Osnabrück (ots) -
Angesichts der Streitigkeiten rund um die Wahl des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt hat Juso-Chef Philipp Türmer die dortige CDU scharf kritisiert. "Gerade ist dort aber vor allem die CDU so zerstritten, dass sie kein zuverlässiger Partner zum Schutz der Demokratie vor der AfD ist", sagte Türmer im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz). "Eben wollte die Fraktion bei der Wahl noch geschlossen den Saal verlassen, jetzt rudert der erste CDU-Abgeordnete schon zurück. Die müssen sich da mal fangen."
Die CDU-Fraktion im Magdeburger Landtag hatte beschlossen, gemeinsam aus dem Saal zu gehen, falls Ulrich Siegmund für die AfD zur Wahl des Ministerpräsidenten antritt. Der ehemalige Fraktionsvorsitzende und Abgeordnete Guido Heuer hatte dennoch angekündigt, an der Wahl teilzunehmen.
Türmer forderte zudem einen Gegenkandidaten zu Siegmund. "Dazu sollten die anderen Parteien unbedingt einen neuen Anlauf nehmen", sagte Türmer zu noz. Das Vorhaben scheitere derzeit jedoch an der dortigen CDU. Die SPD sei offen für einen überparteilichen Kandidaten.
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mage
Die von Philipp Türmer autorisierten Zitate:
In Sachsen-Anhalt könnte die AfD den Ministerpräsidenten stellen. Sollten die anderen Parteien nicht stärker dagegenhalten?
Na sicher doch! Es gibt noch immer die Chance, einen Gegenkandidaten gegen Ulrich Siegmund aufzustellen. Dazu sollten die anderen Parteien unbedingt einen neuen Anlauf nehmen. Das scheitert aber derzeit an der dortigen CDU. Gerade ist dort aber vor allem die CDU so zerstritten, dass sie kein zuverlässiger Partner zum Schutz der Demokratie vor der AfD ist. Eben wollte die Fraktion bei der Wahl noch geschlossen den Saal verlassen, jetzt rudert der erste CDU-Abgeordnete schon zurück. Die müssen sich da mal fangen, dann wäre es vielleicht möglich, noch einen überparteilichen Kandidaten zu finden. Die SPD wäre dafür definitiv offen.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/58964/6376216
Angesichts der Streitigkeiten rund um die Wahl des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt hat Juso-Chef Philipp Türmer die dortige CDU scharf kritisiert. "Gerade ist dort aber vor allem die CDU so zerstritten, dass sie kein zuverlässiger Partner zum Schutz der Demokratie vor der AfD ist", sagte Türmer im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz). "Eben wollte die Fraktion bei der Wahl noch geschlossen den Saal verlassen, jetzt rudert der erste CDU-Abgeordnete schon zurück. Die müssen sich da mal fangen."
Die CDU-Fraktion im Magdeburger Landtag hatte beschlossen, gemeinsam aus dem Saal zu gehen, falls Ulrich Siegmund für die AfD zur Wahl des Ministerpräsidenten antritt. Der ehemalige Fraktionsvorsitzende und Abgeordnete Guido Heuer hatte dennoch angekündigt, an der Wahl teilzunehmen.
Türmer forderte zudem einen Gegenkandidaten zu Siegmund. "Dazu sollten die anderen Parteien unbedingt einen neuen Anlauf nehmen", sagte Türmer zu noz. Das Vorhaben scheitere derzeit jedoch an der dortigen CDU. Die SPD sei offen für einen überparteilichen Kandidaten.
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In Sachsen-Anhalt könnte die AfD den Ministerpräsidenten stellen. Sollten die anderen Parteien nicht stärker dagegenhalten?
Na sicher doch! Es gibt noch immer die Chance, einen Gegenkandidaten gegen Ulrich Siegmund aufzustellen. Dazu sollten die anderen Parteien unbedingt einen neuen Anlauf nehmen. Das scheitert aber derzeit an der dortigen CDU. Gerade ist dort aber vor allem die CDU so zerstritten, dass sie kein zuverlässiger Partner zum Schutz der Demokratie vor der AfD ist. Eben wollte die Fraktion bei der Wahl noch geschlossen den Saal verlassen, jetzt rudert der erste CDU-Abgeordnete schon zurück. Die müssen sich da mal fangen, dann wäre es vielleicht möglich, noch einen überparteilichen Kandidaten zu finden. Die SPD wäre dafür definitiv offen.
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