Stuttgart (ots) -
Mit einem Konzert des SWR Symphonieorchesters unter der Leitung seines Chefdirigenten François-Xavier Roth sind am Sonntag, den 18. Oktober 2026 die diesjährigen Donaueschinger Musiktage zu Ende gegangen. Auf dem Programm standen neben der deutschen Erstaufführung von Noriko Babas "Bestiarum Musicale VI" die Uraufführungen dreier neuer Werke von Mauro Lanza, Fabien Lévy und Clara Iannotta.
Mauro Lanza erhält den Orchesterpreis
Unmittelbar nach dem Abschlusskonzert der Musiktage wurde Mauro Lanza für sein neues Werk "we've actually been in this place before" mit dem Orchesterpreis des SWR Symphonieorchesters ausgezeichnet. In seiner Laudatio würdigte Benno Trautmann, Hornist des SWR Symphonieorchesters und Mitglied der Orchesterpreis-Jury, Mauro Lanzas neues Werk als "eine Musik, die in allen Registern die Fähigkeiten der Musikerinnen und Musiker kennt und fordert. Die musikalische Traditionen wie im Nebel vorbeihuschen lässt, ohne dass sie sich festhalten lassen. Die uns Musiker so naht- und alternativlos miteinander verzahnt, dass es ungeteilte Aufmerksamkeit erfordert und dabei eine wahre Spielfreude ist. Vielleicht ist sie eine Orchesteretüde im besten Sinne der wunderbaren Etüden von Chopin, Liszt oder Mauricio Kagel."
Mit dem Orchesterpreis ist die Zusage verbunden, dass das prämierte Werk in nachfolgenden Spielzeiten des SWR Symphonieorchesters erneute Aufführungen im Rahmen von Abonnement- und Tourneekonzerten erfährt.
Ein großes Fest mit fantastischem Publikum
Lydia Rilling, Künstlerische Leiterin der Donaueschinger Musiktage: "Getreu dem Festivalmotto 'polyphonies'präsentierten die Donaueschinger Musiktage 2026 unterschiedlichste Spielarten von Polyphonie in der zeitgenössischen Musik. Wie ein roter Faden zog sich außerdem durch das Programm, wie Komponist:innen in ihren Werken die Erschütterungen und Krisen unserer Gegenwart künstlerisch greifbar machen und transformieren. An diesem intensiven Wochenende konnte das Publikum eine große Mannigfaltigkeit ästhetischer Positionen und Perspektiven erleben. Die Atmosphäre war die eines großen Festes der zeitgenössischen Musik mit einem fantastischen Publikum, das so offen und kritisch wie begeisterungsfähig war."
Erneut sehr hohe Auslastung
Auch in diesem Jahr durften sich die Musiktage über sehr hohen Publikumszuspruch freuen. Nahezu alle Konzerte waren ausverkauft, Besucher:innen aus 24 Ländern - darunter die USA, Südkorea und die Ukraine - strömten in die Donaueschinger Konzertsäle. Die Auslastung lag mit 97 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres.
Donaueschingen wird zum weltweiten Treffpunkt für zeitgenössische Musik
Erik Pauly, Oberbürgermeister der Stadt Donaueschingen: "Während der Donaueschinger Musiktage wird unsere Stadt zum weltweiten Treffpunkt für zeitgenössische Musik. In Konzertsälen, Sporthallen und Kirchen - überall erklingen Werke, die Gäste aus aller Welt ebenso begeistern wie die Menschen aus Donaueschingen und Umgebung. Auch mit kostenlosen Konzerten und Klanginstallationen waren alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, neue Musik hautnah zu erleben. Bewohnerinnen und Bewohner des Landkreises erhielten Tickets zum Vorzugspreis, Kinder und Jugendliche der Donaueschinger Schulen nahmen an maßgeschneiderten Workshops teil. Daher gilt mein herzlicher Dank vor allem der künstlerischen Leiterin Lydia Rilling und ihrem gesamten Team für ihr einzigartiges Engagement, mit dem sie Donaueschingen alljährlich für ein Wochenende ins Rampenlicht der internationalen Musikszene stellen."
