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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

FEIERTAGSHINWEIS

MONTAG: In Hongkong wird wegen eines Ersatztages für das "Chung-Yeung-Fest" nicht gehandelt.

TAGESTHEMA

Der Vorsitzende der Federal Reserve hat jüngste Signale seiner Kollegen, wonach es die US-Notenbank nicht eilig hat, die Zinsen in diesem Monat anzuheben, weder bestätigt noch zurückgewiesen. Kevin Warsh sagte die Zentralbank sei nicht länger in dem Geschäft tätig, ihre Entscheidungen vorab anzukündigen. "Ich greife Sitzungen nicht vor. Ich halte nichts davon, jetzt zu sagen, was ich bei unseren anstehenden Sitzungen tun könnte", sagte Warsh. "Es ist ein neues Kapitel bei der Fed, und wir sind in diesem Geschäft nicht mehr tätig." Warsh äußerte sich am Freitagmorgen (Ortszeit) in Bangkok in einem moderierten Gespräch am Rande der Tagungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und kurz bevor die Fed-Vertreter in ihre übliche "Quiet Period" vor der Sitzung am 27. und 28. Oktober eintreten sollten. Die Fed hatte die Zinsen im vergangenen Monat in einer einstimmigen Entscheidung um einen Viertelprozentpunkt auf eine Spanne zwischen 3,75 Prozent und 4,00 Prozent angehoben. Es war die erste Erhöhung seit drei Jahren, und die meisten von Warshs Kollegen planten in den bei der Sitzung veröffentlichten Prognosen für dieses Jahr mindestens eine weitere Zinserhöhung ein. Warsh hat wiederholt erklärt, er wolle, dass sich die Anleger auf die Wirtschaft konzentrieren und nicht auf Hinweise von Fed-Vertretern zu ihren nächsten Schritten. Vor zwei Wochen signalisierten jedoch hochrangige Funktionäre, die sich mit Warsh über die geldpolitische Strategie beraten, dass es die Zentralbank nicht eilig habe, die Zinsen in diesem Monat erneut anzuheben. Die an den Terminmärkten eingepreiste Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Oktober stürzte kurz darauf ab. Die in dieser Woche veröffentlichten Inflationsdaten für September zeigten jedoch eine hartnäckigere Teuerung als erwartet. Die Fed-Sitzung im Oktober findet weniger als eine Woche vor den Zwischenwahlen in den USA statt, was bedeutet, dass jede Entscheidung, die Zinsen anzuheben oder unverändert zu lassen, stärker als üblich unter politische Beobachtung geraten könnte.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

13:00 US/Travelers Cos Inc, Ergebnis 3Q

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  14:30 Import- und Exportpreise September 
     Importpreise 
     PROGNOSE: +0,8% gg Vm 
     zuvor:   +0,7% gg Vm 
 
  15:15 Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung September 
     Industrieproduktion 
     PROGNOSE: +0,4% gg Vm 
     zuvor:   0,0% gg Vm 
     Kapazitätsauslastung 
     PROGNOSE: 76,5% 
     zuvor:   76,3%" 
 

ÜBERSICHT INDIZES

Index             zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.801,25  +0,1 
E-Mini-Future Nasdaq-100  30.167,75  +0,1 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.806,70  +1,0 
Topix-500 (Tokio)      4.074,15  +1,9 
Kospi (Seoul)        5.712,93  +2,9 
Shanghai-Composite      3.722,04  +0,4 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 24.298,36  +1,0 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Nach dem Kursrutsch am Vortag kommt es zum Wochenausklang es an den ostasiatischen Aktienmärkten zu einer kräftigen Erholung. Teilnehmer sprechen allerdings lediglich von einer Gegenbewegung, am übergeordneten Bild habe sich nur wenig verändert. Dafür spricht auch der weitere Rückgang der Renditen. So zeigt sich die Rendite zehnjähriger US-Anleihen wenig verändert bei 5,09 Prozent, nachdem sie nach den höher als erwartet ausgefallenen US-Inflationsdaten noch bis auf 5,33 Prozent gestiegen war. Hier wird auf die Flucht in den "sicheren Hafen" Anleihen verwiesen. Besonders deutlich fällt die Erholung in Seoul aus, wo es für den Kospi um 2,9 Prozent nach oben geht. Am Vortag hatte der Index mit einem Einbruch um 7,6 Prozent das größte Tagesminus seit Ende Juli markiert. In Tokio steigt der Nikkei-225 um 1,9 Prozent, nachdem er am Donnerstag noch den größten Tagesverlust seit März verzeichnet hatte. Der breiter gefasste Topix erhöht sich ebenfalls um 1,9 Prozent. Auch an den chineischen Börsen kommt es zu einer leichten Erholung.

