Norderstedt (ots) -
Die Zahl der Störungsereignisse in globalen Lieferketten ist im Jahresvergleich zuletzt um 38 Prozent gestiegen. In der Luftfahrt gehört das kurzfristige Reagieren auf verschiedenste Störungen zum Tagesgeschäft. Ein neues Whitepaper von Lufthansa Industry Solutions (LHIND) erläutert, welche Prinzipien sich auf industrielle Lieferketten übertragen lassen. Beispiele aus der Automotive-Branche zeigen, wie in der Luftfahrt erprobte digitale Lösungen auch dort helfen, Risiken früher zu erkennen, Auswirkungen schneller zu bewerten und die Lieferfähigkeit zu sichern.
Flugpläne, Crews, Wartungsintervalle und Flughafenkapazitäten greifen eng ineinander. Selbst kleine Störungen innerhalb dieses Systems werden schnell teuer. Fluggesellschaften überwachen Risiken deshalb kontinuierlich, bereiten Szenarien und Alternativen vor und entscheiden auf Basis aktueller Daten. Bei der Lufthansa bündelt beispielsweise ein 24/7-Control-Tower operative Daten, Warnungen und Handlungsoptionen zu einem gemeinsamen Lagebild.
Das LHIND-Whitepaper "Impulse aus der Luftfahrt: So werden Lieferketten krisenfest" zeigt, wie sich dieser Ansatz auf die Industrie übertragen lässt. Dazu müssen Unternehmen Daten aus den Bereichen Einkauf, Logistik, Lager, Produktion und Qualitätssicherung verknüpfen. So erkennen sie nicht nur eine verspätete Lieferung, sondern auch deren Folgen. Welche Produktion ist betroffen? Welche Bestände lassen sich umleiten? Welche alternative Route ist möglich oder welcher zusätzliche Lieferant steht bereit?
Resilienz als strategischer Erfolgsfaktor
Auch die Automobilindustrie muss ihre Lieferketten zwischen Effizienz und Sicherheit neu ausrichten. "Resilienz verlangt eine durchgängige Sicht von der Materialquelle bis zum fertigen Fahrzeug", sagt Felix Mohlfeld, Head of Automotive Logistics & Manufacturing Solutions bei LHIND. "Besonders anfällig sind lange, mehrstufige Netzwerke, wie sie bei vielen Autoherstellern und ihren Zulieferern üblich sind", so Mohlfeld weiter. Fehlt hier die Transparenz, zeigen sich Störungen erst spät. Dann folgen Sondertransporte, Umplanungen und im schlimmsten Fall sogar Produktionsausfälle.
"Die Frage ist nicht mehr, ob Lieferkettenstörungen eintreten werden, sondern wie schnell Unternehmen diese erkennen, ihre Auswirkungen bewerten und wirksame Gegenmaßnahmen einleiten können", ergänzt Didem Uzun vom Business Development Americas bei LHIND. "Resilienz in der Lieferkette ist längst kein rein operatives Thema mehr, sondern ein strategischer Erfolgsfaktor", ist Uzun überzeugt.
Fünf Bausteine für mehr Handlungsspielraum
Im neuen Whitepaper erläutern die LHIND-Experten, wie End-to-End-Sichtbarkeit, digitale Zwillinge, Agentic AI, sensorbasiertes Quality Monitoring und Predictive Maintenance ineinandergreifen. Gemeinsam bilden sie einen Steuerungskreislauf nach dem Vorbild der Luftfahrt: Risiken erkennen, Auswirkungen bewerten, Optionen priorisieren und schnell handeln. Digitale Zwillinge und KI können dabei Alternativen bewerten und Handlungsmöglichkeiten vorbereiten. Geschäftskritische Entscheidungen verbleiben jedoch beim Menschen.
Kein Abschied vom Just-in-Time-Prinzip
Wie das in der Praxis aussieht, wird im Whitepaper anhand der Beispiele Mercedes-Benz Vans und DRÄXLMAIER Group geschildert. So wird im Mercedes-Werk Düsseldorf gemeinsam mit LHIND ein KI-Agent für die Outbound-Logistik entwickelt, während detaillierte IT-Notfallszenarien beim Zulieferer DRÄXLMAIER dazu beitragen, die Handlungsfähigkeit auch bei möglichen Cyberangriffen oder Systemausfällen zu sichern.
