Heerlen, Niederlande (ots) -
Eine Tablette mit Wasser schlucken, klingt erstmal einfach, ist es oft aber nicht. Manchen bereitet es Schwierigkeiten, Tabletten oder Kapseln zu schlucken. Auch die Angaben nüchtern, vor, zum oder nach dem Essen, sorgen häufig für Unsicherheit. Regine Schnitter, Chefapothekerin der Online-Apotheke DocMorris, erklärt, worauf es bei der Tabletteneinnahme ankommt.
Wie schluckt man Tabletten und Kapseln richtig?
Ob Tablette oder Kapsel - bei der Einnahme ist eine aufrechte, sitzende oder stehende Körperhaltung wichtig. Die Tablette wird auf die Zunge gelegt und in der Regel mit mindestens 200 Milliliter Wasser geschluckt. Bei der Tabletteneinnahme sollte der Kopf gerade gehalten werden, da die Tablette sonst leichter in die Luftröhre gelangen kann. "Wer sich mit dem Schlucken schwertut, kann auch probieren, ob ihm der Flaschentrick hilft. Dabei wird die Tablette zunächst auf die Zunge gelegt und anschließend ein Schluck stilles Wasser aus einer PET-Flasche genommen. Dabei sollte man darauf achten, kräftig an der Flasche zu saugen, so dass sich die Flasche zusammenzieht. Das kann den Schluckprozess erleichtern", erklärt Regine Schnitter.
Bei Kapseln kann ein leichtes Nach-vorn-Neigen des Kopfes hilfreich sein, das Kinn sollte ein wenig Richtung Brust gezogen werden. "Kapseln sind meistens zur Hälfte mit Luft befüllt, so dass sie - im Gegensatz zu Tabletten - im Mund auf dem Wasser schwimmen. Bei nach vorn geneigtem Kopf bewegt sich die Kapsel nach oben, also automatisch Richtung Rachen", so die Chefapothekerin.
Womit sollte man Tabletten und Kapseln einnehmen?
Leitungswasser oder stilles Wasser ist in der Regel das geeignete Getränk für Tabletten und Kapseln. Eine ausreichende Menge an Flüssigkeit ist wichtig, damit das Arzneimittel sicher die Speiseröhre passiert. Von alkoholischen Getränken sollte man grundsätzlich absehen, auch bei Milch, Säften, Kaffee und Tee sollte man vorsichtig sein oder in jedem Fall im Beipackzettel nachsehen, ob diese ausgeschlossen sind. "Das in Milch und Milchprodukten enthaltene Calcium kann zum Beispiel die Wirkung von Antibiotika beeinflussen. Inhaltsstoffe der Grapefruit blockieren bestimmte Enzyme im Darm, die für den Abbau vieler Medikamente zuständig sind. So kann die Konzentration der Medikamente im Blut ansteigen. Bei Blutdrucksenkern kann daraus folgen, dass der Blutdruck möglicherweise zu stark gesenkt wird", erklärt die Expertin.
Was bedeuten die Einnahmehinweise?
Der Einnahmezeitpunkt richtet sich immer nach den ärztlichen Vorgaben aus ärztlicher Verordnung oder der Packungsbeilage. Bei einer täglichen Einnahme ist es ratsam, Medikamente möglichst immer zur gleichen Zeit einzunehmen. Das erleichtert die regelmäßige Anwendung, hilft, Einnahmen nicht zu vergessen und die Einnahmehinweise - nüchtern, vor, zum oder nach dem Essen - umzusetzen.
Beim Hinweis "nüchtern" wird das Arzneimittel auf leeren Magen eingenommen, etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Essen oder frühestens zwei Stunden danach. "Vor dem Essen" bedeutet in der Regel, dass das Medikament mit einem zeitlichen Abstand von etwa 30 bis 60 Minuten vor der Mahlzeit eingenommen werden soll. Bei dem Einnahmehinweis "zum Essen" sollte das Arzneimittel während der Mahlzeit oder unmittelbar danach eingenommen werden. Bei "nach dem Essen" sollte man im Beipackzettel nachschauen, welche Zeitangabe dort genau gegeben wird. Bei einigen Präparaten wird die Einnahme direkt nach der Mahlzeit empfohlen, bei anderen mit einem gewissen Abstand. Die Einnahmehinweise eines Medikaments sorgen dafür, dass das Medikament wie beabsichtigt wirken kann. "Ist der Magen leer, wenn Medikamente eingenommen werden, wirken sie schneller. Das ist aber nicht bei allen Medikamenten vorteilhaft. Können sie den Magen reizen, ist er besser geschützt, wenn er gefüllt ist", sagt die Chefapothekerin.
