München/ Köln (ots) -
Atopiescreening der Betriebskrankenkassen (BKK) hilft, Allergien bei Kindern und Jugendlichen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Die Atopie-Früherkennung von Kindern und Jugendlichen der Betriebskrankenkassen (BKK) schließt eine Vorsorgelücke und ermöglicht den Zugang einer frühzeitigen Beratung und Behandlung. Darauf weisen erste Daten eines Allergie-Screenings hin, die der BKK Landesverband Bayern und die BVKJ-Service GmbH, ein Tochterunternehmen des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. (BVKJ), für aktuelle Fachdiskussionen ausgewertet haben.
Allergien zählen mittlerweile zu den großen Volkskrankheiten und gehören speziell bei Kindern zu den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Mehr als 17 Tausend Versicherte nahmen das Screeningangebot von 58 Betriebskrankenkassen (BKK) allein in den ersten 15 Monaten des Bestehens wahr. Bei einem Drittel deuten die Erhebungen zur Risikoersteinschätzung bei Kindern und Jugendlichen auf Allergieauffälligkeiten hin, die sich im späteren Verlauf zu einer Atopie entwickeln können.
Eine weitere Erkenntnis: Die Beschwerdeschwerpunkte verändern sich mit dem Alter. Während in den ersten beiden Screenings Hautprobleme, wie Schorfbildung, Ekzeme vorherrschen, sind es bei den Screenings 3 und 4 Atemwegserkrankungen, wie der nächtliche Husten, wiederkehrende Bronchitiden oder auch Pseudo-Krupp. Über die Familienanamnese werden zudem familiäre und umgebungsbedingte Risikofaktoren identifiziert.
Dr. Ralf Langejürgen, Vorstand BKK Landesverband Bayern: "Allergien sind ein ernstzunehmendes gesundheitliches Problem, das nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen enorm einschränkt, sondern auch den Behandlungsbedarf erhöht. Deshalb endet das Screeningangebot der Betriebskrankenkassen nicht mit der Risikoeinschätzung, sondern schließt eine leitliniengerechte ärztlich gesteuerte präventive Beratung an."
Das Atopie-Screening identifiziert relevante Risikokonstellationen, bei denen eine gezielte präventive Beratung ansetzen kann. Im Schwerpunkt wird diese Zusatzleistungen in der Altersgruppe der 7 bis 14-Jährigen im Rahmen der U7a-U9 und U11-J1 wahrgenommen. Gut 70 Prozent der ausgefüllten Fragebögen resultieren aus dieser Altersgruppe, die wiederum für fast 90 Prozent aller auffälligen Ergebnisse stehen.
Dr. Michael Hubmann, Präsident des BVKJ: "Allergische Erkrankungen können Kinder und Jugendliche über viele Jahre begleiten. Umso wichtiger ist es, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und Familien gezielt zu beraten. Das Atopiescreening lässt sich dank unserer PraxisApp 'Meine pädiatrische Praxis' unkompliziert in die regulären Vorsorgeuntersuchungen integrieren. So verbinden wir digitale Möglichkeiten mit persönlicher ärztlicher Betreuung und stärken die Prävention von Anfang an."
Je früher ein erhöhtes Risiko erkannt und Familien präventiv beraten werden, desto besser können Krankheitsverläufe beeinflusst und spätere Belastungen reduziert werden. Das ist auch volkswirtschaftlich von Bedeutung, denn rund ein Drittel der Bevölkerung in Industrienationen leidet unter Allergien. So hat das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit allein für Bayern schon für das Jahr 2013 Kosten in Höhe von gut 600 Millionen Euro hochgerechnet, die durch Pollenallergien verursacht wurden.
Hintergrund
BKK-Versicherte können das Screening kostenfrei im Baby, Kindes- und Jugendalter im Rahmen des Selektivvertrages "Starke Kids by BKK" (https://www.bkk-familyplus.de/starke-kids)wahrnehmen. Eingebettet in die regulären U- und J-Untersuchungen in der kinder- und jugendärztlichen Praxis werden insgesamt vier Atopiescreenings angeboten. Das erste bereits im Säuglingsalter, da sich dann schon erste Anzeichen für eine Atopie zeigen können: Im zweiten bis siebten Lebensmonat mit Fokus auf Haut und Nahrungsmittel, im neunten bis zwölften Lebensmonat erweitert um weitere Nahrungsmittel und erste Anzeichen von Unverträglichkeiten. Im Alter zwischen drei und fünf Jahren sowie bei Bedarf ab neun bis 14 Jahren schließen sich die beiden weiteren Atopiescreenings an. Hier liegt der Schwerpunkt auf Allergien der Atemwege.
