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Mittwoch, 21.10.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Gewinnsprung und Milliardenmarkt im Rücken - 40 Mio. USD Auftragsbestand durch Methan-Altlasten
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MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Gewinne aus - SpaceX lindert KI-Ängste

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Gewinne aus - SpaceX lindert KI-Ängste

DOW JONES--Die europäischen Börsen bauen die Gewinne bis Mittwochmittag kräftig aus. Die positiv aufgenommenen Geschäftszahlen von SpaceX sorgen für Erleichterung. SpaceX dürfte mit ihren Ergebnissen für das dritte Quartal dazu beitragen, die Sorgen der Anleger über eine mögliche Verlangsamung des Investitionsbooms im Bereich der künstlichen Intelligenz zu zerstreuen, heißt es bei JP Morgan. Das von Elon Musk geführte Unternehmen prognostiziert für das vierte Quartal Investitionen zwischen 35 Milliarden und 40 Milliarden US-Dollar, was einen kräftigen Anstieg gegenüber dem Vorquartal darstellt. Auch die nicht weiter steigenden US-Renditen sorgen für Entspannung.

Der DAX gewinnt 0,8 Prozent auf 25.494 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,9 Prozent nach oben. Allerdings legt der Ölpreis weiter zu, der Preis für ein Barrel der Sorte Brent steigt auf knapp 111 Dollar je Barrel. Im Nahostkonflikt zeichnet sich weiterhin keine Lösung ab. Keine Entspannungssignale kommen vom französischen Anleihemarkt. Die Rendite der 10-jährigen Benchmarkanleihen stieg im Tageshoch auf 5 Prozent, das höchste Niveau seit 2022. Die französische Haushaltskrise hat das Zeug den Euro zu belasten. Die Einheitswährung gibt leicht nach auf 1,1227 Dollar.

Der Sektor der europäischen Technologiewerte zieht um 1,2 Prozent an. Neben SpaceX hellt hier der Ausblick des US-Unternehmens Super Micro Computer die Stimmung der Anleger etwas auf und drängt die Bedenken über Bewertungen, Finanzierungsbedarf und die Rendite hoher Infrastrukturinvestitionen vorerst in den Hintergrund. Super Micro Computer hat mit einem über den Erwartungen liegenden Umsatzausblick neue Hinweise auf eine starke Nachfrage nach KI-Computing-Infrastruktur geliefert. Die Aktien von Infineon gewinnen 2,3 Prozent. Suss klettern um 2,3 Prozent, ASML um 1,4 Prozent und STMicro legen um 1,6 Prozent zu. Aixtron notieren 2,2 Prozent fester.

Die Papiere von Essilorluxottica haussieren mit Aufschlägen von 14,3 Prozent. Der Brillenhersteller hat im dritten Quartal ein Umsatzwachstum verzeichnet. Getragen wurde die Entwicklung dabei von einer starken Nachfrage nach Smartbrillen, die das Unternehmen in Partnerschaft mit Meta Platforms herstellt. Hier kam es zu einem Nachfragesprung von 20 Prozent. Laut den Analysten der UBS ist der derzeitige Abschlag der Aktie gegenüber dem fairen Wert des Kerngeschäfts unberechtigt. Das margenstarke Segment für Smart Glasses und Wearables biete zusätzlich erhebliches Steigerungspotenzial.

Die Aktien von Carrefour knicken dagegen um 13,7 Prozent ein. Der Einzelhändler hat eine Gewinnwarnung wegen Schäden durch die Unruhen in Frankreich abgegeben. Für Adidas geht es um 2,8 Prozent nach oben. Der Sportartikelhersteller hat das Gewinnziel für 2026 erhöht. Mit dem höchsten operativen Quartalsergebnis der Unternehmensgeschichte übertraf der Konzern zudem die Erwartungen. Verantwortlich für das Rekordergebnis von 1.008 Millionen Euro sei unter anderem eine US-Zollrückerstattung in Höhe von 200 Millionen Euro, betonen die Analysten von JP Morgan. Aber auch ohne diesen Sonderfaktor habe der operative Gewinn den Marktkonsens um 9 Prozent übertroffen.

Die Deutsche Börse hat auch für das dritte Quartal starke Geschäftszahlen vorgelegt. Das Wachstum wurde durch anhaltende strukturelle Trends getragen, aber auch durch das zyklische Marktumfeld unterstützt. Der Börsenbetreiber erhöhte das Ziel für die Anlagen von Geldbeständen und aus der Verwaltung von Sicherheiten. Die Jahresprognose sei dagegen für das operative Geschäft nicht erhöht worden, so Händler kritisch. "Da die Aktie schon seit Jahresbeginn dynamisch nach oben geschossen ist, dürfte das nicht für längerfristige Gewinne reichen". Die Titel geben um 0,6 Prozent nach.

