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MÄRKTE EUROPA/Börsen kaum verändert - Höhere Ölpreise schüren Inflationssorgen

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen kaum verändert - Höhere Ölpreise schüren Inflationssorgen

DOW JONES--Mit einer insgesamt wenig veränderten Tendenz zeigen sich die europäischen Aktienmärkte zur Wochenmitte. Nach dem Ausverkauf der KI-Werte habe sich die Lage wieder etwas beruhigt, heißt es. Und auch die nicht weiter steigenden US-Renditen sorgen für Entspannung. Allerdings legt der Ölpreis weiter zu, was tendenziell Inflationssorgen schürt. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent notiert bei knapp 110 Dollar je Barrel. Im Nahost-Konflikt zeichnet sich zudem weiterhin keine Lösung ab. Der DAX notiert kaum verändert bei 25.310 Punkten, für den Euro-Stoxx-50 geht es dagegen um 0,3 Prozent auf 6.137 Punkte nach oben.

Der Sektor der europäischen Technologie-Werte zieht um 0,6 Prozent an. Der Ausblick des US-Unternehmens Super Micro Computer hellt hier die Stimmung der Anleger etwas auf und drängt die Bedenken über Bewertungen, Finanzierungsbedarf und die Rendite hoher Infrastrukturinvestitionen vorerst in den Hintergrund. Super Computer hat mit einem über den Erwartungen liegenden Umsatzausblick neue Hinweise auf eine starke Nachfrage nach KI-Computing-Infrastruktur geliefert. Die Aktien von Infineon sind mit einem Plus von 1,7 Prozent größter DAX-Gewinner. Suss klettern um 2,4 Prozent, ASML um 1,4 Prozent und STMicro legen um 1,6 Prozent zu.

Für Adidas geht es um 0,6 Prozent nach oben. Der Sportartikelhersteller hat das Gewinnziel für 2026 erhöht. Mit dem höchsten operativen Quartalsergebnis der Unternehmensgeschichte übertraf der Konzern zudem die Erwartungen. Verantwortlich für das Rekordergebnis von 1.008 Millionen Euro sei unter anderem eine US-Zollrückerstattung in Höhe von 200 Millionen Euro, betonen die Analysten von JP Morgan. Aber auch ohne diesen Sonderfaktor habe der operative Gewinn den Marktkonsens um 9 Prozent übertroffen.

Die Deutsche Börse hat auch für das dritte Quartal starke Geschäftszahlen vorgelegt. Das Wachstum wurde durch anhaltende strukturelle Trends getragen, aber auch durch das zyklische Marktumfeld unterstützt. Der Börsenbetreiber erhöhte das Ziel für die Anlagen von Geldbeständen und aus der Verwaltung von Sicherheiten. Die Jahresprognose sei dagegen für das operative Geschäft nicht erhöht worden, so Händler kritisch. "Da die Aktie schon seit Jahresbeginn dynamisch nach oben geschossen ist, dürfte das nicht für längerfristige Gewinne reichen". Die Titel geben um 1,0 Prozent nach.

Qiagen ziehen um 1,7 Prozent an nach einem Bloomberg-Bericht, wonach EQT mehr als 50 Dollar je Aktie bieten wolle. Eine echte Überraschung sei dies nicht, da die Aktie mit solchen Übernahmegerüchten bereits seit Mai im Rally-Modus sei, heißt es im Handel. Im US-Handel lag der Kurs zuletzt bei 48,90 Dollar.

Druck auf Fresenius Medical Care (FMC) geht von der Meldung aus, dass das US-Gesundheitsministerium einen Reformplan für den Dialysemarkt vorgestellt hat. Ziel ist mehr Wettbewerb auf dem Markt, der stark von Davita und FMC dominiert werde. FMC fallen um 2,0 Prozent.

