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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

TAGESTHEMA

China hat zum 17. Mal in Folge seine maßgeblichen Kreditzinssätze unverändert gelassen. Die einjährige Loan Prime Rate (LPR) blieb bei 3,00 Prozent, die fünfjährigebei 3,50 Prozent. Beide Zinssätze entsprechen den Markterwartungen. Der einjährige LPR, der als Referenzzinssatz für die meisten neuen und bestehenden Kredite dient, beeinflusst die Kreditkosten für Unternehmen und Haushalte. Der fünfjährige Satz ist eine Referenz für Hypotheken und andere längerfristige Kredite. Die Entscheidung folgte Daten, die zeigten, dass Chinas Wirtschaft im dritten Quartal im Jahresvergleich um 4,5 Prozent gewachsen ist, nach 4,3 Prozent im Vorquartal, womit die Prognosen übertroffen wurden. Das Beibehalten der Zinssätze deutet darauf hin, dass die politischen Entscheidungsträger derzeit keinen unmittelbaren Bedarf für eine breit angelegte geldpolitische Lockerung sehen, obwohl die anhaltende Schwäche bei der Wohnungsnachfrage und den Investitionen weiterhin Herausforderungen darstellt.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

12:30 US/GE Aerospace, Ergebnis 3Q

12:30 US/General Motors Co (GM), Ergebnis 3Q

12:55 US/RTX Corp, Ergebnis 3Q

22:00 US/Netflix Inc, Ergebnis 3Q

22:00 US/Space Exploration Technologies Corp (SpaceX), Ergebnis 3Q

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  14:30 Baubeginne/-genehmigungen September 
     Baubeginne 
     PROGNOSE: +2,0% gg Vm 
     zuvor:  -2,6% gg Vm 
     Baugenehmigungen 
     PROGNOSE: -0,3% gg Vm 
     zuvor:  -2,7% gg Vm 
 

ÜBERSICHT INDIZES

zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.734,00  -0,0 
E-Mini-Future Nasdaq-100  29.641,00  -0,3 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.816,90  -0,3 
Topix-500 (Tokio)      4.006,46  -1,5 
Kospi (Seoul)        5.540,57  -3,9 
Shanghai-Composite      3.711,84  -0,5 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 23.900,15  -1,2 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Schwach - Wieder grassieren Bedenken hinsichtlich der Finanzierung und Rentabilität des KI-Booms, entsprechend stehen viele Technologieaktien unter Druck. Besonders augenscheinlich ist dies an der technologielastigen Börse in Seoul, wo der Kospi stark einknickt. Auf die Stimmung drückt auch ein ernüchterndes Börsendebüt. Die Aktie des KI-Rechenzentrumsinfrastrukturunternehmens Elice startete 16 Prozent unter dem Ausgabekurs, zuletzt lag der Kurs sogar rund 30 Prozent darunter. Die beiden Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix verlieren 2,8 bzw. 4,2 Prozent. Hanmi Semiconductor geben um 4,5 Prozent nach. In Tokio verlieren Kioxia 2,1, Softbank Group 5,9 und Murata Manufacturing 2,5 Prozent, in Hongkong SMIC 1,2 Prozent. In Sydney bremsen Bankaktien. National Australia Bank verlieren 2,4 Prozent nach der Ankündigung eines Stellenabbaus und von Restrukturierungskosten. ANZ geben um 0,8 Prozent nach, Westpac um 1,2 Prozent. BHP verbilligen sich um 1,3 Prozent, nachdem der Eisenerz-Riese mitgeteilt hat, dass die Kupferproduktion im September-Quartal gesunken sei. Rio Tinto fallen im Sog 0,8 Prozent. Dass die chinesische Notenbank erneut die Leitzinsen nicht änderte, spielt keine Rolle. Am Markt wurde das so erwartet, auch, nachdem das stärkere Wachstum im dritten Quartal den Druck für eine kurzfristige geldpolitische Lockerung verringert hatte.

WALL STREET

INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     51.966,03  -0,1  -36,38    52.002,41 
S&P-500    7.690,73  +0,4  +31,29    7.659,44 
NASDAQ Comp 26.430,89  +1,1  +290,85    26.140,03 
NASDAQ 100  29.529,35  +1,2  +341,80    29.187,55 
 
           Montag   Freitag 
Umsatz NYSE (Aktien) 0,57 Mrd  1,38 Mrd 
Gewinner        961   1.152 
Verlierer      1.751   1.569 
Unverändert       81     59 
 

