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Siemens (ISIN: DE0007236101) und Nvidia (ISIN: US67066G1040) wollen künstliche Intelligenz tiefer in die industrielle Produktion bringen. Ihre im Januar angekündigte erweiterte Zusammenarbeit verbindet industrielle Software und Automatisierung mit KI-Infrastruktur und Simulation.
Als erstes Vorbild für KI-gestützte, anpassungsfähige Fertigungsstandorte nannten die Unternehmen das Siemens-Elektronikwerk in Erlangen. Dort soll ein Ansatz entstehen, der digitale Planung enger mit realen Produktionsabläufen verbindet.
Die Ambition ist konkret: Fabriken sollen Veränderungen zunächst virtuell untersuchen und validierte Verbesserungen anschließend im Betrieb umsetzen. Doch jede digitale Optimierung benötigt eine physische Grundlage - Maschinen, Antriebe und die Materialien ihrer Komponenten.
Aus Simulation wird industrielle Bewegung
Siemens bringt industrielle Hardware, Software und Fachwissen ein. Nvidia stellt unter anderem KI-Infrastruktur, Modelle und Simulationswerkzeuge bereit. Digitale Zwillinge sollen helfen, komplexe Systeme zu untersuchen, bevor Änderungen an realen Anlagen vorgenommen werden.
Die Zusammenarbeit beschreibt damit einen Weg von der KI-Berechnung zur praktischen Produktion. Angestrebt werden flexiblere Abläufe und schnellere Entscheidungen über die Ausgestaltung industrieller Prozesse.
Die angekündigten Ziele sind keine Garantie bereits erreichter Produktivitätsgewinne. Sie zeigen jedoch, wie große Technologie- und Industriekonzerne KI über den Bildschirm hinaus einsetzen wollen.
Für die Lieferketten bedeutet das: Neben Software bleiben leistungsfähige elektrische und mechanische Komponenten entscheidend.
Der Materialbedarf beginnt nicht erst bei Humanoiden
Der von Sprott aufgegriffene "World Robotics 2025"-Bericht nennt für Ende 2024 weltweit rund 4,6 Millionen eingesetzte Industrieroboter. Die Automatisierung besitzt damit bereits eine große industrielle Basis.
Leistungsfähige Permanentmagnete ermöglichen kompakte elektrische Antriebe. Neodym und Praseodym gehören zu ihren wichtigen Bestandteilen. Welche Materialien tatsächlich eingesetzt werden, hängt von den Anforderungen und der jeweiligen Konstruktion ab.
Nicht jede automatisierte Anlage benötigt dieselbe Magnettechnik. Dennoch schafft der Ausbau anspruchsvoller Antriebssysteme einen nachvollziehbaren Bezug zu Seltenen Erden. Eine zusätzliche Nachfragequelle entsteht hier innerhalb bestehender Industrien, unabhängig vom Tempo eines möglichen Humanoidenmarktes.
St George arbeitet an einer möglichen zusätzlichen Quelle
St George Mining (ISIN: AU000000SGQ8) entwickelt das Araxá-Projekt im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais. Die Lagerstätte verbindet Seltene Erden mit Niob.
Die im August veröffentlichte Mineralressource umfasst 111,2 Millionen Tonnen mit durchschnittlich 3,57 Prozent Gesamtseltenerdoxiden und 0,57 Prozent Niobpentoxid. Davon gehören 75,2 Millionen Tonnen zu den Kategorien "Measured" und "Indicated".
Dieser geologisch besser abgesicherte Ressourcenteil enthält durchschnittlich 0,69 Prozent Neodym-Praseodym-Oxide. Damit besitzt Araxá eine konkrete Verbindung zu Magnetmaterialien.
Für St George liegt die Entwicklungsaufgabe nun darin, diese Ressourcenbasis in einen geeigneten Verarbeitungsprozess zu übertragen. Entscheidend sind erreichbare Ausbeuten, Qualität und Kosten.
Ein Pilotzentrum für die technische Entwicklung
Parallel zu externen Verarbeitungstests baut St George ein eigenes Pilot- und Technologiezentrum in Araxá. Nach Unternehmensangaben liegen die Umwelt- und Baugenehmigungen für diese Anlage vor.
Die geplante Kapazität beträgt bis zu 300 Kilogramm Material pro Stunde. Die Fertigstellung wurde für Dezember 2026 vorgesehen, der erste Betrieb für Januar 2027.
Die Anlage soll systematische Untersuchungen ermöglichen und Daten für weitere technische Studien liefern. Eine kommerzielle Mine ersetzt sie nicht. Sie schafft jedoch zusätzliche Möglichkeiten, Prozessschritte zu prüfen und die Übertragung auf einen größeren Maßstab vorzubereiten.
Fazit
Siemens und Nvidia zeigen, wie sich die KI-Geschichte in Richtung industrieller Anwendungen erweitert. Digitale Zwillinge, Simulation und Automatisierung sollen reale Produktionsprozesse verbessern. Die dafür erforderlichen Maschinen bleiben auf geeignete Komponenten und Materialien angewiesen.
St George bietet mit Araxá einen Ansatzpunkt auf der Rohstoffseite dieser Entwicklung. Die Ressource enthält magnetrelevante Elemente, während das geplante Pilotzentrum die technische Weiterentwicklung unterstützen soll. Das verbindet eine definierte geologische Grundlage mit konkreten Entwicklungsarbeiten.
Eine Lieferbeziehung zu Siemens oder Nvidia besteht dadurch nicht. Auch zusätzliche Automatisierung garantiert keine bestimmten Absatzmengen für Araxá. Das Projekt muss Wirtschaftlichkeit, geeignete Produkte, Genehmigungen und Finanzierung noch absichern. Technologische Alternativen und Rohstoffpreise beeinflussen die späteren Marktbedingungen.
Für Anleger zählen deshalb die Fortschritte beim Pilotzentrum und die Ergebnisse der Verarbeitungstests. Industrielle KI kann die Anforderungen an Maschinen verändern. St Georges Chance liegt darin, künftig einen Teil der Materialien bereitzustellen, mit denen solche Maschinen gebaut werden.
Quellen
https://nvidianews.nvidia.com/news/siemens-and-nvidia-expand-partnership-industrial-ai-operating-system NVIDIA Newsroom
https://sprott.com/insights/the-rare-earths-powering-the-next-wave-of-robotics/
https://www.stgm.com.au/
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St George Mining
Land: Australien
ISIN: AU000000SGQ8
https://stgm.com.au
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