Die Donaueschinger Musiktage im Hörfunk und Internet
Die beiden Konzerte des SWR Symphonieorchesters bei den diesjährigen Musiktagen wurden live in SWR Kultur sowie als Video-Stream auf SWRKultur.de und im ARD Klassik-Kanal von YouTube übertragen und sind dort weiterhin abrufbar. SWR Kultur zeichnete darüber hinaus sämtliche Konzerte auf und sendete bzw. sendet diese live oder zeitversetzt. Sämtliche Konzertaufzeichnungen sind im Nachgang auf SWRKultur.de sowie in ARD Sounds verfügbar.
Ausblick auf 2027
Im kommenden Jahr finden die Donaueschinger Musiktage vom 14. bis 17. Oktober 2027 statt. Komponist:innen und ausführende Künstler:innen wie Michele Abondano, Georges Aperghis, Franck Bedrossian, Mehdi Behbudi, collective lovemusic, Jessie Cox, Christian Dierstein, Milica Djordjevic, Nick Dunston, Ensemble Apparat, Ensemble Recherche, Fojan Gharibnejad, Winnie Huang, Jack Quartet, Michelle Lou, Martin Matalon, Klaus Ospald, François-Xavier Roth, Claudia Jane Scroccaro, Charlie Sdraulig, Tamara Stefanovich, SWR Experimentalstudio, SWR Symphonieorchester, SWR Vokalensemble, Cansu Tanrikulu, United Instruments of Lucilin, Ilan Volkov und Ioana Vreme Moser stehen dann im Zentrum des Interesses. Das detaillierte Festivalprogramm wird Anfang Juli 2027 bekanntgegeben.
Album vom Festivaljahrgang 2025 bei Wergo erschienen
Im Zuge der im vergangenen Jahr begonnenen Zusammenarbeit mit dem Label Wergo ist wenige Tage vor den diesjährigen Musiktagen ein Album erschienen, das eine Auswahl von Höhepunkten aus dem Festivaljahrgang 2025 präsentiert. "Die auf dem Album vorgestellten Werke", so Lydia Rilling, "reflektieren in unterschiedlichem Maße das Thema des Festivals: erhobene Stimmen, innere Stimmen, verborgene Stimmen, (un)gesungene Stimmen." Zu hören sind u. a. Werke von Turgut Erçetin, Hanna Hartman, Mark Andre, Philippe Leroux, Georges Aperghis, Francesca Verunelli und Laure M. Hiendl.
Karl-Sczuka-Preis an Rupert Enticknap
Auch in diesem Jahr fand am Abschlusstag der Donaueschinger Musiktage die Überreichung des Karl-Sczuka-Preises statt, mit dem der SWR herausragende Werke der Radiokunst auszeichnet. Gewinner des Karl-Sczuka-Preises 2026 ist der britische Klangkünstler Rupert Enticknap, der für sein Hörstück "Die fünfte Jahreszeit" ausgezeichnet wurde. Den Förderpreis erhielt die 1995 in Kiew geborene Khrystyna Kirik für ihr Hörstück "State of Latitude". Das Recherchestipendium wurde in Zusammenarbeit mit dem Carlfriedrich Claus Archiv an Cristian Fierbinteanu für sein Hörstück "What is important?" vergeben.
Veranstalter der Donaueschinger Musiktage ist die Gesellschaft der Musikfreunde in Zusammenarbeit mit der Stadt Donaueschingen, dem Südwestrundfunk und dem SWR Experimentalstudio.
Die Donaueschinger Musiktage werden als kultureller Leuchtturm gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes - gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien - sowie durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.