Qiagen ziehen um 0,9 Prozent auf 43,21 Euro an nach einem Bloomberg-Bericht, wonach EQT mehr als 50 Dollar je Aktie bieten wolle. Eine echte Überraschung sei dies nicht, da die Aktie mit solchen Übernahmegerüchten bereits seit Mai im Rally-Modus sei, heißt es im Handel.

Druck auf Fresenius Medical Care (FMC) geht von der Meldung aus, dass das US-Gesundheitsministerium einen Reformplan für den Dialysemarkt vorgestellt hat. Ziel ist mehr Wettbewerb auf dem Markt, der stark von Davita und FMC dominiert wird. FMC fallen um 2,5 Prozent.

Für Überraschung im Immobiliensektor sorgt die Beteiligung von Grand City mit 20 Prozent an LEG Immobilien. "Das Thema war bislang noch nicht im Markt präsent", sagt ein Händler. Die Beteiligung führe vor Augen, dass die Aktien der Branche aufgrund der globalen Zinssorgen und der Berliner Enteignungspläne mittlerweile stark unterbewertet sein könnten. Grand City legen um 6,6 Prozent zu, LEG Immobilien um 5,5 Prozent. Im DAX steigen Vonovia um 1,6 Prozent.

Die Aktien von Friedrich Vorwerk steigen um 10,9 Prozent, nachdem das dritte Quartal besser als erwartet verlaufen ist. Der Umsatz habe sich im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 228,3 Millionen Euro erhöht und damit den Erwartungen entsprochen, während das EBITDA im Jahresvergleich um 57,7 Prozent auf 80,9 Millionen Euro geklettert sei und damit die Schätzungen der Analysten um fast 20 Prozent übertroffen habe, heißt es bei MWB. MBB ziehen um 6,9 Prozent an, die Beteiligungsgesellschaft ist Ankeraktionär bei Friedrich Vorwerk. CTS Eventim steigen mit dem Einstieg des aktivistischen Investors Ananym Capital Management um 4,5 Prozent.

=== 
Index          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.174,76  +0,9   53,10    6.121,66    6,6 
Stoxx-50        5.384,92  +0,7   36,97    5.347,95    9,5 
DAX          25.494,49  +0,8   190,07    25.304,42    4,1 
MDAX          30.565,77  +0,6   174,12    27.039,42    -0,2 
TecDAX         4.045,54  +0,8   33,15    3.091,28    11,7 
SDAX          18.398,49  +1,2   215,27    13.062,07    7,1 
FTSE          10.737,82  +0,0    4,82    10.733,00    8,1 
CAC           7.887,49  +0,6   49,00    7.838,49    -3,2 
SMI          14.497,84  +0,1   19,47    14.478,37    9,3 
ATX           6.507,97  +0,9   54,98    6.452,99    22,2 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:19 
EUR/USD          1,1232  -0,0  -0,0004     1,1236   1,1237 
EUR/JPY          177,37  -0,2  -0,3400     177,71  177,6700 
EUR/CHF          0,9257  -0,1  -0,0009     0,9266   0,9272 
EUR/GBP          0,8385  -0,1  -0,0010     0,8395   0,8398 
USD/JPY          157,91  -0,2  -0,2500     158,16  158,1200 
GBP/USD          1,3393  +0,1   0,0015     1,3378   1,3376 
USD/CNY          6,6756  -0,0  -0,0023     6,6779   6,6779 
USD/CNH          6,6747  0,0   0,0002     6,6745   6,6755 
AUS/USD          0,7034  +0,5   0,0032     0,7002   0,7002 
Bitcoin/USD      83.395,14  +0,8   624,14    82.771,00 82.506,54 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         98,58  +0,8    0,76      97,82 
Brent/ICE         109,91  +1,0    1,12     108,79 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.132,44  +0,2    8,10    4.124,34 
Silber           57,66  -0,5   -0,32      57,98 
Platin         1.643,15  -0,3   -5,60    1.648,75 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/flf

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October 21, 2026 07:37 ET (11:37 GMT)

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KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Drei Jahre lang kannten KI-Aktien fast nur eine Richtung: nach oben. Billionenschwere Investitionspläne von Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft haben Halbleiter- und Infrastrukturwerte auf immer neue Höhen getrieben. Doch jetzt bekommt die Erfolgsstory gefährliche Risse.

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Für Anleger könnte das zum Problem werden. Denn treffen steigende Finanzierungskosten auf Überkapazitäten und enttäuschende Cashflows, geraten gerade hoch bewertete KI-Profiteure schnell unter Druck. Aus den größten Gewinnern der vergangenen Jahre könnten so die größten Verlierer der nächsten Korrektur werden.

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