DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien
TAGESTHEMA
SK Hynix hat die Pläne für den Börsengang seiner Speicherchip-Sparte in den USA auf Eis gelegt angesichts der Marktturbulenzen, die eine Welle milliardenschwerer Kapitalbeschaffungen von Unternehmen rund um den KI-Boom ins Stocken bringen. Das südkoreanische Unternehmen, der zweitgrößte Speicherchiphersteller der Welt, erklärte, dass die Tochter Solidigm die Prüfung eines Börsengangs als Finanzierungsoption für eine neue Produktionsstätte in den Vereinigten Staaten ausgesetzt habe.
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13:00 US/American Express Co, Ergebnis 3Q
AUSBLICK KONJUNKTUR
- US
15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI Service (1. Veröffentlichung) Oktober
PROGNOSE: 58,0
zuvor: 58,8
15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe
(1. Veröffentlichung) Oktober
PROGNOSE: 55,3
zuvor: 55,9
16:00 Index Verbraucherstimmung Uni Michigan (2. Umfrage) Oktober
PROGNOSE: 46,3
1. Umfrage: 46,3
zuvor: 48,1
ÜBERSICHT INDIZES
zuletzt +/- % E-Mini-Future S&P-500 7.695,50 -0,1 E-Mini-Future Nasdaq-100 29.139,75 -0,0 S&P/ASX 200 (Sydney) 8.795,20 +0,0 Topix-500 (Tokio) 3.957,77 -1,0 Kospi (Seoul) 5.515,79 -0,3 Shanghai-Composite 3.649,42 -0,2 Hang-Seng-Index (Hongkong) 23.131,25 +0,9
FINANZMÄRKTE
OSTASIEN (VERLAUF)
Schwach - Die Dynamik nach unten lässt zwar etwas nach, weiter sorgen aber Bedenken über die Rentabilität von KI-Investitionen und zu hohe Bewertungen von KI-Aktien für Vorsicht, zumal die technologielastigen US-Aktienindizes am Vortag unter die Räder kamen. Daneben sorgt die unverändert angespannte Lage im Nahen Osten für Verkaufslaune bei Aktien. Bei den Ölpreisen gibt es nach dem jüngsten Anstieg keine Entspannung. In Japan kommt als Belastungsfaktor hinzu, dass die Verbraucherpreisinflation in Japan im September angezogen hat, was der Notenbank Argumente liefert, die Zinsen bis zum Jahresende abermals anzuheben. Die Verbraucherpreise stiegen um 2,1 Prozent. Ökonomen hatten das zwar auch erwartet, es bedeutet aber gleichwohl einen Anstieg gegenüber den 1,7 Prozent im August. Unter den Einzelwerten steigen SK Hynix in Seoul nach deutlichen Anfangsverlusten inzwischen um rund 3 Prozent. Der Halbleiterriese hat in Anbetracht des eingetrübten Umfelds Pläne für einen möglichen US-Börsengang seiner Flash-Speicher-Sparte Solidigm ad acta gelegt. In Sydney stehen Rohstoffaktien unter Druck. Rio Tinto geben um 2,1 Prozent nach. Der Rohstoffriese hat mitgeteilt, 1,9 Milliarden US-Dollar in die Erschließung einer Bauxitlagerstätte zu investieren. BHP rutsche um über 3 Prozent ab, Fortescue büßen 1,8 Prozent ein. Ein Kursdebakel erlebt die Aktie des Ratenzahlungsanbieters Zip mit einem Minus von fast 30 Prozent. Zip hat eingestanden, dass im Berichtsquartal im Zuge eines Betrugs einmalige Kosten von 10 Millionen australischen Dollar angefallen sind.
WALL STREET
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
DJIA 52.867,98 +0,0 +11,89 52.856,09
S&P-500 7.663,43 -1,2 -93,74 7.757,17
NASDAQ Comp 26.008,86 -2,6 -694,00 26.702,86
NASDAQ 100 28.958,69 -2,9 -863,83 29.822,52
Donnerstag Mittwoch
Umsatz NYSE (Aktien) 1,34 Mrd 1,16 Mrd
Gewinner 1.551 1.356
Verlierer 1.148 1.338
Unverändert 80 84
Schwach - Deutliche Kursverluste bei den Technologiewerten bescherten dem Nasdaq-Composite den größten Tagesverlust seit Juni. Durchwachsen ausgefallene Quartalsergebnisse von US-Technologieunternehmen hätten die Bedenken im Hinblick auf die Rentabilität von KI-Investitionen am Leben gehalten, hieß es. Im Sektor fielen SpaceX um 9,1, Nvidia um 4,4, Intel um 8,0, Micron um 6,3 oder Coreweave um 10,1Prozent. Als weiterer Belastungsfaktor machten Marktteilnehmer die deutlich gestiegenen Ölpreise aus. Meta meldete einen Rekordumsatz für das dritte Quartal und kündigte an, eine neue Klasse von stimmrechtslosen Aktien zu schaffen, um Kapital für ihre KI-Ambitionen zu beschaffen. Zudem kündigte Meta zusätzliche künftige Ausgabenverpflichtungen an. Die Aktie gab um 7,0 Prozent nach. Tesla fielen um 3,1 Prozent. Der E-Autobauer hatte einen stagnierenden Umsatz gemeldet, aber einen überraschend positiven Cashflow. IBM stiegen nach guten Quartalszahlen um 0,3 Prozent. Die unveränderte Jahresprognose habe etwas enttäuscht, hieß es. Lam Research stürzten um 11,8 Prozent ab, nach einer schwächer als erwartet ausgefallenen Gewinnprognose. Procter & Gamble zogen um 5,6 Prozent an. Das Unternehmen glich gestiegene Treibstoffkosten durch Umsatzwachstum im ersten Quartal aus.