Weitere Informationen unter SWR.de/kommunikation (https://www.swr.de/unternehmen/kommunikation/index.html) und SWRKultur.de (https://www.swr.de/kultur/)
Pressekontakt:
Matthias Claudi, Tel. 0711 929 12219, matthias.claudi@SWR.de
Pressematerial: Stefan Stahnke, Tel. 030 3478 1984, st@worteuebermusik.de
Bildkommunikation: Tel. 07221 929 26868, foto@SWR.de, ARD-foto.de
Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/7169/6373340
Mit einem Konzert des SWR Symphonieorchesters unter der Leitung seines Chefdirigenten François-Xavier Roth sind am Sonntag, den 18. Oktober 2026 die diesjährigen Donaueschinger Musiktage zu Ende gegangen. Auf dem Programm standen neben der deutschen Erstaufführung von Noriko Babas "Bestiarum Musicale VI" die Uraufführungen dreier neuer Werke von Mauro Lanza, Fabien Lévy und Clara Iannotta.
Mauro Lanza erhält den Orchesterpreis
Unmittelbar nach dem Abschlusskonzert der Musiktage wurde Mauro Lanza für sein neues Werk "we've actually been in this place before" mit dem Orchesterpreis des SWR Symphonieorchesters ausgezeichnet. In seiner Laudatio würdigte Benno Trautmann, Hornist des SWR Symphonieorchesters und Mitglied der Orchesterpreis-Jury, Mauro Lanzas neues Werk als "eine Musik, die in allen Registern die Fähigkeiten der Musikerinnen und Musiker kennt und fordert. Die musikalische Traditionen wie im Nebel vorbeihuschen lässt, ohne dass sie sich festhalten lassen. Die uns Musiker so naht- und alternativlos miteinander verzahnt, dass es ungeteilte Aufmerksamkeit erfordert und dabei eine wahre Spielfreude ist. Vielleicht ist sie eine Orchesteretüde im besten Sinne der wunderbaren Etüden von Chopin, Liszt oder Mauricio Kagel."
Mit dem Orchesterpreis ist die Zusage verbunden, dass das prämierte Werk in nachfolgenden Spielzeiten des SWR Symphonieorchesters erneute Aufführungen im Rahmen von Abonnement- und Tourneekonzerten erfährt.
Ein großes Fest mit fantastischem Publikum
Lydia Rilling, Künstlerische Leiterin der Donaueschinger Musiktage: "Getreu dem Festivalmotto 'polyphonies'präsentierten die Donaueschinger Musiktage 2026 unterschiedlichste Spielarten von Polyphonie in der zeitgenössischen Musik. Wie ein roter Faden zog sich außerdem durch das Programm, wie Komponist:innen in ihren Werken die Erschütterungen und Krisen unserer Gegenwart künstlerisch greifbar machen und transformieren. An diesem intensiven Wochenende konnte das Publikum eine große Mannigfaltigkeit ästhetischer Positionen und Perspektiven erleben. Die Atmosphäre war die eines großen Festes der zeitgenössischen Musik mit einem fantastischen Publikum, das so offen und kritisch wie begeisterungsfähig war."
Erneut sehr hohe Auslastung
Auch in diesem Jahr durften sich die Musiktage über sehr hohen Publikumszuspruch freuen. Nahezu alle Konzerte waren ausverkauft, Besucher:innen aus 24 Ländern - darunter die USA, Südkorea und die Ukraine - strömten in die Donaueschinger Konzertsäle. Die Auslastung lag mit 97 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres.
Donaueschingen wird zum weltweiten Treffpunkt für zeitgenössische Musik
Erik Pauly, Oberbürgermeister der Stadt Donaueschingen: "Während der Donaueschinger Musiktage wird unsere Stadt zum weltweiten Treffpunkt für zeitgenössische Musik. In Konzertsälen, Sporthallen und Kirchen - überall erklingen Werke, die Gäste aus aller Welt ebenso begeistern wie die Menschen aus Donaueschingen und Umgebung. Auch mit kostenlosen Konzerten und Klanginstallationen waren alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, neue Musik hautnah zu erleben. Bewohnerinnen und Bewohner des Landkreises erhielten Tickets zum Vorzugspreis, Kinder und Jugendliche der Donaueschinger Schulen nahmen an maßgeschneiderten Workshops teil. Daher gilt mein herzlicher Dank vor allem der künstlerischen Leiterin Lydia Rilling und ihrem gesamten Team für ihr einzigartiges Engagement, mit dem sie Donaueschingen alljährlich für ein Wochenende ins Rampenlicht der internationalen Musikszene stellen."
