DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Japans Lohnverhandlungen 2027 könnten Zinserhöhungen der BoJ beeinflussen
Die Ergebnisse der japanischen Lohnverhandlungen für 2027 könnten dazu beitragen, die Zinserhöhungen der Bank of Japan zu prägen. Sollte das Tempo des Lohnwachstums bei den Shunto-Verhandlungen im Jahr 2027 in etwa auf dem gleichen Niveau wie 2024-2026 bleiben oder trotz eines leicht darunter liegenden Niveaus verharren, würde dies die Ansicht stützen, dass sich die zugrunde liegende Inflation bei 2 Prozent verankert, was die Zentralbank wahrscheinlich dazu veranlassen dürfte, die Zinssätze weiter in Richtung eines neutralen Niveaus anzuheben, meinen die Ökonomen von Mizuho Securities. Sollte das Wachstum das der Vorjahre deutlich übertreffen, müsste die BoJ die Zinsen möglicherweise über das neutrale Niveau hinaus anheben, fügen sie hinzu.
Japans Shunto-Lohnverhandlungen 2027 testen Nachhaltigkeit des Lohnwachstums
Japans Shunto-Frühjahrslohnverhandlungen 2027 könnten als wichtiger Prüfstein dafür dienen, ob das Lohnwachstum des Landes zu einem nachhaltigen Trend wird. "Die Shunto-Gespräche haben einen kritischen Punkt erreicht: den Übergang von der Erzielung hoher Lohnerhöhungen als einmaligem Erfolg hin zur Etablierung hoher jährlicher Lohnzuwächse als gemeinsamer Grundlage für Arbeitnehmer und Arbeitgeber", meint Kenji Yamamoto, Ökonom bei Daiwa Securities. Für die Bank of Japan liege der Schlüssel darin, ob sich die Dynamik des Lohnwachstums weiter beschleunige und ob sie sich fortsetze und auf die gesamte Wirtschaft ausbreite, meint er.
Japans größte Gewerkschaft strebt kräftiges Lohnplus an
Japans größter Gewerkschaftsbund strebt ein weiteres Jahr mit deutlichen Lohnsteigerungen an. Damit soll das Lohnwachstum angesichts der anhaltenden Inflation gestützt werden. Die Japanese Trade Union Confederation, bekannt als Rengo, teilte mit, sie werde bei den Shunto-Verhandlungen, die jedes Frühjahr zwischen den Gewerkschaften und Arbeitgebern des Landes stattfinden, Lohnerhöhungen von mindestens 5 Prozent fordern.
Nach Pause ist das Ende des Straffungszyklus der Bank of Korea nun in Sicht
Die Bank of Korea hat nur wenige klare Hinweise auf ihren nächsten Zinsschritt gegeben, aber Capital Economics erwartet weiterhin, dass eine letzte Zinserhöhung bald bevorsteht. Die Hauptsorge der Zentralbank besteht darin, dass die Inflation seit Beginn des Iran-Krieges über dem Zielwert geblieben ist. Die Inflation bleibe jedoch relativ eingegrenzt, meint Gareth Leather von CE, was teilweise auf Preiskontrollen zurückzuführen sei, die die Weitergabe der Energiekosten begrenzt haben. Die Bank of Korea äußerte sich zudem deutlich optimistischer zum Wachstum als noch im August und hob die Erholung des Won sowie eine Abschwächung des Wachstums bei den Haushaltskrediten hervor.
Jüngste Zinserhöhung der philippinischen Zentralbank könnte die letzte des Zyklus sein
Die unerwartet deutliche Zinserhöhung der philippinischen Zentralbank um 50 Basispunkte könnte die letzte in ihrem Straffungszyklus sein, sofern sich die Energiepreise stabilisieren und ab Anfang nächsten Jahres wieder sinken, meint Jason Tuvey von Capital Economics. Die BSP hat nun eine Straffung um 125 Basispunkte vorgenommen, da die hohe Inflation und ein schwacher Peso weiterhin die Hauptsorgen bleiben. Sie erklärt, sie sei bereit, weitere Maßnahmen zu ergreifen, doch CE glaubt, dass sich der Fokus auf die Unterstützung des Wachstums verlagern werde. Ohne Berücksichtigung der Pandemie war das BIP-Wachstum im 2. Quartal das langsamste seit Ende 2009, und CE erwartet, dass die Erholung in den kommenden Quartalen holprig verlaufen werde.
Brent-Rohöl steigt nach tödlichem Angriff in Saudi-Arabien um mehr als 3 Prozent
Die Ölpreise steigen nach einem weiteren tödlichen Angriff in Saudi-Arabien. Im frühen europäischen Handel legt die Sorte Brent um 3,3 Prozent auf 112,41 US-Dollar je Barrel zu, während WTI-Futures um 2,9 Prozent auf 99,95 US-Dollar je Barrel steigen. Der Angriff am Mittwoch traf den internationalen Flughafen in der östlichen Stadt Dammam, einer ölproduzierenden Region nahe Bahrain. Unterdessen ordnete das US-Außenministerium als Reaktion auf die verstärkten Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz den Abzug von nicht für Notfälle zuständigen US-Regierungsangestellten und deren Familienangehörigen aus Saudi-Arabien an.
DJG/DJN/apo
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October 22, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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