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MÄRKTE USA/Heftige Verluste bei Technologietiteln

DJ MÄRKTE USA/Heftige Verluste bei Technologietiteln

DOW JONES--Der Wall Street startet am Donnerstag mit Abschlägen - besonders deutlich im Technologiebereich. Händler nennen gleich mehrere Belastungsfaktoren: Durchwachsen ausgefallene Quartalsergebnisse von US-Technologieunternehmen konnten die Bedenken vieler Börsianer im Hinblick auf die Rentabilität der massiven KI-Investitionen nicht beruhigen. Viele der größten Namen im Bereich Künstlicher Intelligenz verzeichnen Verluste, darunter SpaceX (-4,2%), Nvidia (-2,1%) und Intel (-5,6%) sowie die Titel des Speicherherstellers Micron (-2,8%) als auch der Kurs des Rechenzentrumsanbieters CoreWeave (-4,6%). Im frühen Handel verliert der Dow-Jones-Index 0,2 Prozent auf 52.731 Punkte - etwas gestützt von sehr festen Procter & Gamble. S&P-500 und Nasdaq-Composite büßen 0,8 bzw. 1,5 Prozent ein.

Als weiteren Belastungsfaktor machen Marktteilnehmer die deutlich anziehenden Ölpreise aus. "Die globalen Finanzmärkte nehmen über Nacht eine defensive Haltung ein, da die zunehmenden geopolitischen Risiken im Nahen Osten die Rohölpreise in die Höhe treiben und die jüngste, technologiegetriebene Aktienrally ausbremsten", heißt es bei Tickmill Group. Die leicht besser als gedacht ausgefallenen wöchentlichen Arbeitsmarktdaten spielen angesichts der Fokussierung auf KI und Erdöl kaum eine Rolle.

Während bei Tesla die Investitionsprognose gesenkt wurde, wurde sie bei Meta Platforms angehoben. Meta Platforms meldete einen Rekordumsatz für das dritte Quartal und kündigte an, eine neue Klasse von stimmrechtslosen Aktien zu schaffen, um Kapital für ihre KI-Ambitionen zu beschaffen. Die Aktien geben im Handel um 5,4 Prozent nach.

Tesla fallen um 2,3 Prozent. Der E-Autobauer berichtete für das dritte Quartal über einen stagnierenden Umsatz, aber einen überraschend positiven freien Cashflow trotz der hohen Investitionen in KI und Robotik. CEO Elon Musk weigerte sich, in einer Telefonkonferenz mit Analysten über eine mögliche Fusion mit SpaceX zu sprechen.

Die Renditen von US-Staatsanleihen geben deutlich nach. Händler sprechen angesichts der Schwäche am Aktienmarkt von einer Flucht in vermeintlich sichere Häfen. Zudem seien Konjunktursorgen aktuell ausgeprägter als Inflationsängste. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sinkt um 11 Basispunkte auf 5,04 Prozent.

Der Dollar erholt sich von einem Dreiwochentief, auf das er im Zuge gesunkener Marktzinsen gefallen war. Auch profitiere der Greenback von seinem Ruf als vermeintlich sicherer Hafen - der Dollar-Index stagniert auf Tagessicht. Der Euro sinkt mit den Verwerfungen am französischen Anleihemarkt. Die Rendite 10-jähriger französischer Staatsanleihen springt über die gefürchtete 5-Prozentmarke.

Die global gehandelte Ölsorte Brent verteuert sich um über 3 Prozent auf 112,19 Dollar pro Barrel. Händler verweisen auf erneute Angriffe auf die saudische Energieinfrastruktur. Unter anderem wurde der internationalen Flughafen in der östlichen Stadt Dammam, einer ölproduzierenden Region nahe Bahrain, getroffen - vermutlich durch die Huthi-Rebellen im Jemen. An anderer Stelle wird auf einen Bericht der New York Times verwiesen, wonach die USA und Israel nach den US-Zwischenwahlen erneute Angriffe auf den Iran vorbereiteten.