WALL STREET

Index        Schluss +/- % 
Dow-Jones     52.177,69  +1,1 
S&P-500      7.744,06  +0,3 
Nasdaq Composite 26.713,03  +0,1 
 
           Donnerstag Mittwoch 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,37 Mrd  1,39 Mrd 
Gewinner       2.076     683 
Verlierer       672    2.073 
Unverändert       45     48 
 

Freundlich - Das Geschehen bewegte sich im Spannungsfeld anhaltenden Verkaufsducks bei Aktien mit KI-Fantasie und deutlich gesunkenen Marktzinsen. Die Abwärtstendenz bei den Zinsen verstärkte sich kurz vor Handelsbeginn zunächst sogar noch, obwohl die US-Erzeugerpreise im September deutlich höher ausgefallen waren als erwartet. Marktteilnehmer vermuteten dahinter eine Flucht in den vermeintlich sicheren Anleihehafen angesichts der sich eintrübenden Stimmung für KI-Aktien und des Ausverkaufs. Unter den Halbleiteraktien verloren Nvidia 1,8 Prozent, AMD 1,5 und Broadcom 0,6 Prozent. Marvell gaben 1,7 Prozent nach. Coreweave, die am Vortag schon um 15 Prozent eingeknickt waren, erholten sich um 5,9 Prozent. Börsianer hatten zuvor von Sorgen um die finanzielle Gesundheit des Cloud-Computing-Unternehmens gesprochen, nachdem die Coreweave-Anleiherenditen jüngst die Marke von 15 Prozent überschritten hätten. Dass der KI-Entwickler Anthropic mit der Nachricht aufwartete, dass der Umsatz im dritten Quartal um 45 Prozent auf 16,8 Milliarden Dollar gestiegen sei, ging ebenso unter wie ein Rekordgewinn von TSMC. Nach im September stärker als erwartet gestiegenen Einzelhandelsumsätzen lagen Einzelhandelsaktien sehr fest im Markt. Walmart verteuerten sich um 1,5 Prozent, Home Depot um 4,3 und Kohl's um 6 Prozent.

USA - ANLEIHEN

Rendite  +/- 
2 Jahre    4,75  -0,05 
10 Jahre    5,09  -0,10 
30 Jahre    5,43  -0,10 
 

Die Marktzinsen fielen deutlich zurück. Die US-Zehnjahresrendite, die am Vortag nach den Inflationsdaten zunächst auf 5,33 Prozent nach oben geschossen war, ehe sie wieder auf das Ausgangsniveau um 5,20 Prozent zurückgekommen war, fiel zuletzt auf 5,09 Prozent im US-Handel und damit auf das niedrigste Niveau seit etwa drei Wochen. Zu den sinkenden Renditen dürften Fluchtbewegungen in die vermeintliche Sicherheit der US-Anleihen beigetragen haben, hieß es, angesichts des eingetrübten Stimmungsumfelds für Aktien.

