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Anduril will Tausende neue Abfangraketen bauen: Warum der Wettlauf um günstigere Drohnenabwehr an Fahrt gewinnt

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Die Verteidigungsindustrie steht vor einer neuen Herausforderung: Während Raketen, Drohnen und andere unbemannte Systeme in immer größeren Stückzahlen eingesetzt werden, müssen auch die verfügbaren Abfangkapazitäten wachsen. Der US-Rüstungstechnologiekonzern Anduril hat am 12. Oktober mit Steelfin eine neue Familie modularer Boden-Luft-Abfangraketen vorgestellt. Das Unternehmen strebt kurzfristig eine jährliche Produktion von mehreren Tausend Einheiten an. Nur wenige Tage zuvor präsentierte Lockheed Martin (ISIN: US5398301094) mit PAC-3 Edge ebenfalls einen neuen Interceptor. Die Entwicklungen verdeutlichen, wie stark die Industrie inzwischen an zusätzlichen und unterschiedlich ausgelegten Abwehrlösungen arbeitet. Auch ZenaTech (ISIN: CA98936T2083) verfolgt mit seiner autonomen Abfangdrohne P-1 einen Ansatz in diesem wachsenden Technologiefeld.

Anduril setzt auf eine neue Generation modularer Abfangraketen

Mit Steelfin will Anduril die Produktion unterschiedlicher Interceptor-Varianten vereinfachen. Die neue Raketenfamilie nutzt eine zweistufige Architektur mit einem Startbooster und einer gemeinsamen zweiten Stufe, die zentrale Komponenten wie Flugkörperstruktur, Elektronik und Flugsteuerung umfasst. Durch diesen modularen Aufbau sollen unterschiedliche Varianten auf einer gemeinsamen Produktionslinie gefertigt werden können. Gleichzeitig ist das System darauf ausgelegt, mit bestehender Luftverteidigungsinfrastruktur kompatibel zu sein. Laut Reuters hat Anduril bereits ballistische Tests durchgeführt. Die ersten Flugtests der Steelfin-Varianten sind für 2027 vorgesehen. Eine Serienproduktion in der angekündigten Größenordnung ist damit bislang noch nicht nachgewiesen.

Lockheed Martin präsentiert PAC-3 Edge

Auch die etablierten Rüstungskonzerne investieren in zusätzliche Abwehrkapazitäten. Am 9. Oktober stellte Lockheed Martin seinen neuen PAC-3 Edge vor. Das System wird im Rahmen des Future-Interceptor-Programms der US Army entwickelt und soll insbesondere gegen fortschrittliche Raketenbedrohungen einschließlich Hyperschallwaffen eingesetzt werden können. Nach Unternehmensangaben sind Entwicklung und erste Tests für 2027 vorgesehen, um eine mögliche schnelle Einführung bis 2031 vorzubereiten. Die beiden Ankündigungen zeigen, dass sich der Wettbewerb nicht allein um technische Leistungsfähigkeit dreht. Zunehmend entscheidend wird auch, wie flexibel und in welchen Stückzahlen neue Abwehrsysteme hergestellt werden können.

Polen meldet Verzögerungen bei Patriot-Lieferungen

Wie wichtig zusätzliche Produktionskapazitäten sind, zeigt eine weitere Meldung vom 12. Oktober. Reuters berichtet, dass Polen mit Verzögerungen bei erwarteten US-Waffenlieferungen rechnet. Dazu gehören auch PAC-3-MSE-Abfangraketen für das Patriot-System. Der polnische General Ireneusz Nowak verwies auf die starke Beanspruchung amerikanischer Bestände durch den Krieg im Nahen Osten. Für die europäischen Streitkräfte entsteht damit eine doppelte Herausforderung: Sie müssen ihre Luftverteidigung modernisieren und gleichzeitig sicherstellen, dass genügend Abfangmittel verfügbar bleiben. Neue Produktionsverfahren und zusätzliche Anbieter gewinnen vor diesem Hintergrund an Bedeutung.

Warum nicht jede Drohne eine teure Abfangrakete benötigt

Allerdings lösen neue Hochleistungsraketen nicht sämtliche Probleme moderner Luftverteidigung. Ballistische Raketen, Marschflugkörper und kleinere unbemannte Fluggeräte stellen unterschiedliche Anforderungen an Reichweite, Geschwindigkeit und Kosten eines Abwehrsystems. Gerade bei großen Mengen vergleichsweise günstiger Drohnen kann der ausschließliche Einsatz komplexer Flugabwehrraketen wirtschaftlich und logistisch problematisch werden. Deshalb setzen Streitkräfte zunehmend auf eine gestaffelte Verteidigung, die klassische Raketen mit Sensorik, elektronischer Störung und spezialisierten Abfangdrohnen kombiniert. Die unterschiedlichen Technologien sollen sich ergänzen, statt dieselben Aufgaben zu übernehmen.

