wehrhaft sein. Zugleich verwies die CDU-Politikerin auf das Gewaltmonopol der Bundestagspolizei. Private Sicherheitsdienste einzelner Fraktionen hätten im Bundestag keinen Platz./dmo/DP/zb