DEVISENMARKT

DEVISEN         zuletzt +/- %    0:00  Do, 9:40 Uhr % YTD 
EUR/USD          1,1227  +0,1   1,1218     1,1217  -4,4 
EUR/JPY          177,23  0,0   177,23     177,24  -3,7 
EUR/GBP          0,8440  -0,1   0,8449     0,8462  -3,2 
USD/JPY          157,85  -0,1   157,98     157,99  +0,8 
USD/KRW         1.338,60  -0,2  1.341,28    1.342,52  -7,1 
USD/CNY          6,6889  -0,0   6,6909     6,6913  -4,4 
USD/CNH          6,6885  -0,0   6,6894     6,6913  -4,1 
USD/HKD          7,8475  0,0   7,8473     7,8471  +0,8 
AUD/USD          0,6943  +0,4   0,6919     0,6942  +4,1 
NZD/USD          0,5651  +0,6   0,5619     0,5613  -1,8 
BTC/USD        82.114,60  +0,1 81.999,70    81.209,79  -6,4 
 

Der Dollar kam mit dem starken US-Zinsrückgang deutlich zurück, der Dollar-Index hab 0,32 Prozent nach - der Euro erholte sich um 0,6 Prozent auf 1,1222 Dollar. Er machte damit den Rücksetzer vom Mittwoch wieder wett.

ROHSTOFFE

METALLE

Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.174,65  +0,1    4,40    4.170,25 
Silber           57,66  +0,4    0,22      57,44 
Platin         1.634,36  +0,5    8,65    1.625,71 
 

Der Goldpreis erholte sich zum Settlement um 1,5 Prozent auf 4.147,70 Dollar, unterstützt von gesunkenen Zinsen und einem schwächeren Dollar.

ÖL

ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         97,21  -0,8   -0,76      97,97 
Brent/ICE         105,43  -0,5   -0,49     105,92 
 

Beim Brent-Öl tat sich unter dem Strich wenig, allerdings hatte der Preis zunächst nachgegeben, ehe er sich nach und nach wieder auf das Ausgangsniveau um 105,92 Dollar (-0,1%) erholte. Die US-Sorte WTI verteuerte sich dagegen kräftig um 3 Prozent auf 97,97 Dollar, nachdem die Rohöllagerbestände in den USA in der Woche zum 9. Oktober wider Erwarten deutlich gesunken waren.

MELDUNGEN SEIT DONNERSTAG 20.00 UHR

ALCOA

hat im jüngsten Quartal einen höheren Gewinn und Umsatz ausgewiesen. Der Gewinn für das dritte Quartal betrug 483 Millionen US-Dollar oder 1,81 Dollar je Aktie verglichen mit 232 Millionen Dollar oder 88 Cent je Aktie im Vorjahr. Ohne Berücksichtigung bestimmter Einmaleffekte lag der Gewinn bei 1,82 Dollar je Aktie. Analysten hatten mit einem bereinigten Gewinn von 1,51 Dollar je Aktie gerechnet. Der Umsatz stieg um 24 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar, blieb jedoch hinter den Erwartungen der Wall Street von 3,77 Milliarden Dollar zurück.

NETFLIX

Die für Inhalte zuständige Netflix-Managerin verlässt das Unternehmen. Auf Bela Bajaria, die seit zehn Jahren für den Streamingdienst arbeitet, folgt Peter Rice als Chief Content Officer, der früher bei 21st Century Fox and Disney als Manager tätig war. Netflix hat seit geraumer Zeit mit einem verlangsamten Wachstum und einem sinkendem Kundenengagement zu kämpfen.

NIKE

ist von der Ratingagentur Moody's mit einem von stabil auf negativ gesenkten Ausblick eingestuft worden, was eine länger als zuvor erwartete Trendwende widerspiegelt. Das Unternehmen mache zwar Fortschritte bei seinen Sanierungsinitiativen, teilte Moody's mit, fügte jedoch hinzu, dass das Sportbekleidungsgeschäft vor Herausforderungen stehe, darunter ein überversorgter Markt sowie eine unzureichende Differenzierung, und eine umfassende Neuausrichtung erfordere.

PEPSICO / KFC / COCA-COLA

Pepsico hat einen bedeutenden Liefervertrag an seinen Erzrivalen verloren. Die Fast-Food-Kette KFC hat einen Vertrag mit Coca-Cola als Getränkelieferant für Tausende von US-Restaurants geschlossen. Der Wechsel soll ab Januar umgesetzt werden.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/gos/flf/ros

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October 16, 2026 01:48 ET (05:48 GMT)

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KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
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