DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Britische Inflation steigt wegen Iran-Krieg erneut an
Die britische Inflation ist im September weiter über das Ziel der Bank of England gestiegen. Unterdessen bereiten sich die Währungshüter auf eine Sitzung vor, von der Anleger die erste Zinserhöhung seit Beginn des Krieges zwischen den USA und dem Iran erwarten. Die Verbraucherpreise stiegen im September im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent, nach 3,1 Prozent im August, wie das Statistikamt Office for National Statistics am Mittwoch mitteilte. Ein von The Wall Street Journal befragtes Ökonomenkonsens hatte einen etwas geringeren Anstieg von 3,4 Prozent erwartet.
Britische Regierung auf Kurs zur Senkung der Kreditaufnahme vor Haushalt
Die britische Regierung hat ihre Kreditaufnahme in den ersten sechs Monaten ihres Haushaltsjahres gesenkt. Dies geschah jedoch in einem langsameren Tempo als geplant. Dies unterstreicht die Herausforderungen durch steigende Preise und höhere Zinszahlungen, während sich die Regierung auf die Vorstellung ihres Haushaltsplans in der nächsten Woche vorbereitet.
Geopolitik dürfte die globale wirtschaftliche Spaltung vertiefen
Geopolitische Spannungen dürften im Laufe der Zeit zu einer stärker gespaltenen Weltwirtschaft und Handelslandschaft führen, schreibt BNP Paribas in einer Research Note. Während die EU versuche, die wirtschaftlichen Folgen chinesischer Importe zu begrenzen, strebe China danach, seine Führungsrolle bei einer wachsenden Zahl technologischer Produkte und Produktfamilien zu behaupten, weise die Bank darauf hin. Dies werde zu "zunehmenden Reibungsverlusten bei grenzüberschreitenden Aktivitäten" führen, füge sie hinzu. BNP Paribas glaube, dass die Weltwirtschaft zu zwei unterschiedlichen Ökosystemen tendiere: eines mit Schwerpunkt auf den USA und das andere auf China. Dies dürfte Unternehmen, die sich außerhalb der beiden Länder befinden, aber Zugang zu Lieferketten und Endmärkten in beiden Ländern benötigen, höhere Kosten aufbürden, heißt es.
Australiens Inflationssorgen verschlimmern sich
UBS erwartet, dass sich Australiens Gesamtinflationsrate im September mit 4,2 Prozent im Vorjahreszeitraum weiter vom Ziel der Reserve Bank of Australia von 2,5 Prozent entfernt hat, wobei das Ergebnis wahrscheinlich durch einen sprunghaften Anstieg der Kraftstoffkosten getrieben wurde. Zudem prognostiziert UBS, dass die geldpolitisch relevante, quartalsweise getrimmte Kerninflationsrate im dritten Quartal um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal und um 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist, was über der August-Prognose der RBA liegt. Eine Kerninflationsrate in dieser Größenordnung werde die Zentralbank im November wahrscheinlich zu einer Zinserhöhung veranlassen, schreibt UBS in einer Research Note an Kunden.
Wetten auf eine RBA-Zinserhöhung im November steigen
Die australischen Finanzmärkte erhöhen ihre Wetten auf die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Reserve Bank of Australia im November. Die Erwartungen sind gestiegen, nachdem der stellvertretende Gouverneur der Zentralbank, Andrew Hauser, am Mittwoch gewarnt hatte, dass die Inflationsaussichten "wesentlich schlechter" seien. Inzwischen ist eine Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent eingepreist, nach 25 Prozent zu Beginn der Woche. Dennoch dürfte diese Wahrscheinlichkeit weiter steigen, insbesondere wenn die kommenden Inflationsdaten für das 3. Quartal Anzeichen einer weiteren Verschlechterung offenbaren.
Beschleunigung der Kerninflation in Korea dürfte kaum zu aggressiver Zinserhöhung führen
Die jüngste Beschleunigung der Kerninflation in Südkorea dürfte die Zentralbank kaum zu einer aggressiven geldpolitischen Straffung veranlassen, da sie weniger besorgniserregend erscheine, meint Jason Tuvey von Capital Economics. Der Anstieg spiegele weitgehend indirekte Energiepreiseffekte und steigende Preise für elektronische Bauteile im Zuge des weltweiten Booms der Künstlichen Intelligenz (KI) wider, wobei erwartet werde, dass sich dieser Effekt als vorübergehend erweisen werde, merkt Tuvey an. "Wir erwarten nicht, dass sich Zweitrundeneffekte einstellen, was bedeutet, dass die Zentralbank die Geldpolitik nicht aggressiv straffen muss", sagt er.
Musk ordnete Starlink-Drosselung in der Ukraine an - Kreise
Elon Musk hat mehreren Informanten zufolge die Drosselung einer militärischen Version von Starlink angeordnet, auf die die Ukraine angewiesen ist. Diese Entscheidung löste in Kiew Panik und innerhalb der Trump-Regierung Verwirrung aus, wie US-Regierungsvertreter und mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten. Sowohl Musk als auch US-Präsident Donald Trump hatten sich in den vergangenen Wochen verärgert über die Ukraine gezeigt, weil diese russische Dieselraffinerien angriff. Der Präsident macht diese Angriffe für die hohen Energiepreise verantwortlich.
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October 21, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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