Dürfen Tabletten geteilt oder zerkleinert werden?
Ist eine Tablette zu groß oder bereitet das Schlucken Probleme, scheint es naheliegend, die Tablette zu zerkleinern. Das sollte aber keinesfalls ohne Rücksprache mit der Apothekerin oder dem Apotheker oder einen Blick in den Beipackzettel geschehen. "Nicht jede Tablette darf geteilt werden. Tabletten ohne Bruchkerbe sowie Dragees, Kapseln und viele speziell beschichtete Arzneimittel sollten nicht geteilt oder geöffnet werden. Werden beispielsweise magensaftresistenten Tabletten, die sich erst im Darm auflösen sollen, geteilt, ist der Wirkstoff nicht mehr vor der Magensäure geschützt. Retardtabletten, die ihren Wirkstoff über einen bestimmten Zeitraum nach und nach abgeben, würden hingegen durch Aufbrechen ihre Funktion verlieren, und der enthaltene Wirkstoff würde sofort komplett freigesetzt", warnt Regine Schnitter. "Und auch bei Tabletten mit Bruchkerbe darf man nicht davon ausgehen, dass dies ein sicheres Zeichen für ihre Teilbarkeit ist. Hier ist Vorsicht geboten!"
Was kann man machen, wenn Tabletten zu schwer zu schlucken sind?
Fällt die Medikamenteneinnahme trotz aller Tipps schwer, lohnt sich die Rücksprache mit einer Apotheke. Liegt der Grund für die Schluckbeschwerden beispielsweise in wenig Speichel oder trockenen Schleimhäuten, kann ein Schluckgel helfen. Dadurch kann die Tablette oder Kapsel besser gleiten. Auch die Gabe von einem Löffel Apfelmus kann eine Möglichkeit sein, um eine Tablette einfacher zu schlucken.
Was müssen Erwachsene beim Tablettenschlucken bei Kindern beachten?
Arzneimittelgabe ist bei Kindern oft nicht einfach. Erwachsene sollten aber davon absehen, Arzneimittel in einer vollen Trinkflasche oder einem großen Becher unterzumischen oder im Essen zu verstecken. Das Problem: Wenn Kinder nicht alles leertrinken oder aufessen, ist die vollständige Aufnahme des Medikaments nicht gewährleistet.
Gibt es Schwierigkeiten: Das pharmazeutische Team bei DocMorris berät gern, ob es den Wirkstoff auch in einer anderen Darreichungsform gibt - zum Beispiel Tropfen, Säfte, Lösungen, Brausetabletten, Schmelztabletten oder Lutschtabletten. Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten wendet man sich an die zuständige Arztpraxis, die ggf. ein entsprechendes Rezept ausstellt.
Weitere Informationen zum Thema Medikamenteneinnahme unter docmorris.de
Mit nur wenigen Klicks kann man bei DocMorris zudem prüfen, ob sich Medikamente wechselseitig beeinflussen: https://www.docmorris.de/wechselwirkungscheck
DocMorris
DocMorris steht für kundenorientierte innovative Dienstleistungen und eine große Produktvielfalt rund um die digitale Gesundheitsversorgung. Sie reichen von der schnellen Terminvereinbarung für den Online-Arztbesuch auf der Telemedizin-Plattform von TeleClinic bis zur pharmazeutischen Beratung und Versorgung mit verschreibungs-pflichtigen und rezeptfreien Medikamenten sowie Gesundheitsprodukten aus Deutschlands bekanntester Online-Apotheke. Hinzu kommt der Marktplatz mit einem breiten ergänzenden Sortiment von Heil- und Hilfsmitteln sowie Produkten aus den Bereichen Ernährung, Beauty und Familie. Damit schafft DocMorris für ihre Kundinnen und Kunden einen einfachen Zugang zu umfassenden Gesundheitsdienstleistungen an einem Ort mit nur einem Klick. Im Segment Deutschland erwirtschaftete die Schweizer DocMorris AG im Jahr 2025 mit 11 Millionen aktiven Kundinnen und Kunden einen Außenumsatz von 1.122,6 Millionen CHF.
