DJ Lagarde dämpft Spekulation über Eingreifen der EZB in Frankreich
DOW JONES--Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, sieht Frankreich beim Lösen seiner Schuldenprobleme in der Pflicht und dämpft damit Spekulationen über ein Eingreifen der Notenbank am Anleihemarkt. Es liege an der Regierung in Paris, die Anleger zu beruhigen, sagte Lagarde dem Sender CNN in Bangkok, wie Reuters berichtet. "Es gibt besondere Umstände, die dazu führen, dass einige Länder stärker betroffen sind - Frankreich ist hierfür ein Beispiel", fügte sie hinzu. Und in diesem Fall liege die erste und wichtigste Lösung im eigenen Land, in Frankreich. Das Land sollte seine Schuldenprobleme durch eine Haushaltskonsolidierung lösen.
Französische Staatsanleihen waren besonders stark von einem weltweiten Ausverkauf betroffen. Investoren befürchten, dass politisches Gerangel im Vorfeld der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr die Bemühungen der Regierung zur Senkung des hohen Haushaltsdefizits behindern könnte. Analysten spekulieren seit Wochen darüber, ob die Europäische Zentralbank (EZB) Frankreich zur Hilfe eilen könnte.
Die EZB verfügt mit dem Transmission Protection Instrument (TPI) über ein Programm, mit dem sie unbegrenzt Staatsanleihen eines in Bedrängnis geratenen Euro-Landes kaufen könnte. Bedingung dafür ist aber, dass dieser Staat unter einer ungerechtfertigten Verschärfung seiner Finanzierungsbedingungen leidet und der Anstieg der Renditen ungeordnet erfolgt.
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October 14, 2026 03:36 ET (07:36 GMT)
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