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MÄRKTE USA/Börse dürfte von KI-Schlagzeilen beflügelt werden

DJ MÄRKTE USA/Börse dürfte von KI-Schlagzeilen beflügelt werden

DOW JONES--Nach einem äußerst volatilen Vortag könnte es an der Wall Street am Mittwoch wieder ruhiger zugehen. Der Aktienterminmarkt lässt auf einen etwas festeren Handelsbeginn am Kassamarkt schließen. Händler sprechen von einer Mischung aus starken Unternehmenszahlen und Optimismus im Vorfeld der Quartalszahlen großer Technologiekonzerne. Investoren positionieren sich im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Quartalsberichte zum dritten Quartal von Tesla, Meta Platforms, Texas Instruments und International Business Machines (IBM) nach Börsenschluss. Denn Künstliche Intelligenz (KI) bleibt weiterhin das beherrschende Thema an den Märkten. Befürchtungen über eine KI-Blase bestehen zwar weiterhin, aber zumindest zur Wochenmitte treten diese Sorgen etwas in den Hintergrund. Die technologielastige Nasdaq führt die Aufschläge vorbörslich an.

Zur positiven Stimmung im Technologiesektor tragen SpaceX und Tesla bei. Denn Hauptgesellschafter Elon Musk erklärt, seine beiden Unternehmen prüften eine mögliche Megafusion. SpaceX und Ausschüsse von Tesla sondierten mögliche operative Verbindungen und eine strategische Ausrichtung. Die Schlagzeilen steigern die Begeisterung für verwandte Aktien in den Bereichen Raumfahrt, KI und Technologie.

Darüber hinaus dürfte SpaceX mit seinen Drittquartalszahlen dazu beitragen, die Sorgen der Anleger über eine mögliche Verlangsamung des Investitionsbooms im Bereich KI zu zerstreuen, urteilt JP Morgan. Das Unternehmen prognostiziert für das vierte Quartal Investitionen zwischen 35 Milliarden und 40 Milliarden US-Dollar, was einen kräftigen Anstieg gegenüber dem Vorquartal darstellte. "Wir erwarten, dass SpaceX das erste von vielen Unternehmen in dieser Berichtssaison sein wird, das die Sorgen über Strom- und Finanzierungsengpässe dämpft und die Dynamik rund um den KI-Ausbau verstärkt", befinden die Analysten. SpaceX meldete den ersten Gewinn als börsennotiertes Unternehmen und steigerte den Umsatz um 161 Prozent. Der Kurs hebt vorbörslich um 7,3 Prozent ab, Tesla ziehen um 1,3 Prozent an.

Anteil an der positiven Stimmung hat auch Super Micro Computer, der Kurs schießt um 11,4 Prozent nach oben. Die Geschäftszahlen liegen über der eigenen Prognose, der Anbieter von Servern und Speicherlösungen hat seine Umsatzprognose für das erste Quartal deutlich angehoben. JP Morgan streicht die Erwartung einer steigenden Bruttomarge positiv heraus.

Netflix fallen um 6,9 Prozent, nachdem der Streaming-Dienst zwar die Gewinnerwartungen des Marktes übertroffen, aber eine enttäuschende Umsatzprognose abgegeben hat. Ein Gewinnanstieg, eine angehobene Gewinnprognose und größere Aktienrückkäufe überzeugen Anleger bei AT&T nicht, der Kurs sinkt um 6,1 Prozent. Beim Telekommunikationsriesen enttäuscht laut Händlern jedoch der Zuwachs an profitablen Mobilfunkvertragskunden.

Philip Morris International hat im jüngsten Quartal einen höheren Umsatz erzielt. Der Gewinn des Tabakkonzerns ging jedoch zurück - die Aktie gibt 3,5 Prozent nach. Intuitive Surgical fallen um 6,5 Prozent, der Hersteller chirurgischer Roboter verschreckt mit einer Kartellstrafe und einem reduzierten Wachstumsausblick für Eingriffe. Capital One büßen 1,4 Prozent ein, das Kreditkartenunternehmen will die Marketingausgaben erhöhen.

Auf der Makroebene kommen dem Aktienmarkt sinkende Anleiherenditen zugute. Zehnjährige US-Staatsanleihen rentieren mit 5,10 Prozent und damit 2 Basispunkte unter Vortagesniveau - und dies trotz anziehender Erdölpreise. Die global gehandelte Sorte Brent verteuert sich pro Fass um 0,4 Prozent auf 109,27 Dollar, US-Leichtöl der Sorte WTI kostet nach den Kapriolen rund um den Verfall nun wieder unter 100 Dollar das Barrel. Die Ölpreise steigen angesichts anhaltender Angriffe auf die Schifffahrt in der wichtigen Straße von Hormus, während Branchendaten auf gesunkene Rohölbestände in den USA hindeuten. Die Regierungsdaten werden am Nachmittag veröffentlicht. "Die Ölmärkte haben ihre jüngsten Gewinne gehalten und sich von Schlagzeilen über die diplomatische Haltung zwischen Iran und den USA nicht beeindrucken lassen", sagt MUFG-Analystin Soojin Kim.

Der Dollar-Index gibt mit fallenden Anleiherenditen um 0,1 Prozent nach. Der schwächere Greenback und die leicht nachgebenden Anleiherenditen hieven den Goldpreis knapp ins Plus.

=== 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,78 -0,01    4,80      4,77 
5 Jahre           4,92 -0,02    4,95      4,91 
10 Jahre          5,10 -0,02    5,14      5,09 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:19 
EUR/USD          1,1234  -0,0  -0,0002     1,1236   1,1237 
EUR/JPY          177,35  -0,2  -0,3600     177,71  177,6700 
EUR/CHF          0,9252  -0,2  -0,0014     0,9266   0,9272 
EUR/GBP          0,8381  -0,2  -0,0014     0,8395   0,8398 
USD/JPY          157,85  -0,2  -0,3100     158,16  158,1200 
GBP/USD           1,34  +0,2   0,0022     1,3378   1,3376 
USD/CNY          6,6758  -0,0  -0,0021     6,6779   6,6779 
USD/CNH          6,6746  0,0   0,0001     6,6745   6,6755 
AUS/USD          0,7034  +0,5   0,0032     0,7002   0,7002 
Bitcoin/USD      83.464,52  +0,8   693,52    82.771,00 82.506,54 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         98,32  +0,5    0,50      97,82 
Brent/ICE         109,27  +0,4    0,48     108,79 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.136,96  +0,3   12,62    4.124,34 
Silber           57,56  -0,7   -0,42      57,98 
Platin         1.633,60  -0,9   -15,15    1.648,75 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/uxd

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October 21, 2026 08:42 ET (12:42 GMT)

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