DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Deutsche Erzeugerpreise steigen im September stärker als erwartet
Der Inflationsdruck in Deutschland hat im September auf der Produzentenstufe deutlicher als erwartet zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, stiegen die Erzeugerpreise gegenüber dem Vormonat um 1,9 Prozent und lagen um 6,7 (August: 4,6) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten Raten von 1,8 und 6,3 Prozent prognostiziert. Der Anstieg der Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahresmonat war vor allem auf gestiegene Energiepreise (plus 14,9 Prozent) zurückzuführen.
Umsatz im Gastgewerbe sinkt im August
Das Gastgewerbe in Deutschland hat im August nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kalender- und saisonbereinigt real 1,3 Prozent und nominal 1,2 Prozent weniger umgesetzt als im Juli. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank der Umsatz real um 4,2 Prozent, wohingegen er nominal um 2,7 Prozent stieg.
Lohnwachstum in Großbritannien zieht vor Sitzung der Bank of England an
Das Lohnwachstum in Großbritannien ist in den drei Monaten bis August geringfügig gestiegen. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Bank of England ihren Leitzins im nächsten Monat anheben wird. Das jährliche Wachstum der Wochenlöhne ohne Bonuszahlungen stieg auf 3,7 Prozent, verglichen mit einem nach oben korrigierten Wert von 3,6 Prozent in den drei Monaten bis Juli. Von The Wall Street Journal vergangene Woche befragte Ökonomen hatten mit 3,6 Prozent gerechnet.
China voraussichtlich auf Kurs zur Erreichung des jährlichen Wachstumsziels
China dürfte auf Kurs sein, sein jährliches BIP-Ziel zu erreichen, schreibt ING-Ökonom Lynn Song in einer Research Note. Das Wachstum hat sich im dritten Quartal im Jahresvergleich auf 4,5 Prozent erholt, nach 4,3 Prozent im zweiten Quartal. "Da nur noch wenige Monate des Jahres verbleiben, glauben wir, dass Chinas Wirtschaft gut aufgestellt ist, um ihr Wachstumsziel für 2026 von 4,5-5,0 Prozent zu erreichen", meint Song. Die Inlandsdaten für September hätten ebenfalls Anzeichen einer Stabilisierung gezeigt, wobei das Wachstum der Einzelhandelsumsätze stärker als erwartet ausgefallen sei und die Industrieproduktion weiterhin die Hauptstütze bleibe, meint Song. Die Wirtschaft bleibe jedoch mit Blick auf das Jahr 2027 recht unausgewogen, da die Probleme im Immobiliensektor und die schwache Inlandsnachfrage anhielten, meint er.
Chinas wichtigste Leitzinsen unverändert gelassen, während die PBOC Reformen abwägt
Führende chinesische Banken haben ihre wichtigsten Kreditzinsen unverändert gelassen. Sie verharren damit auf dem Niveau von Mai vergangenen Jahres, da die Behörden der fiskalischen Expansion eine größere Rolle bei der Stärkung des Wachstums einräumen. Chinas einjährige Loan Prime Rate verblieb bei 3,0 Prozent und der fünfjährige Satz bei 3,5 Prozent, wie aus Daten hervorgeht, die die People's Bank of China am Dienstag veröffentlichte.
PBOC signalisiert potenziellen Wechsel des Leitzinses
Die PBOC hat einen potenziellen Wechsel ihres Leitzinses vom Sieben-Tage-Reverse-Repo-Satz hin zum Overnight-Reverse-Repo-Satz signalisiert, schreibt Xinquan Chen von Goldman Sachs in einem Bericht. Bei einem Forum am Montag habe der Gouverneur der PBOC, Pan Gongsheng, weitere Reformen des geldpolitischen Rahmens Chinas einschließlich des potenziellen Wechsels skizziert, merkt der Ökonom an. "Der potenzielle Wechsel zu einem Overnight-Leitzins könnte effektiv einer Leitzinssenkung gleichkommen, je nachdem, auf welchem Niveau der neue Satz festgelegt wird", meint Chen. "Angesichts des stärker als erwartet ausgefallenen BIP-Wachstums im dritten Quartal und der jüngst angekündigten geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen halten wir jedoch an unserer Basisprognose fest, dass es im weiteren Verlauf dieses Jahres keine Senkungen des Leitzinses oder des Mindestreservesatzes geben wird", fügt Chen hinzu.
Australisches Verbrauchervertrauen bleibt tief im Keller
Das australische Verbrauchervertrauen verharre in der vergangenen Woche im Tief, nachdem bekannt geworden war, dass die Arbeitslosigkeit den höchsten Stand seit dem Jahr 2021 erreicht habe. Das Verbrauchervertrauen sank in der vergangenen Woche um 0,3 Punkte auf 67,7 Punkte. Der gleitende Vier-Wochen-Durchschnitt fiel derweil um 1,1 Punkte auf 68,3 Punkte, wie aus einer Umfrage der ANZ Bank und des Meinungsforschungsinstituts Roy Morgan hervorgeht.
Trump offen für Treffen mit Putin und Xi
US-Präsident Donald Trump hat sich am Montag offen für ein Treffen mit den Staatschefs von Russland und China gezeigt, um über eine Denuklearisierung zu beraten. Trumps Äußerungen folgten auf einen Bericht des Wall Street Journal, wonach der russische Präsident Wladimir Putin ein Treffen mit Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping im kommenden Monat vorgeschlagen haben soll. Ziel sei es, über die Ukraine zu sprechen und ein für Moskau vorteilhaftes Ende des vierjährigen russischen Angriffskriegs auszuhandeln.
Ölpreise geben leicht nach - Versorgungsrisiken bleiben bestehen
Die Ölpreise geben im frühen asiatischen Handel leicht nach, wie Analysten von ANZ Research in einem Bericht schreiben. "Die Trump-Administration spricht weiterhin positiv über ihre Bemühungen zur Unterstützung der Ölströme, wobei Energieminister Chris Wright erklärte, dass sie sich auf etwa 80 Prozent ihres Niveaus vor dem Konflikt erholt hätten", so die Analysten. Die "Bemühungen zur Unterstützung des Kraftstoffmarktes dürften jedoch zu kurz greifen", meinen die Analysten und verweisen auf "steigende Versorgungsrisiken im Nahen Osten". Der Iran habe der jemenitischen Houthi-Miliz Geheimdienstinformationen und Zielunterstützung für Angriffe auf Saudi-Arabien zukommen lassen, berichtete das WSJ. Die Front-Month-WTI-Rohöl-Futures notieren 0,3 Prozent niedriger bei 103,32 US-Dollar je Barrel, während die Front-Month-Brent-Rohöl-Futures um 0,2 Prozent auf 109,36 US-Dollar je Barrel fallen.
+++ Konjunkturdaten +++
Schweiz Sep Exporte 23,234 Mrd CHF
Schweiz Sep Importe 21,881 Mrd CHF
Schweiz Sep Handelsbilanz Überschuss 1,4 Mrd CHF
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October 20, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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