Pressekontakt:
media@docmorris.com
Original-Content von: DocMorris, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/28577/6371012
Eine Tablette mit Wasser schlucken, klingt erstmal einfach, ist es oft aber nicht. Manchen bereitet es Schwierigkeiten, Tabletten oder Kapseln zu schlucken. Auch die Angaben nüchtern, vor, zum oder nach dem Essen, sorgen häufig für Unsicherheit. Regine Schnitter, Chefapothekerin der Online-Apotheke DocMorris, erklärt, worauf es bei der Tabletteneinnahme ankommt.
Wie schluckt man Tabletten und Kapseln richtig?
Ob Tablette oder Kapsel - bei der Einnahme ist eine aufrechte, sitzende oder stehende Körperhaltung wichtig. Die Tablette wird auf die Zunge gelegt und in der Regel mit mindestens 200 Milliliter Wasser geschluckt. Bei der Tabletteneinnahme sollte der Kopf gerade gehalten werden, da die Tablette sonst leichter in die Luftröhre gelangen kann. "Wer sich mit dem Schlucken schwertut, kann auch probieren, ob ihm der Flaschentrick hilft. Dabei wird die Tablette zunächst auf die Zunge gelegt und anschließend ein Schluck stilles Wasser aus einer PET-Flasche genommen. Dabei sollte man darauf achten, kräftig an der Flasche zu saugen, so dass sich die Flasche zusammenzieht. Das kann den Schluckprozess erleichtern", erklärt Regine Schnitter.
Bei Kapseln kann ein leichtes Nach-vorn-Neigen des Kopfes hilfreich sein, das Kinn sollte ein wenig Richtung Brust gezogen werden. "Kapseln sind meistens zur Hälfte mit Luft befüllt, so dass sie - im Gegensatz zu Tabletten - im Mund auf dem Wasser schwimmen. Bei nach vorn geneigtem Kopf bewegt sich die Kapsel nach oben, also automatisch Richtung Rachen", so die Chefapothekerin.
Womit sollte man Tabletten und Kapseln einnehmen?
Leitungswasser oder stilles Wasser ist in der Regel das geeignete Getränk für Tabletten und Kapseln. Eine ausreichende Menge an Flüssigkeit ist wichtig, damit das Arzneimittel sicher die Speiseröhre passiert. Von alkoholischen Getränken sollte man grundsätzlich absehen, auch bei Milch, Säften, Kaffee und Tee sollte man vorsichtig sein oder in jedem Fall im Beipackzettel nachsehen, ob diese ausgeschlossen sind. "Das in Milch und Milchprodukten enthaltene Calcium kann zum Beispiel die Wirkung von Antibiotika beeinflussen. Inhaltsstoffe der Grapefruit blockieren bestimmte Enzyme im Darm, die für den Abbau vieler Medikamente zuständig sind. So kann die Konzentration der Medikamente im Blut ansteigen. Bei Blutdrucksenkern kann daraus folgen, dass der Blutdruck möglicherweise zu stark gesenkt wird", erklärt die Expertin.
Was bedeuten die Einnahmehinweise?
Der Einnahmezeitpunkt richtet sich immer nach den ärztlichen Vorgaben aus ärztlicher Verordnung oder der Packungsbeilage. Bei einer täglichen Einnahme ist es ratsam, Medikamente möglichst immer zur gleichen Zeit einzunehmen. Das erleichtert die regelmäßige Anwendung, hilft, Einnahmen nicht zu vergessen und die Einnahmehinweise - nüchtern, vor, zum oder nach dem Essen - umzusetzen.
Beim Hinweis "nüchtern" wird das Arzneimittel auf leeren Magen eingenommen, etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Essen oder frühestens zwei Stunden danach. "Vor dem Essen" bedeutet in der Regel, dass das Medikament mit einem zeitlichen Abstand von etwa 30 bis 60 Minuten vor der Mahlzeit eingenommen werden soll. Bei dem Einnahmehinweis "zum Essen" sollte das Arzneimittel während der Mahlzeit oder unmittelbar danach eingenommen werden. Bei "nach dem Essen" sollte man im Beipackzettel nachschauen, welche Zeitangabe dort genau gegeben wird. Bei einigen Präparaten wird die Einnahme direkt nach der Mahlzeit empfohlen, bei anderen mit einem gewissen Abstand. Die Einnahmehinweise eines Medikaments sorgen dafür, dass das Medikament wie beabsichtigt wirken kann. "Ist der Magen leer, wenn Medikamente eingenommen werden, wirken sie schneller. Das ist aber nicht bei allen Medikamenten vorteilhaft. Können sie den Magen reizen, ist er besser geschützt, wenn er gefüllt ist", sagt die Chefapothekerin.