Resilienz verlangt also weder zwangsläufig höhere Lagerbestände noch den Abschied vom Just-in-Time-Prinzip. Entscheidend sind Transparenz, bessere Planbarkeit und größere Reaktionsfenster. Das vollständige Whitepaper "Impulse aus der Luftfahrt: So werden Lieferketten krisenfest" kann hier kostenlos heruntergeladen werden: Whitepaper Resiliente Lieferkette: Impulse aus der Luftfahrt | LHIND (https://atpscan.global.hornetsecurity.com?d=BM_XNdyX9HzEv9z5HHj7eoLlW-uxnLgBQ2rJDRYUxph1hCyHf7B8AYj8mAdQJBBV&f=xU9fCVNmgYB959BJDxf4_DZSU_BXn0V8ywnrr-Prl28lfry7l6vWmXRrsYQYuVT5&i=&k=oyVs&m=d8vXdVM8VWD_Gfk7xKOJGMY4Y-9XAeVhOnuZo5tL57CqY7ZbxJV6o0qy_pQhgJaz-w_sR6w3HJn4yoJeQgWxEpq_cbxUbfGn19VR5g8M2H_FCE5MR0Pm-p-cZDnKJ-jz&n=jMjch6uoxN_VswYjZYlUOCswOIc5EBo09mn50df5NZRKpaRsww1V16My0Mqm0pDr&r=wgjjdi0bJl2AqLDwp0brCTCWBiysmmgN9n8Xs94StHRnnwCy9FwKZM3ekrewihKG&s=df7ac091dc51bc55d1876c5d12fbe3fcda99ac291c4dc528acde4f7210d52959&u=https%3A%2F%2Fwww.lufthansa-industry-solutions.com%2Fde-de%2Fstudien%2Fwhitepaper-resiliente-lieferkette-impulse-aus-der-luftfahrt%3Fq%3Dlieferkette)
Über Lufthansa Industry Solutions
Lufthansa Industry Solutions ist ein Dienstleistungsunternehmen für IT-Beratung und Systemintegration. Die Lufthansa-Tochter unterstützt ihre Kunden bei der digitalen Transformation ihrer Unternehmen. Die Kundenbasis umfasst sowohl Gesellschaften innerhalb des Lufthansa Konzerns als auch mehr als 300 Unternehmen in unterschiedlichen Branchen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Norderstedt beschäftigt über 3.000 Mitarbeitende an mehreren Niederlassungen in Deutschland, Albanien, der Schweiz und den USA.
Pressekontakt:
Lufthansa Industry Solutions
Ute Miszewski
Tel.: +49 151 589 20715
E-Mail: ute.miszewski@lhind.dlh.de
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Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/128057/6370797
Die Zahl der Störungsereignisse in globalen Lieferketten ist im Jahresvergleich zuletzt um 38 Prozent gestiegen. In der Luftfahrt gehört das kurzfristige Reagieren auf verschiedenste Störungen zum Tagesgeschäft. Ein neues Whitepaper von Lufthansa Industry Solutions (LHIND) erläutert, welche Prinzipien sich auf industrielle Lieferketten übertragen lassen. Beispiele aus der Automotive-Branche zeigen, wie in der Luftfahrt erprobte digitale Lösungen auch dort helfen, Risiken früher zu erkennen, Auswirkungen schneller zu bewerten und die Lieferfähigkeit zu sichern.
Flugpläne, Crews, Wartungsintervalle und Flughafenkapazitäten greifen eng ineinander. Selbst kleine Störungen innerhalb dieses Systems werden schnell teuer. Fluggesellschaften überwachen Risiken deshalb kontinuierlich, bereiten Szenarien und Alternativen vor und entscheiden auf Basis aktueller Daten. Bei der Lufthansa bündelt beispielsweise ein 24/7-Control-Tower operative Daten, Warnungen und Handlungsoptionen zu einem gemeinsamen Lagebild.
Das LHIND-Whitepaper "Impulse aus der Luftfahrt: So werden Lieferketten krisenfest" zeigt, wie sich dieser Ansatz auf die Industrie übertragen lässt. Dazu müssen Unternehmen Daten aus den Bereichen Einkauf, Logistik, Lager, Produktion und Qualitätssicherung verknüpfen. So erkennen sie nicht nur eine verspätete Lieferung, sondern auch deren Folgen. Welche Produktion ist betroffen? Welche Bestände lassen sich umleiten? Welche alternative Route ist möglich oder welcher zusätzliche Lieferant steht bereit?
Resilienz als strategischer Erfolgsfaktor
Auch die Automobilindustrie muss ihre Lieferketten zwischen Effizienz und Sicherheit neu ausrichten. "Resilienz verlangt eine durchgängige Sicht von der Materialquelle bis zum fertigen Fahrzeug", sagt Felix Mohlfeld, Head of Automotive Logistics & Manufacturing Solutions bei LHIND. "Besonders anfällig sind lange, mehrstufige Netzwerke, wie sie bei vielen Autoherstellern und ihren Zulieferern üblich sind", so Mohlfeld weiter. Fehlt hier die Transparenz, zeigen sich Störungen erst spät. Dann folgen Sondertransporte, Umplanungen und im schlimmsten Fall sogar Produktionsausfälle.