Gold läuft mal wieder in die Gegenrichtung zu Erdöl. Denn die anziehenden Ölpreise dürften die Inflation anheizen und letztlich zu höheren Leitzinsen führen, so die Spekulation im Markt. Die Feinunze verbilligt sich um 1,6 Prozent.

Am Aktienmarkt klettern Texas Instruments um 0,2 Prozent - dank höherem Gewinn und Umsatz im dritten Quartal. International Business Machines (IBM) rutschen um 2,6 Prozent ab. Das Unternehmen verbuchte überzeugende Drittquartalszahlen, allerdings enttäuscht die unveränderte Jahresprognose. IBM hat das währungsbereinigte Umsatzziel für das Gesamtjahr bestätigt, angesichts starker Quartalszahlen hatten Anleger auf eine Anhebung gesetzt. Lam Research stürzen gar um 10,5 Prozent ab. Der Halbleiterausrüster wartet mit einer schwächer als erwartet ausgefallenen Gewinnprognose auf.

Hohe Kerosinpreise machen American Airlines zu schaffen. Die Fluglinie erwartet für das vierte Quartal nun einem bereinigten Verlust von 50 Cent bis 1,10 Dollar pro Aktie. Analysten hatten mit einem Fehlbetrag von 52 Cent gerechnet. Auch für das Gesamtjahr hat der Konzern die Prognose gesenkt. American Airlines sinken um 1 Prozent. Positiv kommen die Drittquartalszahlen von Spotify Technology an, der Kurs zieht um 9,2 Prozent an.

Das Technologieunternehmen Honeywell International (-1,4%) und der Rüstungskonzern Lockheed Martin (+9%) heben beide die Prognose an. Bei Honeywell enttäuscht der Umsatz in der dritten Periode leicht - auch die angehobene Umsatzspanne für das Gesamtjahr bewegt sich knapp unter den Schätzungen. Im Konsumgüterbereich ziehen Procter & Gamble um 5,6 Prozent an. Die Gesellschaft gleicht steigende Treibstoffkosten durch Umsatzwachstum im ersten Quartal aus.

=== 
INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     52.730,62  -0,2  -125,47    52.856,09 
S&P-500    7.693,53  -0,8  -63,64    7.757,17 
NASDAQ Comp 26.309,40  -1,5  -393,46    26.702,86 
NASDAQ 100  29.326,93  -1,7  -495,59    29.822,52 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,73 -0,10    4,80      4,71 
5 Jahre           4,86 -0,11    4,95      4,85 
10 Jahre          5,04 -0,11    5,11      5,03 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:31 
EUR/USD          1,1201  -0,3  -0,0031     1,1232   1,1225 
EUR/JPY          176,15  -0,8  -1,4700     177,62  177,4100 
EUR/CHF          0,9227  -0,4  -0,0032     0,9259   0,9259 
EUR/GBP          0,8373  -0,1  -0,0011     0,8384   0,8379 
USD/JPY          157,23  -0,6  -0,9000     158,13  158,0400 
GBP/USD          1,3374  -0,2  -0,0020     1,3394   1,3390 
USD/CNY          6,674  -0,0  -0,0018     6,6758   6,6758 
USD/CNH          6,6731  -0,0  -0,0006     6,6737   6,6749 
AUS/USD          0,7012  -0,2  -0,0015     0,7027   0,7029 
Bitcoin/USD      81.791,15  -3,4 -2.844,82    84.635,97 84.436,63 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         99,83  +2,8    2,68      97,15 
Brent/ICE         112,19  +3,1    3,37     108,82 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.076,09  -1,6   -64,29    4.140,38 
Silber           55,65  -4,0   -2,32      57,97 
Platin         1.583,85  -2,7   -44,56    1.628,41 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/mpt

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October 22, 2026 09:54 ET (13:54 GMT)

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