DJ MÄRKTE ASIEN/Weiter aufwärts - Autoaktien in Seoul sehr fest
Von Steffen Gosenheimer
DOW JONES--An den ostasiatischen Börsen und am Aktienmarkt in Sydney ist es am Montag nach den Aufschlägen am Freitag weiter nach oben gegangen mit den Indizes. Für Unterstützung sorgten deutlich fallende Ölpreise, nachdem diese am Freitag allerdings auch stark gestiegen waren. Dazu kamen ermutigende Wirtschaftsdaten aus China. Nach der Erholung bei vielen Aktien mit KI-Fantasie zum Ausklang der Vorwoche, war die Tendenz uneinheitlich mit oft wenig veränderten Kursen.
Der Topix in Tokio ging mit einem Miniplus von 0,1 Prozent aus dem Tag. Der als besonders stark KI-getriebene und daher oft volatile Kospi in Seoul zog um 1,8 Prozent deutlich stärker an. Dazu trugen die beiden am Freitag schwer gebeutelten Indexschwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix allerdings eher wenig bei. Samsung gewannen 1,2 und SK Hynix 0,4 Prozent. Gesucht waren die Autoaktien: Hyundai und KIA gewannen je über 4 Prozent, die Aktien der Zulieferer Hyundai Mobis und HL Mando je rund 4 Prozent.
In Sydney stieg der S&P/ASX 200 um 0,4 Prozent. Der Leitindex war im Minus gestartet, drehte aber ins Plus, nachdem Arbeitsmarktdaten die Erwartungen einer baldigen weiteren Zinserhöhung der australischen Zentralbank gedämpft hatten.
Der Shanghai-Composite kam um 0,4 Prozent voran. In Hongkong wurde wegen eines nachgeholten Feiertags nicht gehandelt. Chinas Industrieproduktion und Einzelhandelsumsätze übertrafen im September jeweils die Erwartungen, erstere mit einem Plus von 5,5 Prozent im Jahresvergleich knapp, zweitere deutlicher: Die Einzelhandelsumsätze legten um 1,1 Prozent zu, mehr als doppelt so viel wie das erwartete Wachstum von 0,5 Prozent. Berichtet wurde auch das BIP im dritten Quartal. Es wuchs im Jahresvergleich um 4,5 Prozent und übertraf die Ökonomenprognose von 4,4 Prozent knapp. Peking hat sich für 2026 ein Wachstum von 4,5 bis 5,0 Prozent zum Ziel genommen.
In Indonesien knickte der Leitindex nach dem gut 10-prozentigen Rutsch am Freitag um weitere knapp 5 Prozent ein. Nachdem der Indexanbieter MSCI mitgeteilt hatte, Indonesien nicht mehr als Schwellenland einstufen zu wollen, suchten hier weiter Anleger das Weite.
Unter den Einzelwerten gaben in Tokio Softbank Group um 2,0 Prozent nach. Der Technologieriese will das US-Sicherheitsunternehmen Allied Universal übernehmen. Es wäre die jüngste Wette auf eine breite Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI) und Robotik am Arbeitsplatz. Mitsubishi Electric gaben um 1,0 Prozent nach. Die Japaner haben mit der taiwanischen Hon Hai Precision Industry ("Foxconn") eine Vereinbarung über die Bildung einer strategischen Allianz zur gemeinsamen Führung eines Autoteilegeschäfts getroffen. Foxconn gaben um 2,1 Prozent nach.
In Sydney verteuerten sich New Hope um 5,8 Prozent. Der Kohleproduzent hatte mitgeteilt, den verbleibenden Anteil an Malabar Resources zu übernehmen, den er noch nicht besitzt. Damit sichert sich das Unternehmen die vollständige Kontrolle über eine Untertagemine und erweitert seine Produktionsbasis. Challenger schossen um 19,3 Prozent nach oben. Eine Tochter der japanischen Daiichi Life hat ein Übernahmegebot unterbreitet im Wert von umgerechnet 5,5 Milliarden US-Dollar. Daiichi Life gewannen 1,7 Prozent.
Auch bei Fleetpartners Group trieb Übernahmefantasie. Das Flottenmanagement-Unternehmen hat einer Übernahme durch SG Fleet Management im Wert von umgerechnet 787 Millionen US-Dollar zugestimmt. Fleetpartners verteuerten sich um 7,1 Prozent.
Zu den deutlich sinkenden Ölpreisen wurde auf Spekulationen über eine verbesserte Versorgung verwiesen, nachdem US-Präsident Trump eine Anordnung unterzeichnet hatte, die die meisten Sanktionen und Zölle gegen Russland aufhebt - wenige Tage, bevor diese in Kraft treten sollten. Trump verzichtet außerdem auf vorgeschlagene Zölle für Länder, die Öl aus Russland importieren. Derweil sagte Irans Außenminister Abbas Araqchmniol, der Vorschlag an die USA, bei Erfüllung bestimmter Vorgaben die Straße von Hormus innerhalb von sieben Tagen wieder zu öffnen, stehe weiterhin. Brent-Öl verbilligte sich in Asien um 2,4 Prozent auf 107,26 Dollar.
=== INDEX zuletzt +/- % % YTD Handelsschluss S&P/ASX 200 (Sydney) 8.845,70 +0,4 +1,5 07:00 Topix 500 (Tokio) 3.177,42 +0,1 +19,4 08:00 Kospi (Seoul) 5.768,01 +1,8 +36,9 08:30 Hang-Seng (Hongkong) Feiertag -5,6 Shanghai-Composite 3.730,92 +0,4 -6,0 09:00 Straits-Times (Singapur) 5.425,71 +0,2 +16,8 11:00 IDX Comp. (Indonesien) 4.941,57 -4,7 -42,9 10:00 KLCI (Malaysia) 1.596,07 -0,7 -5,0 10:00 DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Fr, 9:43 Uhr % YTD EUR/USD 1,1218 -0,2 1,1239 1,1235 -4,5 EUR/JPY 177,24 -0,2 177,55 177,52 -3,7 EUR/GBP 0,8419 -0,1 0,8429 0,8436 -3,4 USD/JPY 157,99 0,0 157,99 158,00 +0,9 USD/KRW 1.330,81 -0,3 1.334,19 1.331,50 -7,6 USD/CNY 6,6809 -0,1 6,6861 6,6867 -4,5 USD/CNH 6,6812 -0,1 6,6850 6,6865 -4,2 USD/HKD 7,8482 +0,0 7,8476 7,8476 +0,9 AUD/USD 0,6976 +0,5 0,6944 0,6957 +4,6 NZD/USD 0,5660 +0,2 0,5650 0,5662 -1,7 BTC/USD 82.835,11 +2,4 80.899,79 82.113,68 -5,5 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 99,48 -1,9 -1,93 101,41 Brent/ICE 107,26 -2,4 -2,60 109,86 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.186,76 +0,5 21,75 4.165,01 Silber 57,69 +1,2 0,68 57,01 Platin 1.651,73 +1,3 21,37 1.630,36 (Angaben ohne Gewähr) ===
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October 19, 2026 03:18 ET (07:18 GMT)
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