ZenaTech entwickelt den P-1 für kostengünstigere Drohnenabwehr

In diesem Bereich positioniert sich ZenaTech mit dem Interceptor P-1. Die von der Tochtergesellschaft ZenaDrone entwickelte autonome Einweg-Abfangdrohne soll gegnerische Drohnen durch einen direkten Abfangvorgang stoppen. Das Unternehmen strebt einen Verkaufspreis von unter 5.000 US-Dollar pro Einheit an. Dabei handelt es sich um einen vom Unternehmen angestrebten Verkaufspreis und nicht um einen bereits bestätigten Serienpreis. Im Juli meldete ZenaTech den Beginn erster Flugtests. Weitere Entwicklungsphasen sollen unter anderem die autonome Verfolgung beweglicher Ziele, den Einsatz mehrerer Interceptoren und die Integration in die unternehmenseigene Zena-AI-Software umfassen.

KI soll unterschiedliche Abwehrsysteme miteinander verbinden

ZenaTech verfolgt dabei einen mehrschichtigen Ansatz. Die Software Zena AI wird für die Erkennung, Klassifizierung und Verfolgung möglicher Bedrohungen sowie die Koordination autonomer Interceptoren entwickelt. Ergänzend arbeitet das Unternehmen an der größeren ZenaDrone 2000, die künftig länger im Einsatzgebiet verbleiben und mehrere Ziele verfolgen können soll. Der erste vollständige Prototyp befindet sich nach Unternehmensangaben derzeit im Aufbau. Die Flugtests werden inzwischen für das erste Quartal 2027 erwartet, nachdem zuvor noch Ende des dritten Quartals 2026 als Ziel genannt worden war. Das Zusammenspiel der verschiedenen Komponenten muss somit erst in weiteren Tests nachgewiesen werden.

Fazit: Mehr Produktionskapazität allein reicht nicht aus

Die jüngsten Ankündigungen von Anduril und Lockheed Martin sowie die gemeldeten Lieferverzögerungen in Polen machen deutlich, wie wichtig zusätzliche und unterschiedlich ausgelegte Abwehrkapazitäten geworden sind. Während große Rüstungskonzerne leistungsfähige Interceptoren gegen anspruchsvolle Raketenbedrohungen entwickeln, entsteht parallel ein Bedarf an spezialisierten Lösungen gegen kleinere Drohnen. Entscheidend wird sein, die jeweiligen Systeme wirtschaftlich und technisch sinnvoll miteinander zu kombinieren.

Für ZenaTech (ISIN: CA98936T2083) ergibt sich daraus ein klar umrissenes Entwicklungsfeld. Mit dem P-1, Zena AI und der ZenaDrone 2000 arbeitet das Unternehmen an mehreren Bausteinen einer integrierten Drohnenabwehr. Die aktuellen Ankündigungen anderer Hersteller bedeuten allerdings weder einen Auftrag noch einen unmittelbaren wirtschaftlichen Vorteil für ZenaTech. Ob sich das eigene Konzept am Markt behaupten kann, hängt von erfolgreichen Tests, nachgewiesener Zuverlässigkeit, Produktionsfähigkeit und späteren Kundenaufträgen ab.

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Lassen Sie sich in den Verteiler für Zena Tech oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: "Verteiler Zena Tech" und/oder "Nebenwerte".

Zena Tech
Land: Canada, Toronto
ISIN: CA98936T2083
WKN: A40HQQ
https://www.zenatech.com

Quellen

NATO Allied Command Transformation - 19th NATO Innovation Challenge Explores Persistent Airfield Denial, 04.09.2026
https://www.act.nato.int/article/19-innovation-challenge/

LPP Holding - LPP Unmanned Systems, Produkt- und Technologieübersicht
https://www.lpp-holding.com/company/lpp-unmanned-systems/

Tschechische Botschaft - LPP Holding Wins Prestigious NATO Innovation Challenge, 08.09.2026
https://mzv.gov.cz/tallinn/en/business_and_economy/news/lpp_holding_wins_prestigious_nato.mobi

NATO DIANA - Challenges 2026, Alternative Sensing, Navigation and Data Link Systems
https://www.diana.nato.int/resources/site1/general/challenges/docs/2026-challenge-programme-cfp.pdf

ZenaTech - ZenaDrone Advances Defense-Focused Quantum Navigation System for GPS-Denied Operations to Drone Testing Phase, 24.09.2026
https://www.globenewswire.com/news-release/2026/09/24/3368268/0/en/zenatech-s-zenadrone-advances-defense-focused-quantum-navigation-system-for-gps-denied-operations-to-drone-testing-phase.html

Business Insider - Ukraine showed deep-strike drones must work offline. NATO's interested in low-cost versions that can swarm airfields, 07.10.2026
https://www.businessinsider.com/ukraine-drones-offline-nato-interested-cheap-strike-weapons-swarm-airfields-2026-10

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