DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
EZB-SPITZE - Schon auf der nächsten Sitzung der Eurogruppe am 9. November in Brüssel könnte die Vorentscheidung über die Nachfolge von EZB-Präsidentin Christine Lagarde fallen, berichtet der Platow Brief. Das Puzzle, das die Finanzminister der Eurozone zusammensetzen müssen, sei jedoch komplex. Denn mindestens zwei weitere EZB-Spitzenposten müssten ebenfalls neu besetzt werden. Dabei sei Finanzminister Lars Klingbeil sein Wunschkandidat für die Nachfolge von Isabel Schnabel, die im EZB-Direktorium für das Markt-Ressort zuständig ist, abhandengekommen. Der frühere Finanzminister Jörk Kukies wolle bei der US-Investmentbank Morgan Stanley bleiben, berichtet der Platow Brief mit Verweis auf Marktkreise. Dort habe Kukies erst im Mai angeheuert. (Platow Brief)
EU-BUDGET - Der Präsident des Europäischen Rates, António Costa, strebt für November eine Einigung über den nächsten langfristigen EU-Haushalt zu erzielen, sagte er dem Brüsseler Online-Medium Rapporteur in einem Interview. "Ich arbeite daran, dass es beim Rat im November zu einer Einigung kommt", zitiert Rapporteur Costa. "Der Grundhaushalt sollte im November beschlossen werden, und es ist möglich, sich im November zu einigen." Der Präsident des Europäischen Rates setze darauf, dass neue "Eigenmittel" - einer der größten Knackpunkte bei den Verhandlungen über den von der EU vorgeschlagenen 2-Billionen-Euro-Ausgabenplan für die Jahre 2028 bis 2034 - den Weg für eine Einigung ebnen können. Costa kündigte vergangene Woche für November einen neuen Kompromissvorschlag an, der auf den Arbeiten der Europäischen Kommission, der nationalen Regierungen und der Europaabgeordneten aufbaut - insbesondere hinsichtlich neuer Einnahmequellen durch EU-Steuern. Die Staats- und Regierungschefs werden seinen Vorschlag auf einer außerordentlichen Tagung des Europäischen Rates Ende November erörtern. (Rapporteur)
DEUTSCHLAND-APP - Die von Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) geplante Verwaltungs-App liegt deutlich hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück. Das erfuhr das Handelsblatt von Kommunen, die die "Deutschland-App" in einem Pilotbetrieb erproben sollen, und von mit der Sache befassten Personen. Der Probebetrieb in allen Pilotkommunen sollte eigentlich Mitte September starten. Wann der Regelbetrieb der App startet, ist derzeit unklar. Gegenüber dem Handelsblatt bestätigte Wildberger die Verzögerung: "Die ersten Prototypen stehen und werden in Kommunen getestet, befinden sich aber noch nicht im regulären Betrieb." Als Grund nannte er gestiegene Ansprüche: "Nach den ersten erreichten Meilensteinen haben wir die Anforderungen nochmals erhöht." Die App soll langfristig auch komplexe Verwaltungsverfahren automatisieren. (Handelsblatt)
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October 23, 2026 00:58 ET (04:58 GMT)
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