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MÄRKTE USA/Wall Street vor Abgaben - Warten auf SpaceX-Zahlen

DJ MÄRKTE USA/Wall Street vor Abgaben - Warten auf SpaceX-Zahlen

DOW JONES--Die Erholung am Vortag vor allem im Technologiesektor scheint an der Wall Street keinen Trend zu setzen. Denn der Aktienterminmarkt deutet am Dienstag einen etwas leichteren Handelsbeginn am Kassamarkt an. Die Sorgen rund um Künstliche Intelligenz (KI) sind wieder in den Vordergrund gerückt, nachdem die Sektorwerte am Vortag die Erholung angeführt hatten. Bereits in Asien setzten die Titel negative Impulse. AMD verlieren vor der Startglocke 2 Prozent, Intel 1,9 Prozent, Nvidia 0,8 Prozent, Micron Technology 2,5 Prozent und Marvell Technology 2,6 Prozent.

"Technologieaktien stehen erneut unter Druck, da Investoren die Nachhaltigkeit der von KI getriebenen Aktienrally vor einer entscheidenden Berichtswoche neu bewerten", heißt es bei Tickmill Group. Zuletzt wieder gestiegene Anleiherenditen sorgen für ein schwieriges Marktumfeld für die zinsreagiblen Sektorwerte. Auch die steigenden Ölpreise trüben die Stimmung, nicht nur im Technologiebereich. Schwache Immobiliendaten zu den Baubeginnen dürften auf gestiegene Marktzinsen zurückzuführen sein und liefern dem Markt keine Stütze.

In den Fokus rückt nun immer stärker die Fahrt aufnehmende Berichtssaison. Doch richtig spannend wird es nach Handelsende, wenn der zweite Quartalsbericht von SpaceX als börsennotiertes Unternehmen vorgelegt wird. Da das Unternehmen auch ein starkes KI-Standbein hat, sprechen Händler vom ersten Lackmustest im KI-Sektor in der laufenden US-Berichtsperiode. "Wie sind Investoren vor den Ergebnissen positioniert?", fragt Morgan Stanley-Analyst Adam Jonas. "Die Stimmung war so eine Achterbahnfahrt, dass es für uns schwierig geworden ist, sie genau zu bestimmen. Wir glauben, dass Investoren den Zahlen eher positiv gegenüberstehen." Vorbörslich fällt der Kurs um 0,9 Prozent.

Aber einige Unternehmen von Rang haben bereits vorgelegt. General Motors stürzen um 7,2 Prozent ab. Der Automobilkonzern hat im vergangenen Quartal höhere Gewinne und Umsätze gemeldet, setzte aber weniger Fahrzeuge ab, was aber bereits bekannt war. Auch ein Aktienrückkaufprogramm über 20 Milliarden Dollar hilft der Aktie nicht. Die Gewinnprognose für das Gesamtjahr wurde am oberen Rand gekappt. Am Markt wertet man dies als Signal für ein mögliches Ende des jüngsten Wachstumszyklus.

Im Triebwerksbereich haben RTX (+0,7%) und GE Aerospace (-3,3%) Quartalszahlen vorgelegt. Beide Luftfahrtkonzerne haben ihre Jahresprognosen erhöht. Bei GE blickten Händler etwas skeptisch auf die KI-Investitionen. Auch Northrop Grumman erhöht ihre Prognose nach höherem Gewinn und Umsatz im dritten Quartal, der Kurs legt um 0,3 Prozent zu. Auch der Spielzeughersteller Hasbro hat den Ausblick nach oben genommen, der Kurs steigt um 2 Prozent.

Am Anleihemarkt fallen die Renditen trotz anziehender Ölpreise. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen büßt 4 Basispunkte auf 5,09 Prozent ein. US-Staatsanleihen könnten ihren Diversifikationswert zurückerhalten, wenn sich eine von der KI angeführte Marktkorrektur verschärfe, urteilen die Analysten von Julius Bär. Historisch gesehen hätten US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren bei Aktienkursrückgängen zwischen 2000 und 2020 positive Renditen erzielt. Der Dollar-Index folgt den Renditen nach unten und verliert 0,2 Prozent.

Der Preis für Rohöl der Sorte Brent zieht um 1,6 Prozent auf 111,34 Dollar das Fass an und bewegt sich damit nahe einem Fünfmonatshoch, nachdem der Iran erneut sein Recht auf Kontrolle der Straße von Hormus bekräftigt hat. WTI stiegt zunächst sogar noch deutlicher. Hintergrund waren aber Eindeckungen von Spekulanten, die vor physischen Lieferproblemen stehen. Denn am Berichtstag ist Verfalltag der November-Kontrakte an der CME. Der nun zum Frontmonat gewordene Dezember-Kontrakt steigt eher unauffällig wie Brent.

Die Goldpreise (-0,5%) geben nach, da steigende Energiepreise die Inflationssorgen verstärken. Eine höhere Inflation könnte letztlich zu höheren Leitzinsen führen, so die Spekulation. Insgesamt bleibe das Edelmetall in einer relativ engen Spanne gefangen, merken die Analysten der Saxo Bank an.

=== 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,75 -0,01    4,78      4,75 
5 Jahre           4,90 -0,03    4,94      4,90 
10 Jahre          5,09 -0,04    5,15      5,09 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 18:04 
EUR/USD          1,1220  +0,1   0,0010     1,1210   1,1204 
EUR/JPY          177,25  -0,3  -0,4600     177,71  177,6100 
EUR/CHF          0,9232  -0,4  -0,0036     0,9268   0,9264 
EUR/GBP          0,8394  -0,4  -0,0032     0,8426   0,8423 
USD/JPY          157,95  -0,3  -0,5300     158,48  158,5100 
GBP/USD          1,3366  +0,5   0,0064     1,3302   1,3300 
USD/CNY          6,6779  -0,0  -0,0027     6,6806   6,6806 
USD/CNH          6,6768  -0,1  -0,0051     6,6819   6,6832 
AUS/USD          0,6991  +0,2   0,0013     0,6978   0,6975 
Bitcoin/USD      81.543,25  -0,5  -392,77    81.936,02 81.699,41 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         105,60  +1,9    1,94     103,66 
Brent/ICE         111,34  +1,6    1,79     109,55 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.120,88  -0,5   -18,79    4.139,67 
Silber           57,03  -0,1   -0,05      57,09 
Platin         1.636,15  -0,2   -4,10    1.640,25 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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October 20, 2026 08:48 ET (12:48 GMT)

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