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Small- & Micro Cap Investment
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5 Mikrovolt, 1 größeres Tiermodell: Warum NurExone beim verletzten Sehnerv den nächsten Schritt plant

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Fünf Mikrovolt klingen nicht nach einer großen Zahl. In der präklinischen Augenforschung können sie jedoch eine klare Grenze markieren: In einer neuen Untersuchung von NurExone erreichten behandelte Rattenaugen bei höherer Lichtintensität die Schwelle einer messbaren elektrischen Netzhautreaktion, während verletzte Augen der Kontrollgruppe darunterblieben. Der Befund ist kein Nachweis wiederhergestellten Sehens beim Menschen. Er liefert dem Unternehmen aber einen konkreten Ausgangspunkt für den geplanten Wechsel in ein größeres Tiermodell.

Was in dem Rattenmodell tatsächlich gemessen wurde

NurExone Biologic Inc. (ISIN: CA67059R1091) untersuchte gemeinsam mit dem Goldschleger Eye Institute am Sheba Medical Center ein sogenanntes Optic-Nerve-Crush-Modell. Dabei wird der Sehnerv von Ratten gezielt verletzt. Anschließend erhielten die Tiere entweder eine Kontrolllösung, unbeladene Exosomen oder ExoPTEN. Die elektrische Antwort der Netzhaut auf Licht wurde mittels Elektroretinografie erfasst.

Bei der höheren der beiden getesteten Lichtstärken erreichte die Gruppe mit unbeladenen Exosomen im Mittel ungefähr fünf Mikrovolt, die im Versuchsaufbau als messbare Reaktionsschwelle definiert waren. Die ExoPTEN-Gruppe lag darüber. Gegenüber der verletzten Kontrollgruppe zeigte ExoPTEN eine statistisch signifikante Verbesserung mit einem p-Wert von 0,04. Zwischen ExoPTEN und den unbeladenen Exosomen wurde in dieser Auswertung hingegen kein statistisch signifikanter Unterschied berichtet.

Keine Glaukomtherapie aus einem Rattenversuch

Gerade bei diesem Thema ist die Abgrenzung entscheidend. Das verwendete Verletzungsmodell bildet nicht alle Merkmale eines menschlichen Glaukoms ab. NurExone entwickelt auf Basis dieser Daten deshalb keine bereits belegte Glaukomtherapie. Das Programm richtet sich auf Schäden am Sehnerv und auf die Frage, ob Exosomen beziehungsweise ExoPTEN nach einer akuten Verletzung Nervenzellen schützen oder regenerative Prozesse unterstützen können.

Diese Formulierung ist mehr als sprachliche Vorsicht. Beim Glaukom entwickelt sich der Schaden häufig über längere Zeit und hängt unter anderem mit dem Augeninnendruck zusammen. Ein kontrolliert erzeugter akuter Sehnervschaden im Tiermodell beantwortet eine andere wissenschaftliche Frage. Er erlaubt einen Vergleich der Behandlungsgruppen, kann die komplexe Erkrankung beim Menschen aber nicht vollständig simulieren.

Warum nun ein Kaninchenmodell folgen soll

Der nächste geplante Schritt ist eine Studie an Kaninchen. Ein größeres Auge bietet praktisch mehr Raum, um Verabreichung, Dosis und lokale Verträglichkeit unter Bedingungen zu untersuchen, die sich von einem kleinen Nagermodell unterscheiden. Nach Angaben des Unternehmens soll das Programm insbesondere zusätzliche Informationen zu Applikation, Dosierung, Verträglichkeit und Sicherheit liefern.

Damit verschiebt sich die Fragestellung. Im Rattenmodell stand zunächst das biologische Signal im Mittelpunkt: Ist nach der Verletzung überhaupt eine messbare funktionelle Aktivität vorhanden? In einem größeren Modell geht es stärker darum, ob sich ein Behandlungsansatz technisch reproduzierbar anwenden lässt. Genau diese Übersetzungsarbeit entscheidet darüber, ob ein präklinischer Effekt später in ein sinnvolles Entwicklungsprogramm überführt werden kann.

Unbeladene Exosomen liefern einen zweiten Hinweis

Bemerkenswert ist, dass auch NurExones unbeladene Exosomen eine messbare Aktivität oberhalb der Kontrolle zeigten. Das passt zur breiteren Plattformstrategie: Exosomen sind nicht nur Verpackung, sondern besitzen abhängig von Herkunft und Herstellung eigene biologische Eigenschaften. ExoPTEN ergänzt diese natürlichen Vesikel um eine definierte therapeutische Nutzlast.

Die Daten erlauben jedoch nicht den Schluss, dass unbeladene Exosomen ExoPTEN ersetzen könnten. Dafür wären direkte, ausreichend große und wiederholte Vergleiche notwendig. Die aktuelle Auswertung zeigt lediglich, dass beide Formulierungen biologische Aktivität aufwiesen und ExoPTEN gegenüber der Kontrolllösung statistische Signifikanz erreichte.

Der größere Test bleibt noch geplant

Auch die Kaninchenstudie ist noch kein gesicherter Meilenstein. Ihr Start hängt von einem finalen Protokoll, Finanzierung und regulatorischen Genehmigungen ab. Positive Ergebnisse würden zudem noch keine Sicherheit oder Wirksamkeit beim Menschen beweisen. ExoPTEN befindet sich weiterhin in der präklinischen Entwicklung und ist für keine Indikation zugelassen.

Für NurExone liegt die Bedeutung der Fünf-Mikrovolt-Marke daher nicht in einer spektakulären Heilungsbehauptung. Entscheidend ist die Entwicklungskette: messbare elektrische Aktivität im Rattenmodell, anschließend Prüfung von Verabreichung und Sicherheit in einem größeren Auge und erst danach die mögliche Annäherung an eine klinische Bewertung. Der aktuelle Befund macht das Sehnervprogramm konkreter - aber gerade seine klare Begrenzung zeigt, welche Arbeit bis zu einer Anwendung am Menschen noch vor dem Unternehmen liegt.

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Lassen Sie sich in den Verteiler für NurExone Biologic und/oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: "Verteiler NurExone" und/oder "Nebenwerte".

NurExone Biologic Inc.
ISIN: CA67059R1091
Land: Israel & Kanada
www.nurexone.com

Quellen:
https://www.globenewswire.com/news-release/2026/10/09/3378353/0/en/nurexone-advances-optic-nerve-injury-program-toward-larger-animal-study-following-positive-preclinical-results.html
https://nurexone.com/exopten-glaucoma/
https://nurexone.com/pipeline/
https://link.springer.com/article/10.1007/s00429-017-1571-3

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