15.10.2026 -
Die jüngsten US-Inflationsdaten haben die Sorgen vor einer erneuten Straffung der Geldpolitik deutlich verstärkt. Mit 3,7 Prozent liegt die Teuerungsrate weiterhin klar über dem Zwei-Prozent-Ziel der Fed. Prompt stieg die vom Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung auf fast 50 Prozent. Aus unserer Sicht greift diese Reaktion allerdings zu kurz. Ein genauerer Blick auf die Inflationstreiber zeigt ein deutlich differenzierteres Bild.
Das aktuelle Inflationsproblem konzentriert sich im Wesentlichen auf zwei Komponenten, die sich dem direkten Einfluss der Geldpolitik weitgehend entziehen: Energie und Wohnkosten. Im Energiebereich treiben primär OPEC-Förderkürzungen und geopolitische Spannungen die Preise, nicht eine überhitzte USu2011Nachfrage. Höhere Zinsen können daran wenig ändern. Die Fed kann schließlich kein zusätzliches Öl fördern.
Bei den Wohnkosten handelt es sich dagegen vor allem um einen statistischen Nachlaufeffekt. Die kalkulatorischen Mieten für selbst genutztes Wohneigentum (OER) spiegeln die tatsächliche Marktentwicklung mit einer Verzögerung von sechs bis zwölf Monaten wider. Aktuellere Mietindizes zeigen längst eine nachlassende Preisdynamik.
Entscheidend ist, dass die Bereiche, die stärker auf die Geldpolitik reagieren, kaum Anlass zur Sorge geben. Der Inflationsbeitrag der Dienstleistungen liegt bei rund einem Prozentpunkt und ist seit 2022 deutlich rückläufig. Bei Nahrungsmitteln und Getränken hat sich der Preisauftrieb ebenfalls abgeschwächt, ihr Inflationsbeitrag beträgt nur noch 0,3 Prozentpunkte. Bei Industriegütern ohne Energie beobachten wir sogar bereits echte Deflation.
Um die Gesamtinflation unter diesen Bedingungen auf zwei Prozent zu zwingen, müsste die Fed die verbleibenden Dienstleistungen massiv in den negativen Bereich drücken. Das gab es in der modernen Geschichte nur während tiefer Rezessionen wie 2009 oder 2020. Es ist wohl offensichtlich, dass dies keine wirkliche Option ist. Dies gilt umso mehr, da schon bald die Effekte bei den Wohnkosten auslaufen und bei der Energie drehen werden. Unsere Prognose sieht die Inflation Mitte 2027 bei ca. zwei Prozent und damit am Fedu2011Ziel. Wir erwarten weiterhin eine Zinspause im Oktober, der Dezember bleibt jedoch als "Versicherungsschritt" im Spiel. Dies sollte es dann aber gewesen sein - für 2027 erwarten wir keine weiteren Zinserhöhungen.
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Über die MainSky Asset Management AG
Seit 2001 steht die MainSky Asset Management AG für bankenunabhängige Vermögensverwaltung mit dem Fokus auf Familienvermögen, Family Offices und institutionelle Investoren. MainSky ist spezialisiert auf das Management von liquiden Assets. Mehrwert wird generiert, indem das Performancepotenzial für einzelne Märkte bzw. Marktsegmente aus makroökonomischen Fundamentalanalysen abgeleitet und die Portfoliostruktur aktiv auf die erwarteten Marktbedingungen ausgerichtet wird. Analyse und Meinungsbildung werden durch eigens entwickelte quantitative Modelle unterstützt. Dennoch gibt es keine Modellgläubigkeit und es erfolgt immer eine ökonomische Interpretation aller Informationen hin zu einem ökonomisch plausiblen Marktbild. Insgesamt verwaltet die Gesellschaft mit einem Team von acht Mitarbeitern rund 680 Millionen Euro in mehreren Spezialfonds, Managed Accounts und dem vermögensverwaltenden MainSky Macro Allocation Fund.
Über den MainSky Macro Allocation Fund
Der MainSky Macro Allocation Fund bietet Investoren Zugang zu den globalen Aktien- und Rentenmärkten und orientiert sich an der gleichnamigen und seit 2007 mit einem Track Record und einem herausragendem Rendite-Risiko-Verhältnis ausgestatteten Anlagestrategie. Der Investmentansatz konnte in der Vergangenheit durch konstant gute Ergebnisse überzeugen. Gerade in schwierigen Marktphasen wie der Finanzmarkt- und der Corona-Krise 2008 zeigte sich die Überlegenheit der Strategie durch erfolgreichen Kapitalerhalt. Grundlage des Ansatzes ist eine Makro- bzw. Top-Down-Analyse, aus der heraus das Management die jeweiligen Asset-Klassen und Marktsegmente allokiert. Die Finanzmärkte sind weitgehend mikro-effizient, aber makro-ineffizient. Das Fondsmanagement nutzt diese makroökonomischen Ineffizienzen durch eine flexible Assetklassen-, Sektor-, Faktor- & Länderallokation aus. Die Umsetzung der Aktienquote über ETFs ermöglicht zudem eine Partizipation an verschiedenen Faktorprämien (z.B. Low Volatility, Growth). Mit einer Aktienquote zwischen 25 und 75 Prozent strebt der Fonds eine mittelfristige absolute Wertentwicklung von 5-6 Prozent über der Geldmarktrendite sowie eine jährliche Ausschüttung von drei Prozent an. Der MainSky Macro Allocation Fund ist ein Artikel 8-Fonds gemäß der EU-Offenlegungsverordnung.
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