Für Überraschung im Immobiliensektor sorgt die Beteiligung von Grand City mit 20 Prozent an LEG Immobilien. "Das Thema war bislang noch nicht im Markt präsent", sagt ein Händler. Die Beteiligung führe vor Augen, dass die Aktien der Branche aufgrund der globalen Zinssorgen und der Berliner Enteignungspläne mittlerweile stark unterbewertet sein könnten. Daher könne der Schritt für Kursgewinne bei einigen deutschen Immobilienwerten sorgen. Grand City legen um 3,3 Prozent zu, LEG Immobilien um 2,5 Prozent.

Die Aktien von Friedrich Vorwerk steigen um 3,6 Prozent, nachdem das dritte Quartal besser als erwartet verlaufen ist. Die Jahresprognose wird daher zum zweiten Mal erhöht. Ein Händler verweist aber darauf, dass der abnehmende Auftragsbestand etwas bremse. Er zeige, dass der Gewinnanstieg aus dem Abarbeiten von Altaufträgen komme. CTS Eventim steigen mit dem Einstieg des aktivistischen Investors Ananym Capital Management um 2,9 Prozent.

Die Aktien von Carrefour knicken um 12,7 Prozent ein. Der Einzelhändler hat eine Gewinnwarnung wegen Schäden durch die Unruhen in Frankreich abgegeben.

Die Papiere von Essilorluxottica legen um 11,7 Prozent zu. Der Brillenhersteller hat im dritten Quartal ein Umsatzwachstum verzeichnet. Getragen wurde die Entwicklung dabei von einer starken Nachfrage nach den Smartglasses, die das Unternehmen in Partnerschaft mit Meta Platforms herstellt. Das Wachstum fiel zwar schwächer aus als im zweiten Quartal, der Umsatz liegt jedoch über dem Konsens.

=== 
Index          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.137,09  +0,3   15,43    6.121,66    6,0 
Stoxx-50        5.360,24  +0,2   12,29    5.347,95    9,0 
DAX          25.310,35  +0,0    5,93    25.304,42    3,4 
MDAX          30.395,53  +0,0    3,88    27.039,42    -0,7 
TecDAX         4.020,42  +0,2    8,03    3.091,28    11,0 
SDAX          18.223,03  +0,2   39,81    13.062,07    6,1 
FTSE          10.706,04  -0,3   -26,96    10.733,00    7,8 
CAC           7.861,29  +0,3   22,80    7.838,49    -3,5 
SMI          14.462,26  -0,1   -16,11    14.478,37    9,0 
ATX           6.501,32  +0,8   48,33    6.452,99    22,0 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:19 
EUR/USD          1,1223  -0,1  -0,0013     1,1236   1,1237 
EUR/JPY          177,43  -0,2  -0,2800     177,71  177,6700 
EUR/CHF          0,9255  -0,1  -0,0011     0,9266   0,9272 
EUR/GBP          0,8388  -0,1  -0,0007     0,8395   0,8398 
USD/JPY          158,08  -0,1  -0,0800     158,16  158,1200 
GBP/USD          1,3375  -0,0  -0,0003     1,3378   1,3376 
USD/CNY          6,6784  +0,0   0,0005     6,6779   6,6779 
USD/CNH          6,677  +0,0   0,0025     6,6745   6,6755 
AUS/USD          0,702  +0,3   0,0018     0,7002   0,7002 
Bitcoin/USD      83.021,10  +0,3   250,10    82.771,00 82.506,54 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         98,58  +0,8    0,76      97,82 
Brent/ICE         109,66  +0,8    0,87     108,79 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.120,50  -0,1   -3,84    4.124,34 
Silber           57,35  -1,1   -0,63      57,98 
Platin         1.629,29  -1,2   -19,46    1.648,75 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/cbr

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October 21, 2026 03:58 ET (07:58 GMT)

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KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Drei Jahre lang kannten KI-Aktien fast nur eine Richtung: nach oben. Billionenschwere Investitionspläne von Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft haben Halbleiter- und Infrastrukturwerte auf immer neue Höhen getrieben. Doch jetzt bekommt die Erfolgsstory gefährliche Risse.

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