"Die Frage ist nicht mehr, ob Lieferkettenstörungen eintreten werden, sondern wie schnell Unternehmen diese erkennen, ihre Auswirkungen bewerten und wirksame Gegenmaßnahmen einleiten können", ergänzt Didem Uzun vom Business Development Americas bei LHIND. "Resilienz in der Lieferkette ist längst kein rein operatives Thema mehr, sondern ein strategischer Erfolgsfaktor", ist Uzun überzeugt.
Fünf Bausteine für mehr Handlungsspielraum
Im neuen Whitepaper erläutern die LHIND-Experten, wie End-to-End-Sichtbarkeit, digitale Zwillinge, Agentic AI, sensorbasiertes Quality Monitoring und Predictive Maintenance ineinandergreifen. Gemeinsam bilden sie einen Steuerungskreislauf nach dem Vorbild der Luftfahrt: Risiken erkennen, Auswirkungen bewerten, Optionen priorisieren und schnell handeln. Digitale Zwillinge und KI können dabei Alternativen bewerten und Handlungsmöglichkeiten vorbereiten. Geschäftskritische Entscheidungen verbleiben jedoch beim Menschen.
Kein Abschied vom Just-in-Time-Prinzip
Wie das in der Praxis aussieht, wird im Whitepaper anhand der Beispiele Mercedes-Benz Vans und DRÄXLMAIER Group geschildert. So wird im Mercedes-Werk Düsseldorf gemeinsam mit LHIND ein KI-Agent für die Outbound-Logistik entwickelt, während detaillierte IT-Notfallszenarien beim Zulieferer DRÄXLMAIER dazu beitragen, die Handlungsfähigkeit auch bei möglichen Cyberangriffen oder Systemausfällen zu sichern.
Resilienz verlangt also weder zwangsläufig höhere Lagerbestände noch den Abschied vom Just-in-Time-Prinzip. Entscheidend sind Transparenz, bessere Planbarkeit und größere Reaktionsfenster. Das vollständige Whitepaper "Impulse aus der Luftfahrt: So werden Lieferketten krisenfest" kann hier kostenlos heruntergeladen werden: Whitepaper Resiliente Lieferkette: Impulse aus der Luftfahrt | LHIND (https://atpscan.global.hornetsecurity.com?d=BM_XNdyX9HzEv9z5HHj7eoLlW-uxnLgBQ2rJDRYUxph1hCyHf7B8AYj8mAdQJBBV&f=xU9fCVNmgYB959BJDxf4_DZSU_BXn0V8ywnrr-Prl28lfry7l6vWmXRrsYQYuVT5&i=&k=oyVs&m=d8vXdVM8VWD_Gfk7xKOJGMY4Y-9XAeVhOnuZo5tL57CqY7ZbxJV6o0qy_pQhgJaz-w_sR6w3HJn4yoJeQgWxEpq_cbxUbfGn19VR5g8M2H_FCE5MR0Pm-p-cZDnKJ-jz&n=jMjch6uoxN_VswYjZYlUOCswOIc5EBo09mn50df5NZRKpaRsww1V16My0Mqm0pDr&r=wgjjdi0bJl2AqLDwp0brCTCWBiysmmgN9n8Xs94StHRnnwCy9FwKZM3ekrewihKG&s=df7ac091dc51bc55d1876c5d12fbe3fcda99ac291c4dc528acde4f7210d52959&u=https%3A%2F%2Fwww.lufthansa-industry-solutions.com%2Fde-de%2Fstudien%2Fwhitepaper-resiliente-lieferkette-impulse-aus-der-luftfahrt%3Fq%3Dlieferkette)
Über Lufthansa Industry Solutions
Lufthansa Industry Solutions ist ein Dienstleistungsunternehmen für IT-Beratung und Systemintegration. Die Lufthansa-Tochter unterstützt ihre Kunden bei der digitalen Transformation ihrer Unternehmen. Die Kundenbasis umfasst sowohl Gesellschaften innerhalb des Lufthansa Konzerns als auch mehr als 300 Unternehmen in unterschiedlichen Branchen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Norderstedt beschäftigt über 3.000 Mitarbeitende an mehreren Niederlassungen in Deutschland, Albanien, der Schweiz und den USA.
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