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MÄRKTE USA/Heftige Verluste im Technologiesektor

DJ MÄRKTE USA/Heftige Verluste im Technologiesektor

DOW JONES--An der Wall Street stehen am Donnerstag besonders deutlich Technologiewerte unter Abgabedruck. Der Dow-Jones-Index hält sich gestützt von sehr festen Procter & Gamble besser. Händler nennen gleich mehrere Belastungsfaktoren: Durchwachsen ausgefallene Quartalsergebnisse von US-Technologieunternehmen konnten die Bedenken vieler Börsianer im Hinblick auf die Rentabilität der massiven KI-Investitionen nicht dämpfen. Viele der größten Namen im Bereich Künstlicher Intelligenz verzeichnen Verluste, darunter SpaceX (-5,9%), Nvidia (-3,6%) und Intel (-5,6%) sowie die Titel des Speicherherstellers Micron (-4,8%) als auch der Kurs des Rechenzentrumsanbieters CoreWeave (-8,4%). Der Technologiesektor stellt im S&P-500 mit einem Abschlag von 2,5 Prozent das Schlusslicht.

Gegen Mittag US-Ostküstenzeit stagniert der Dow-Jones-Index bei 52.869 Punkten, S&P-500 und Nasdaq-Composite büßen 1,0 bzw. 2,0 Prozent ein. Als weiteren Belastungsfaktor machen Marktteilnehmer die deutlich anziehenden Ölpreise aus. "Die globalen Finanzmärkte nehmen über Nacht eine defensive Haltung ein, da die zunehmenden geopolitischen Risiken im Nahen Osten die Rohölpreise in die Höhe treiben und die jüngste, technologiegetriebene Aktienrally ausbremsten", heißt es bei Tickmill Group. Die leicht besser als gedacht ausgefallenen wöchentlichen Arbeitsmarktdaten spielen angesichts der Fokussierung auf KI und Erdöl kaum eine Rolle.

Während bei Tesla die Investitionsprognose gesenkt wurde, wurde sie bei Meta Platforms angehoben. Meta Platforms meldete einen Rekordumsatz für das dritte Quartal und kündigte an, eine neue Klasse von stimmrechtslosen Aktien zu schaffen, um Kapital für ihre KI-Ambitionen zu beschaffen. Die Aktien geben im Handel um 5,9 Prozent nach.

Tesla fallen um 1,4 Prozent. Der E-Autobauer berichtete für das dritte Quartal über einen stagnierenden Umsatz, aber einen überraschend positiven freien Cashflow trotz der hohen Investitionen in KI und Robotik. CEO Elon Musk weigerte sich, in einer Telefonkonferenz mit Analysten über eine mögliche Fusion mit SpaceX zu sprechen.

Die Renditen von US-Staatsanleihen geben deutlich nach. Händler sprechen angesichts der Schwäche am Aktienmarkt von einer Flucht in vermeintlich sichere Häfen. Zudem seien Konjunktursorgen aktuell ausgeprägter als Inflationsängste. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sinkt um 15 Basispunkte auf 4,99 Prozent.

Der Dollar erholt sich von einem Dreiwochentief, auf das er im Zuge gesunkener Marktzinsen gefallen war. Auch profitiere der Greenback von seinem Ruf als vermeintlich sicherer Hafen - der Dollar-Index verliert dennoch leicht um 0,1 Prozent auf Tagessicht. Der Euro sinkt mit den Verwerfungen am französischen Anleihemarkt. Die Rendite 10-jähriger französischer Staatsanleihen springt über die gefürchtete 5-Prozentmarke.

Die global gehandelte Ölsorte Brent verteuert sich um 2,7 Prozent auf 111,73 Dollar pro Barrel. Händler verweisen auf erneute Angriffe auf die saudische Energieinfrastruktur. Unter anderem wurde der internationale Flughafen in der östlichen Stadt Dammam, einer ölproduzierenden Region nahe Bahrain, getroffen - vermutlich durch die Huthi-Rebellen im Jemen. An anderer Stelle wird auf einen Bericht der New York Times verwiesen, wonach die USA und Israel nach den US-Zwischenwahlen erneute Angriffe auf den Iran vorbereiteten.