Die Donaueschinger Musiktage im Hörfunk und Internet
Die beiden Konzerte des SWR Symphonieorchesters bei den diesjährigen Musiktagen wurden live in SWR Kultur sowie als Video-Stream auf SWRKultur.de und im ARD Klassik-Kanal von YouTube übertragen und sind dort weiterhin abrufbar. SWR Kultur zeichnete darüber hinaus sämtliche Konzerte auf und sendete bzw. sendet diese live oder zeitversetzt. Sämtliche Konzertaufzeichnungen sind im Nachgang auf SWRKultur.de sowie in ARD Sounds verfügbar.
Ausblick auf 2027
Im kommenden Jahr finden die Donaueschinger Musiktage vom 14. bis 17. Oktober 2027 statt. Komponist:innen und ausführende Künstler:innen wie Michele Abondano, Georges Aperghis, Franck Bedrossian, Mehdi Behbudi, collective lovemusic, Jessie Cox, Christian Dierstein, Milica Djordjevic, Nick Dunston, Ensemble Apparat, Ensemble Recherche, Fojan Gharibnejad, Winnie Huang, Jack Quartet, Michelle Lou, Martin Matalon, Klaus Ospald, François-Xavier Roth, Claudia Jane Scroccaro, Charlie Sdraulig, Tamara Stefanovich, SWR Experimentalstudio, SWR Symphonieorchester, SWR Vokalensemble, Cansu Tanrikulu, United Instruments of Lucilin, Ilan Volkov und Ioana Vreme Moser stehen dann im Zentrum des Interesses. Das detaillierte Festivalprogramm wird Anfang Juli 2027 bekanntgegeben.
Album vom Festivaljahrgang 2025 bei Wergo erschienen
Im Zuge der im vergangenen Jahr begonnenen Zusammenarbeit mit dem Label Wergo ist wenige Tage vor den diesjährigen Musiktagen ein Album erschienen, das eine Auswahl von Höhepunkten aus dem Festivaljahrgang 2025 präsentiert. "Die auf dem Album vorgestellten Werke", so Lydia Rilling, "reflektieren in unterschiedlichem Maße das Thema des Festivals: erhobene Stimmen, innere Stimmen, verborgene Stimmen, (un)gesungene Stimmen." Zu hören sind u. a. Werke von Turgut Erçetin, Hanna Hartman, Mark Andre, Philippe Leroux, Georges Aperghis, Francesca Verunelli und Laure M. Hiendl.
Karl-Sczuka-Preis an Rupert Enticknap
Auch in diesem Jahr fand am Abschlusstag der Donaueschinger Musiktage die Überreichung des Karl-Sczuka-Preises statt, mit dem der SWR herausragende Werke der Radiokunst auszeichnet. Gewinner des Karl-Sczuka-Preises 2026 ist der britische Klangkünstler Rupert Enticknap, der für sein Hörstück "Die fünfte Jahreszeit" ausgezeichnet wurde. Den Förderpreis erhielt die 1995 in Kiew geborene Khrystyna Kirik für ihr Hörstück "State of Latitude". Das Recherchestipendium wurde in Zusammenarbeit mit dem Carlfriedrich Claus Archiv an Cristian Fierbinteanu für sein Hörstück "What is important?" vergeben.
Veranstalter der Donaueschinger Musiktage ist die Gesellschaft der Musikfreunde in Zusammenarbeit mit der Stadt Donaueschingen, dem Südwestrundfunk und dem SWR Experimentalstudio.
Die Donaueschinger Musiktage werden als kultureller Leuchtturm gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes - gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien - sowie durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.
Weitere Informationen unter SWR.de/kommunikation (https://www.swr.de/unternehmen/kommunikation/index.html) und SWRKultur.de (https://www.swr.de/kultur/)
Pressekontakt:
Matthias Claudi, Tel. 0711 929 12219, matthias.claudi@SWR.de
Pressematerial: Stefan Stahnke, Tel. 030 3478 1984, st@worteuebermusik.de
Bildkommunikation: Tel. 07221 929 26868, foto@SWR.de, ARD-foto.de
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