Dürfen Tabletten geteilt oder zerkleinert werden?
Ist eine Tablette zu groß oder bereitet das Schlucken Probleme, scheint es naheliegend, die Tablette zu zerkleinern. Das sollte aber keinesfalls ohne Rücksprache mit der Apothekerin oder dem Apotheker oder einen Blick in den Beipackzettel geschehen. "Nicht jede Tablette darf geteilt werden. Tabletten ohne Bruchkerbe sowie Dragees, Kapseln und viele speziell beschichtete Arzneimittel sollten nicht geteilt oder geöffnet werden. Werden beispielsweise magensaftresistenten Tabletten, die sich erst im Darm auflösen sollen, geteilt, ist der Wirkstoff nicht mehr vor der Magensäure geschützt. Retardtabletten, die ihren Wirkstoff über einen bestimmten Zeitraum nach und nach abgeben, würden hingegen durch Aufbrechen ihre Funktion verlieren, und der enthaltene Wirkstoff würde sofort komplett freigesetzt", warnt Regine Schnitter. "Und auch bei Tabletten mit Bruchkerbe darf man nicht davon ausgehen, dass dies ein sicheres Zeichen für ihre Teilbarkeit ist. Hier ist Vorsicht geboten!"
Was kann man machen, wenn Tabletten zu schwer zu schlucken sind?
Fällt die Medikamenteneinnahme trotz aller Tipps schwer, lohnt sich die Rücksprache mit einer Apotheke. Liegt der Grund für die Schluckbeschwerden beispielsweise in wenig Speichel oder trockenen Schleimhäuten, kann ein Schluckgel helfen. Dadurch kann die Tablette oder Kapsel besser gleiten. Auch die Gabe von einem Löffel Apfelmus kann eine Möglichkeit sein, um eine Tablette einfacher zu schlucken.
Was müssen Erwachsene beim Tablettenschlucken bei Kindern beachten?
Arzneimittelgabe ist bei Kindern oft nicht einfach. Erwachsene sollten aber davon absehen, Arzneimittel in einer vollen Trinkflasche oder einem großen Becher unterzumischen oder im Essen zu verstecken. Das Problem: Wenn Kinder nicht alles leertrinken oder aufessen, ist die vollständige Aufnahme des Medikaments nicht gewährleistet.
Gibt es Schwierigkeiten: Das pharmazeutische Team bei DocMorris berät gern, ob es den Wirkstoff auch in einer anderen Darreichungsform gibt - zum Beispiel Tropfen, Säfte, Lösungen, Brausetabletten, Schmelztabletten oder Lutschtabletten. Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten wendet man sich an die zuständige Arztpraxis, die ggf. ein entsprechendes Rezept ausstellt.
Weitere Informationen zum Thema Medikamenteneinnahme unter docmorris.de
Mit nur wenigen Klicks kann man bei DocMorris zudem prüfen, ob sich Medikamente wechselseitig beeinflussen: https://www.docmorris.de/wechselwirkungscheck
DocMorris
DocMorris steht für kundenorientierte innovative Dienstleistungen und eine große Produktvielfalt rund um die digitale Gesundheitsversorgung. Sie reichen von der schnellen Terminvereinbarung für den Online-Arztbesuch auf der Telemedizin-Plattform von TeleClinic bis zur pharmazeutischen Beratung und Versorgung mit verschreibungs-pflichtigen und rezeptfreien Medikamenten sowie Gesundheitsprodukten aus Deutschlands bekanntester Online-Apotheke. Hinzu kommt der Marktplatz mit einem breiten ergänzenden Sortiment von Heil- und Hilfsmitteln sowie Produkten aus den Bereichen Ernährung, Beauty und Familie. Damit schafft DocMorris für ihre Kundinnen und Kunden einen einfachen Zugang zu umfassenden Gesundheitsdienstleistungen an einem Ort mit nur einem Klick. Im Segment Deutschland erwirtschaftete die Schweizer DocMorris AG im Jahr 2025 mit 11 Millionen aktiven Kundinnen und Kunden einen Außenumsatz von 1.122,6 Millionen CHF.
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