Im Juli und August hatte die Aktie von Pyrum Fahrt aufgenommen. Das dürfte auch im Hinblick auf eine mögliche Lösung des noch bestehenden Engpasses in der Produktion von Carbon-Black-Pellets geschehen sein. Denn dieser sollte bis Ende des dritten Quartals behoben sein - und das hätte den Weg frei gemacht für eine deutliche Beschleunigung der Umsatzentwicklung. Schließlich ist Carbon Black ein Hauptprodukt beim Recycling von Altreifen, das Pyrum mit einer innovativen Technologie durchführt.
Aber die Beseitigung des Engpasses hat noch nicht geklappt, da die vom Anlagenhersteller vorgenommenen Anpassungen an der Mahl- und Pelletieranlage nicht ausreichend waren. In der Folge musste Pyrum die Umsatzprognose für das laufende Jahr um ca. 3 bis 4 Mio. Euro auf 4,3 bis 5,3 Mio. Euro zurücknehmen und erwartet auch ein um zwei Mio. Euro schwächeres EBIT als zuvor, also jetzt -10 bis -12,5 Mio. Euro.
Das ist enttäuschend, aber es könnte sich nur um eine Verschiebung mit relativ kurzer Frist handeln. Denn das Management zeigt sich zuversichtlich, eine abschließende Lösung zur Behebung des Engpasses gefunden zu haben - mit einer weiteren Dosieranlage im Pellet-Produktionsprozess zwischen dem Mahl und dem Pelletieren. Diese Lösung kommt bei neuen Werken zum Einsatz und wird auch noch im bestehenden Werk ab Dezember eingebaut, falls andere Ansätze bis dahin keine ausreichende Wirkung zeigen.
Davon würden die Erlöse im nächsten Jahr dann deutlich profitieren, und spätestens das sollte der Aktie von Pyrum neuen Rückenwind geben.
(aktien-global.de, erstellt 14.10.26, 14:27 Uhr, veröffentlicht 14.10.26, 14:30 Uhr, bitte beachten Sie unseren Disclaimer zu potenziellen Interessenkonflikten: https://www.aktien-global.de/impressum/)
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