Halle (ots) -
Halle/Magdeburg. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) sieht sich nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt als Machtfaktor in der weiteren Parlamentsarbeit. Im Podcast "2,1 Millionen" von Mitteldeutscher Zeitung und Volksstimme hat die Co-Vorsitzender der BSW-Landtagsfraktion Claudia Wittig die Strategie ihrer Partei verteidigt: Gespräche mit der AfD ja, eine Koalition oder die Wahl eines AfD-Ministerpräsidenten aber nein. "Wir möchten Politik in der Sache entscheiden, mit wechselnden Mehrheiten", sagte Wittig. Sie bezeichnete ihre Partei als Kraft zwischen den politischen Lagern, die konkrete Projekte voranbringen wolle.
Besonders deutlich wurde Wittig bei der Frage, ob das BSW den AfD-Fraktionschef Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten wählen könnte. "Wir haben gesagt, wir würden weder Sven Schulze als Ministerpräsidenten unterstützen noch Ulrich Siegmund", betonte sie. Spekulationen über eine mögliche Kehrtwende wies sie zurück. "Wir haben uns sehr deutlich, sehr früh dazu positioniert. Wir enthalten uns."
Stattdessen wirbt das BSW weiter für die Idee eines überparteilichen Regierungschefs ohne Parteibuch, der die verhärteten Fronten im Landtag überwinden soll. Wittig sagte, dass das BSW bereits einen möglichen Kandidaten für das Amt eines überparteilichen Ministerpräsidenten im Blick hat. Einen Namen wollte sie zwar nicht nennen, bestätigte jedoch, dass die Person bereits angesprochen wurde und grundsätzlich zur Verfügung stünde."Wir hätten jemanden", sagte Wittig. Zugleich betonte sie, dass es aus Sicht des BSW nicht zwingend der eigene Vorschlag sein müsse. Entscheidend sei, eine Persönlichkeit zu finden, "der man zutraut, diese Lager zu verbinden" und die sowohl im AfD-Lager als auch bei den übrigen Parteien Akzeptanz finden könne.
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Frank Rugullis
Telefon: 0345 565 4200
frank.rugullis@mz.de
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Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/47409/6374624
Halle/Magdeburg. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) sieht sich nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt als Machtfaktor in der weiteren Parlamentsarbeit. Im Podcast "2,1 Millionen" von Mitteldeutscher Zeitung und Volksstimme hat die Co-Vorsitzender der BSW-Landtagsfraktion Claudia Wittig die Strategie ihrer Partei verteidigt: Gespräche mit der AfD ja, eine Koalition oder die Wahl eines AfD-Ministerpräsidenten aber nein. "Wir möchten Politik in der Sache entscheiden, mit wechselnden Mehrheiten", sagte Wittig. Sie bezeichnete ihre Partei als Kraft zwischen den politischen Lagern, die konkrete Projekte voranbringen wolle.
Besonders deutlich wurde Wittig bei der Frage, ob das BSW den AfD-Fraktionschef Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten wählen könnte. "Wir haben gesagt, wir würden weder Sven Schulze als Ministerpräsidenten unterstützen noch Ulrich Siegmund", betonte sie. Spekulationen über eine mögliche Kehrtwende wies sie zurück. "Wir haben uns sehr deutlich, sehr früh dazu positioniert. Wir enthalten uns."
Stattdessen wirbt das BSW weiter für die Idee eines überparteilichen Regierungschefs ohne Parteibuch, der die verhärteten Fronten im Landtag überwinden soll. Wittig sagte, dass das BSW bereits einen möglichen Kandidaten für das Amt eines überparteilichen Ministerpräsidenten im Blick hat. Einen Namen wollte sie zwar nicht nennen, bestätigte jedoch, dass die Person bereits angesprochen wurde und grundsätzlich zur Verfügung stünde."Wir hätten jemanden", sagte Wittig. Zugleich betonte sie, dass es aus Sicht des BSW nicht zwingend der eigene Vorschlag sein müsse. Entscheidend sei, eine Persönlichkeit zu finden, "der man zutraut, diese Lager zu verbinden" und die sowohl im AfD-Lager als auch bei den übrigen Parteien Akzeptanz finden könne.
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