Für das Screening füllen die Eltern in der App "Meine pädiatrische Praxis" einen Fragebogen zu möglichen Risiken einer Atopie aus. Die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt wertet die Antworten aus und prüft, ob ein erhöhtes Allergierisiko vorliegt. Bei Auffälligkeiten erhalten die Eltern im ärztlichen Gespräch individuelle Empfehlungen zu allergiefreundlichem Verhalten sowie gezielten Präventionsmaßnahmen. So lassen sich mögliche Risiken bereits vor Beginn erster Symptome vorbeugen.
Derzeit nehmen über 5.400 Kinder- und Jugendärzte und -ärztinnen am Gesundheitsprogramm Starke Kids by BKK teil. Voraussetzung für die Teilnahme am Atopiescreening ist zusätzlich die Nutzung der App "Meine pädiatrische Praxis" durch die Kinder- und Jugendarztpraxis.
Weitere Informationen zum Screening nach Altersgruppe:
· Baby:Atopiescreening für Babys: Allergien frühzeitig vorbeugen: BKK Family Plus
· Kinder: Früherkennung von Allergien - Atopiescreening für Kinder: BKK Family Plus
· Teenager:Allergien früh erkennen - mit den Atopiescreenings: BKK Family Plus
Der BKK Landesverband Bayern vertritt als Körperschaft des öffentlichen Rechts die Interessen der Betriebskrankenkassen und ihrer Versicherten in Bayern. Aktuell zählt der BKK Landesverband Bayern 14 Betriebskrankenkassen als Mitglieder mit über 3,2 Millionen Versicherten (Kassensitz). In Bayern selbst leben rund 2,7 Millionen Menschen, die bei einer Betriebskrankenkasse (BKK) versichert sind. Damit verfügen die Betriebskrankenkassen im Freistaat über einen GKV-Marktanteil von 23 Prozent.
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. (BVKJ) ist die berufliche Interessenvertretung der Kinder- und Jugendärzt*innen in Deutschland. Mit seinen rund 12.000 Mitgliedern aus Praxen, Kliniken und dem öffentlichen Gesundheitswesen setzt er sich aktiv für die bestmögliche gesundheitliche Versorgung der Kinder und Jugendlichen ein.
Pressekontakte:
BKK Landesverband Bayern
Manuela Osterloh, Tel.: 089/74579-421
E-Mail: presse@bkk-lv-bayern.de
Internet: www.bkk-bayern.de; www.bkk-familyplus.de
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. (BVKJ)
Christin Schleheck, Tel.: 0221 68 909-11
E-Mail: presse@bvkj.de
Internet: www.bvkj.de
KONTAKT - DE:
Stabsstelle Kommunikation / Pressestelle
BKK Landesverband Bayern
Züricher Str. 25, 81476 München
+498974579421
presse@bkk-lv-bayern.de
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Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/77668/40000221
Atopiescreening der Betriebskrankenkassen (BKK) hilft, Allergien bei Kindern und Jugendlichen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Die Atopie-Früherkennung von Kindern und Jugendlichen der Betriebskrankenkassen (BKK) schließt eine Vorsorgelücke und ermöglicht den Zugang einer frühzeitigen Beratung und Behandlung. Darauf weisen erste Daten eines Allergie-Screenings hin, die der BKK Landesverband Bayern und die BVKJ-Service GmbH, ein Tochterunternehmen des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. (BVKJ), für aktuelle Fachdiskussionen ausgewertet haben.
Allergien zählen mittlerweile zu den großen Volkskrankheiten und gehören speziell bei Kindern zu den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Mehr als 17 Tausend Versicherte nahmen das Screeningangebot von 58 Betriebskrankenkassen (BKK) allein in den ersten 15 Monaten des Bestehens wahr. Bei einem Drittel deuten die Erhebungen zur Risikoersteinschätzung bei Kindern und Jugendlichen auf Allergieauffälligkeiten hin, die sich im späteren Verlauf zu einer Atopie entwickeln können.
Eine weitere Erkenntnis: Die Beschwerdeschwerpunkte verändern sich mit dem Alter. Während in den ersten beiden Screenings Hautprobleme, wie Schorfbildung, Ekzeme vorherrschen, sind es bei den Screenings 3 und 4 Atemwegserkrankungen, wie der nächtliche Husten, wiederkehrende Bronchitiden oder auch Pseudo-Krupp. Über die Familienanamnese werden zudem familiäre und umgebungsbedingte Risikofaktoren identifiziert.
Dr. Ralf Langejürgen, Vorstand BKK Landesverband Bayern: "Allergien sind ein ernstzunehmendes gesundheitliches Problem, das nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen enorm einschränkt, sondern auch den Behandlungsbedarf erhöht. Deshalb endet das Screeningangebot der Betriebskrankenkassen nicht mit der Risikoeinschätzung, sondern schließt eine leitliniengerechte ärztlich gesteuerte präventive Beratung an."