Freundlich - Nach den starken Verlusten am Freitag sorgte vor allem eine Erholung bei KI-Titeln für eine Erholungsbewegung. Positiv hätten zunächst auch gesunkene Anleiherenditen gewirkt. Diese zogen im Verlauf des Handels mit den Ölpreisen aber wieder etwas an. Nach dem jüngsten Ausverkauf im KI-Sektor angesichts von Sorgen über hohe Kreditkosten zur Finanzierung des KI-Booms griffen einige Akteure auf niedrigeren Kursniveaus wieder zu. AMD zogen um 1,8 Prozent an, Intel um 2,4 und Marvell um 4,1 Prozent. Nvidia kletterten um 1,4 Prozent, Micron Technology um 3,0 Prozent. Die zuletzt schwer gebeutelten Coreweave legten nach einer Hochstufung durch Goldman Sachs zwischenzeitlich zu, schlossen aber mit einem Minus von 0,4 Prozent. Das Unternehmen könnte aufgrund der steigenden Zinsen Schwierigkeiten haben, seine Verpflichtungen zu erfüllen, so die Sorge am Markt. Silence Therapeutics haussierten um 125,6 Prozent. Die deutsche Merck KGaA übernimmt das in den USA notierte britische Unternehmen, das auf seltene Erkrankungen spezialisiert ist.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries Rendite  +/- 
2 Jahre      4,76 +0,02 
10 Jahre     5,14 +0,03 
 

Die Renditen zogen mit den potenziell inflationstreibenden Ölpreisen an. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen hatte im Tagestief unter 5,08 Prozent gelegen, ehe es nach oben ging.

DEVISENMARKT

zuletzt +/- %   00:00    Mo, 09:13 % YTD 
EUR/USD     1,1232  +0,2   1,1210     1,1218  -4,4 
EUR/JPY     177,64  -0,0   177,71     177,20  -3,5 
EUR/GBP     0,8423  -0,0   0,8426     0,8418  -3,4 
USD/JPY     158,13  -0,2   158,48     157,95  +0,9 
USD/KRW    1.328,30  -0,3  1.332,12    1.330,91  -7,8 
USD/CNY     6,6791  -0,0   6,6806     6,6809  -4,5 
USD/CNH     6,6787  -0,1   6,6819     6,6811  -4,3 
USD/HKD     7,8480  0,0   7,8482     7,8482  +0,9 
AUD/USD     0,6984  +0,1   0,6978     0,6976  +4,7 
NZD/USD     0,5679  +0,3   0,5662     0,5658  -1,3 
BTC/USD    81.869,24  -0,1 81.936,02    82.787,87  -6,6 
 
 

Der Dollar tendierte unter dem Strich seitwärts. Der Euro kostete zuletzt im US-Handel 1,1213 Dollar, einen Tick mehr als am späten Freitag.

ROHSTOFFE

METALLE

zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold    4.131,91  -0,2   -7,76    4.139,67 
Silber    57,35  +0,5    0,27      57,09 
Platin   1.647,30  +0,4    7,05    1.640,25 
 

Der Goldpreis wurde von höheren Renditen belastet. Die Feinunze verbilligte sich um 0,5 Prozent und kostete zum Settlement 4.139 Dollar.

ÖL

zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex   103,99  +0,3    0,33     103,66 
Brent/ICE   109,92  +0,3    0,37     109,55 
 

Die Ölpreise gaben zunächst nach, zogen im Handelsverlauf in den USA dann aber wieder an. Teilnehmer verwiesen dazu auf ukrainische Angriffe auf Ölinfrastruktur in Russland. Brent-Öl kostete zuletzt in den USA 109,24 Dollar, 0,7 Prozent weniger als zum Schluss der Vorwoche.

MELDUNGEN SEIT MONTAG 20.00 UHR

UKRAINE-KRIEG

US-Präsident Trump hat sich offen für ein Treffen mit den Staatschefs von Russland und China gezeigt, um über eine Denuklearisierung zu beraten. Trumps Äußerungen folgten auf einen Bericht des Wall Street Journal, wonach der russische Präsident Putin ein Treffen mit Trump und Chinas Staatschef Xi vorgeschlagen haben soll. Ziel sei es, über die Ukraine zu sprechen und ein für Moskau vorteilhaftes Ende des vierjährigen russischen Angriffskriegs auszuhandeln. "Wir würden ein Treffen auf Grundlage der Denuklearisierung anberaumen, und das ist eine sehr positive Sache für die Welt", sagte Trump.

BHP

hat in den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahres eine rückläufige Kupferproduktion verzeichnet und produzierte 400.700 Tonnen Kupfer, 19 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Eisenerzförderung wuchs um 4 Prozent. Die Jahresprognose für Fördermengen und Stückkosten behielt BHP unverändert bei.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/ros/gos

(END) Dow Jones Newswires

October 20, 2026 01:46 ET (05:46 GMT)

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