Forscher des französischen Nationalen Zentrums für wissenschaftliche Forschung (CNRS), des Institut Curie, der Sorbonne Université und von One Biosciences zeigen, dass Eierstockkrebs-Tumorzellen epigenetisch darauf vorbereitet sein können, einer Chemotherapie zu widerstehen
Die klinische Einzelzell-Profilierung bei der Diagnose könnte personalisiertere Behandlungsstrategien bei schwer zu behandelnden Krebserkrankungen ermöglichen
One Biosciences gab heute Daten bekannt, die zeigen, dass einige Eierstockkrebs-Tumorzellen prädisponiert sind, der Chemotherapie zu widerstehen, und dass eine Einzelzell-Profilierung bei der Diagnose Tumorprofile identifizieren kann, die darauf hinweisen, bei welchen Patientinnen ein Behandlungsversagen wahrscheinlich ist, was letztlich personalisiertere Behandlungsstrategien ermöglicht.
Forscher von One Biosciences, dem französischen Nationalen Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS), dem Institut Curie und der Sorbonne Université fanden heraus, dass die zellulären Veränderungen, die mit der Entwicklung einer Resistenz gegen zytotoxische Chemotherapie verbunden sind, nicht allein durch DNA-Mutationen erklärt werden können: Der funktionelle und epigenetische Zustand der Tumorzellen spielt eine Schlüsselrolle, und die anfängliche Tumorzusammensetzung sagt das Gesamtüberleben voraus.
Im Mittelpunkt der Studie standen Patientinnen mit hochgradigem serösem Eierstockkrebs (HGSOC), der häufigsten und aggressivsten Form von Eierstockkrebs. Die Erkrankung zeigt nur wenige Symptome, wird oft erst spät erkannt und ist nach wie vor schwer zu behandeln die Fünf-Jahres-Überlebensrate liegt unter 40 Prozent.
"Eierstockkrebstumore sind sehr vielfältig und bestehen aus vielen verschiedenen Zelltypen. Diese Zellen können viele unterschiedliche Funktionen ausüben, von denen einige dem Tumor helfen, der Chemotherapie zu widerstehen. In dieser Studie haben wir alle in einem Tumor sowohl vor als auch nach der Behandlung vorhandenen funktionellen Zustände identifiziert und festgestellt, dass das anfängliche Tumorprofil einer Patientin deren Behandlungsergebnis vorhersagte", sagte Dr. Céline Vallot, Mitbegründerin und wissenschaftliche Leiterin bei One Biosciences. "Durch den Einsatz der Einzelzell-Profilierung zur Identifizierung von Funktionszuständen, die mit einer Chemotherapieresistenz assoziiert sind, können wir möglicherweise besser vorhersagen, wer auf die Therapie anspricht und wer nicht, was Ärzten die Möglichkeit für personalisiertere Behandlungsstrategien bietet."
Im Rahmen der Studie wurden Einzelzell-RNA-Profile von Tumorproben sowohl vor als auch nach der Chemotherapie analysiert, wodurch die Forscher zelluläre Veränderungen nachverfolgen konnten. Tumoren mit einer höheren anfänglichen Konzentration an funktionellen Zuständen, die mit einer Chemotherapieresistenz assoziiert waren, gingen mit einer schlechteren Gesamtüberlebensrate einher. Darüber hinaus identifizierten die Forscher epigenetische Marker für die Resistenz gegen die eingesetzten Chemotherapeutika. Entscheidend ist, dass die in dieser Studie verwendete Einzelzell-Profiling-Technologie auf Standard-FFPE-Biopsieproben angewendet werden kann, die in der klinischen Versorgung weit verbreitet sind.
"Die Einzelzell-Profilierung in klinischer Qualität ermöglicht es uns, die zellulären Resistenzmechanismen nicht nur im Rahmen einer Forschungsstudie, sondern auch in der realen klinischen Praxis bei einer Vielzahl von Krebsarten zu identifizieren und zu verfolgen", sagte Dr. Vincent Miller, Vorstandsvorsitzender von One Biosciences. "Diese Studie unterstreicht die Bedeutung, die dieses Wissen für die Personalisierung von Behandlungsstrategien bei einer der am schwersten zu behandelnden Krebsarten haben könnte, mit denen Patienten konfrontiert sind."
Die vollständige Studie wurde online veröffentlicht in Cancer Discovery
Über One Biosciences
One Biosciences ist ein auf Einzelzell-Transkriptomik spezialisiertes Unternehmen, das Pionierarbeit bei der Entwicklung von Lösungen zur Tumorprofilierung in klinischer Qualität leistet. Das Unternehmen wurde 2020 als Spin-off des Institut Curie gegründet und hat OneMap entwickelt, eine durchgängige Plattform zur molekularen Einzelzellprofilierung, die Ärzten dabei helfen soll, optimale Behandlungen für Krebspatienten auszuwählen, und Pharmaunternehmen bei der Entwicklung von Präzisionstherapien und Begleitdiagnostika unterstützt. One Biosciences wird von führenden Investoren und Partnern unterstützt, darunter die Redmile Group, Blast, Sofinnova Partners, das Institut Curie, Gustave Roussy sowie der Paris-Saclay Cancer Cluster im Rahmen seines BOOST-Programms. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte: www.onebiosciences.fr.
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