Das Atopie-Screening identifiziert relevante Risikokonstellationen, bei denen eine gezielte präventive Beratung ansetzen kann. Im Schwerpunkt wird diese Zusatzleistungen in der Altersgruppe der 7 bis 14-Jährigen im Rahmen der U7a-U9 und U11-J1 wahrgenommen. Gut 70 Prozent der ausgefüllten Fragebögen resultieren aus dieser Altersgruppe, die wiederum für fast 90 Prozent aller auffälligen Ergebnisse stehen.
Dr. Michael Hubmann, Präsident des BVKJ: "Allergische Erkrankungen können Kinder und Jugendliche über viele Jahre begleiten. Umso wichtiger ist es, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und Familien gezielt zu beraten. Das Atopiescreening lässt sich dank unserer PraxisApp 'Meine pädiatrische Praxis' unkompliziert in die regulären Vorsorgeuntersuchungen integrieren. So verbinden wir digitale Möglichkeiten mit persönlicher ärztlicher Betreuung und stärken die Prävention von Anfang an."
Je früher ein erhöhtes Risiko erkannt und Familien präventiv beraten werden, desto besser können Krankheitsverläufe beeinflusst und spätere Belastungen reduziert werden. Das ist auch volkswirtschaftlich von Bedeutung, denn rund ein Drittel der Bevölkerung in Industrienationen leidet unter Allergien. So hat das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit allein für Bayern schon für das Jahr 2013 Kosten in Höhe von gut 600 Millionen Euro hochgerechnet, die durch Pollenallergien verursacht wurden.
Hintergrund
BKK-Versicherte können das Screening kostenfrei im Baby, Kindes- und Jugendalter im Rahmen des Selektivvertrages "Starke Kids by BKK" (https://www.bkk-familyplus.de/starke-kids)wahrnehmen. Eingebettet in die regulären U- und J-Untersuchungen in der kinder- und jugendärztlichen Praxis werden insgesamt vier Atopiescreenings angeboten. Das erste bereits im Säuglingsalter, da sich dann schon erste Anzeichen für eine Atopie zeigen können: Im zweiten bis siebten Lebensmonat mit Fokus auf Haut und Nahrungsmittel, im neunten bis zwölften Lebensmonat erweitert um weitere Nahrungsmittel und erste Anzeichen von Unverträglichkeiten. Im Alter zwischen drei und fünf Jahren sowie bei Bedarf ab neun bis 14 Jahren schließen sich die beiden weiteren Atopiescreenings an. Hier liegt der Schwerpunkt auf Allergien der Atemwege.
Für das Screening füllen die Eltern in der App "Meine pädiatrische Praxis" einen Fragebogen zu möglichen Risiken einer Atopie aus. Die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt wertet die Antworten aus und prüft, ob ein erhöhtes Allergierisiko vorliegt. Bei Auffälligkeiten erhalten die Eltern im ärztlichen Gespräch individuelle Empfehlungen zu allergiefreundlichem Verhalten sowie gezielten Präventionsmaßnahmen. So lassen sich mögliche Risiken bereits vor Beginn erster Symptome vorbeugen.
Derzeit nehmen über 5.400 Kinder- und Jugendärzte und -ärztinnen am Gesundheitsprogramm Starke Kids by BKK teil. Voraussetzung für die Teilnahme am Atopiescreening ist zusätzlich die Nutzung der App "Meine pädiatrische Praxis" durch die Kinder- und Jugendarztpraxis.
Weitere Informationen zum Screening nach Altersgruppe:
· Baby:Atopiescreening für Babys: Allergien frühzeitig vorbeugen: BKK Family Plus
· Kinder: Früherkennung von Allergien - Atopiescreening für Kinder: BKK Family Plus
· Teenager:Allergien früh erkennen - mit den Atopiescreenings: BKK Family Plus
Der BKK Landesverband Bayern vertritt als Körperschaft des öffentlichen Rechts die Interessen der Betriebskrankenkassen und ihrer Versicherten in Bayern. Aktuell zählt der BKK Landesverband Bayern 14 Betriebskrankenkassen als Mitglieder mit über 3,2 Millionen Versicherten (Kassensitz). In Bayern selbst leben rund 2,7 Millionen Menschen, die bei einer Betriebskrankenkasse (BKK) versichert sind. Damit verfügen die Betriebskrankenkassen im Freistaat über einen GKV-Marktanteil von 23 Prozent.
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. (BVKJ) ist die berufliche Interessenvertretung der Kinder- und Jugendärzt*innen in Deutschland. Mit seinen rund 12.000 Mitgliedern aus Praxen, Kliniken und dem öffentlichen Gesundheitswesen setzt er sich aktiv für die bestmögliche gesundheitliche Versorgung der Kinder und Jugendlichen ein.
Pressekontakte:
BKK Landesverband Bayern
Manuela Osterloh, Tel.: 089/74579-421
E-Mail: presse@bkk-lv-bayern.de
Internet: www.bkk-bayern.de; www.bkk-familyplus.de
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. (BVKJ)
Christin Schleheck, Tel.: 0221 68 909-11
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