FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro ist am Freitag gestiegen und hat damit an die Kurserholung vom Vortrag angeknüpft. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1257 US-Dollar gehandelt und damit fast einen halben Cent höher als am frühen Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1253 (Donnerstag: 1,1208) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8886 (0,8922) Euro.
Am Devisenmarkt zeigte sich weiter eine Gegenbewegung, nachdem der Euro bis zum Mittwoch unter Druck gestanden hatte. Zur Wochenmitte war die Gemeinschaftswährung nach einem überraschend starken Anstieg der Inflation in den Vereinigten Staaten bis auf 1,1113 Dollar gefallen und damit auf den tiefsten Stand seit Mai 2025. Durch die hohe Inflation war die Spekulation auf weiter steigende Zinsen durch die US-Notenbank Fed zeitweise verstärkt worden.
Zuletzt haben aber Äußerungen des US-Notenbankpräsidenten Kevin Warsh beim Treffen des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Bangkok die Spekulation auf eine schnelle Zinserhöhung in den Vereinigten Staaten gebremst. Sein Auftritt deutet nach Einschätzung von Marktbeobachtern darauf hin, dass die Fed die Leitzinsen im Oktober zunächst nicht weiter anheben dürfte, was den Dollar belastet und dem Euro im Gegenzug Auftrieb verliehen hat.
Besser als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten konnten dem Markt hingegen keine neuen Impulse geben. Im September war die Produktion in den Industriebetrieben stärker als erwartet gestiegen.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84385 (0,84610) britische Pfund, 177,82 (177,06) japanische Yen und 0,9272 (0,9305) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.187 Dollar. Das waren rund 15 Dollar mehr als am Vortag./jkr/he