Gold läuft mal wieder in die Gegenrichtung zu Erdöl. Denn die anziehenden Ölpreise dürften die Inflation anheizen und letztlich zu höheren Leitzinsen führen, so die Spekulation im Markt. Die Feinunze verbilligt sich um 2,2 Prozent.

Am Aktienmarkt drehen Texas Instruments 0,9 Prozent ins Minus. Trotz höherem Gewinn und Umsatz im dritten Quartal kann sich die Aktie dem Druck im Technologiesektor nicht widersetzen. International Business Machines (IBM) verlieren 0,7 Prozent. Das Unternehmen verbuchte überzeugende Drittquartalszahlen, allerdings enttäuscht die unveränderte Jahresprognose. IBM hat das währungsbereinigte Umsatzziel für das Gesamtjahr bestätigt, angesichts starker Quartalszahlen hatten Anleger auf eine Anhebung gesetzt. Lam Research stürzen gar um 10 Prozent ab. Der Halbleiterausrüster wartet mit einer schwächer als erwartet ausgefallenen Gewinnprognose auf.

Hohe Kerosinpreise machen American Airlines zu schaffen. Die Fluglinie erwartet für das vierte Quartal nun einem bereinigten Verlust von 50 Cent bis 1,10 Dollar pro Aktie. Analysten hatten mit einem Fehlbetrag von 52 Cent gerechnet. Auch für das Gesamtjahr hat der Konzern die Prognose gesenkt. American Airlines drehen 2,7 Prozent ins Plus. Anleger konzentrierten sich auf das besser als befürchtet ausgefallene Quartalsergebnis, heißt es im Handel. Positiv kommen auch die Drittquartalszahlen von Spotify Technology an, der Kurs zieht um 8,5 Prozent an.

Das Technologieunternehmen Honeywell International (+1%) und der Rüstungskonzern Lockheed Martin (+5,3%) heben beide die Prognose an. Im Konsumgüterbereich ziehen Procter & Gamble um 6,2 Prozent an und stehen damit klar an der Dow-Spitze. Die Gesellschaft gleicht steigende Treibstoffkosten durch Umsatzwachstum im ersten Quartal aus.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          52.869,13  +0,0   +13,04    52.856,09 
S&P-500         7.679,10  -1,0   -78,07    7.757,17 
NASDAQ Comp      26.176,97  -2,0  -525,89    26.702,86 
NASDAQ 100       29.185,82  -2,1  -636,70    29.822,52 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,68 -0,14    4,80      4,68 
5 Jahre           4,81 -0,16    4,95      4,81 
10 Jahre          4,99 -0,15    5,11      4,99 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:31 
EUR/USD          1,1219  -0,1  -0,0013     1,1232   1,1225 
EUR/JPY          176,16  -0,8  -1,4600     177,62  177,4100 
EUR/CHF          0,9226  -0,4  -0,0033     0,9259   0,9259 
EUR/GBP          0,8376  -0,1  -0,0008     0,8384   0,8379 
USD/JPY          157,03  -0,7  -1,1000     158,13  158,0400 
GBP/USD          1,3391  -0,0  -0,0003     1,3394   1,3390 
USD/CNY          6,6745  -0,0  -0,0013     6,6758   6,6758 
USD/CNH          6,6732  -0,0  -0,0005     6,6737   6,6749 
AUS/USD          0,7023  -0,1  -0,0004     0,7027   0,7029 
Bitcoin/USD      81.579,03  -3,6 -3.056,94    84.635,97 84.436,63 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         98,79  +1,7    1,64      97,15 
Brent/ICE         111,73  +2,7    2,91     108,82 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.049,09  -2,2   -91,29    4.140,38 
Silber           55,06  -5,0   -2,91      57,97 
Platin         1.579,65  -3,0   -48,76    1.628,41 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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October 22, 2026 12:43 ET (16:43 GMT)

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