USA - ANLEIHEN
Rendite +/- 2 Jahre 4,64 -0,02 10 Jahre 4,96 -0,02
Die Renditen gaben nach; die 10-jährige fiel zum ersten Mal seit einem Monat wieder unter die Marke von 5 Prozent. Händler sprachen angesichts der anhaltenden Schwäche am Aktienmarkt von Umschichtungen in Anleihen.
DEVISENMARKT
zuletzt +/- % 00:00 Do, 09:10 % YTD EUR/USD 1,1209 -0,0 1,1214 1,1247 -4,6 EUR/JPY 175,91 +0,1 175,81 176,48 -4,4 EUR/GBP 0,8372 +0,0 0,8370 0,8388 -3,9 USD/JPY 156,92 +0,1 156,76 156,91 +0,2 USD/KRW 1.325,80 +0,0 1.325,21 1.322,70 -8,0 USD/CNY 6,6727 -0,0 6,6745 6,6734 -4,6 USD/CNH 6,6729 0,0 6,6726 6,6724 -4,3 USD/HKD 7,8408 +0,1 7,8358 7,8409 +0,8 AUD/USD 0,7009 -0,1 0,7019 0,7015 +5,1 NZD/USD 0,5689 +0,1 0,5682 0,5697 -1,2 BTC/USD 81.752,64 +0,7 81.192,42 82.363,88 -6,8
Der Dollar zog zum Euro leicht an, wobei dies eher einer Euro-Schwäche geschuldet war angesichts des zunehmenden Stresses bei französischen Anleihen. Die Rendite 10-jähriger französischer Staatsanleihen war angesichts der Haushaltsprobleme und der sozialen Unruhen in Frankreich über die viel beachtete 5-Prozent-Marke gesprungen. Das schürte Spekulationen über eine drohende Staatsschuldenkrise und dürfte der EZB Zinserhöhungen angesichts der weiter zu hohen Inflation erschweren, hieß es. Der Euro kostete zuletzt im US-Handel 1,1216 Dollar.
ROHSTOFFE
METALLE
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.021,50 -0,1 -2,48 4.023,98 Silber 54,34 -0,3 -0,18 54,53 Platin 1.571,27 +0,1 1,02 1.570,25
Für den Goldpreis ging es deutlicher nach unten um 2,4 Prozent auf zuletzt 4.023 Dollar im US-Handel. Die hohen und weiter steigenden Ölpreise dürften die Inflation anheizen und letztlich zu höheren Leitzinsen führen, was negative für das Gold als Anlage wäre, erklärten Marktteilnehmer die Abwärtsbewegung.
ÖL
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 100,67 +1,2 1,20 99,47 Brent/ICE 114,02 +0,8 0,85 113,17
Die Ölpreise legten stark zu. Brent verteuerte sich im US-Geschäft um rund 4 Prozent auf knapp über 113 Dollar je Barrel. Händler verwiesen auf erneute Angriffe auf die saudische Energieinfrastruktur durch Huthi-Rebellen im Jemen. An anderer Stelle wurde auf einen Bericht der New York Times verwiesen, wonach die USA und Israel nach den US-Zwischenwahlen erneute Angriffe auf den Iran vorbereiteten.
MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR
JAPAN - Inflation
Die Verbraucherpreise ohne frische Lebensmittel sind im September im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent gestiegen. Im August hatte der Anstieg noch bei 1,7 Prozent gelegen. Das Ergebnis entsprach der Prognose einer Umfrage unter Ökonomen des Datenanbieters Quick.
SINGAPUR - Inflation
Der Verbraucherpreisindex in Singapur ist im September im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent gestiegen. Dies stand einem Anstieg von 2,3 Prozent im August und der Prognose von 2,4 Prozent in einer Umfrage des Wall Street Journal gegenüber.
BOSTON BEER
hat im dritten Quartal einen Gewinn von 43,2 (Vorjahr: 46,2) Millionen Dollar erzielt. Bereinigt lag das Ergebnis bei 4,37 Dollar je Aktie; Analysten hatten 3,85 Dollar erwartet. Der Nettoumsatz sank um 3 Prozent auf 520,1 Millionen Dollar und verfehlte die Analystenschätzungen von 522,9 Millionen Dollar. Für das Gesamtjahr rechnet die Brauerei nun mit einem Verlust je Aktie zwischen 5,76 und 4,26 (zuvor: 6,23 bis 4,23) Dollar. Auf bereinigter Basis hob das Unternehmen das untere Ende der Gewinnspanne an und prognostiziert nun einen Gewinn je Aktie von 9,00 bis 10,50 (zuvor: 8,50 bis 10,50) Dollar, verglichen mit einem Analystenkonsens von 8,90 Dollar.
CHINA TELECOM
hat in den ersten neun Monaten einen Nettogewinn von 26,21 Milliarden Yuan (3,93 Milliarden US-Dollar) ausgewiesen, was einem Rückgang von 15 Prozent entspricht. Grund dafür waren Anpassungen bei der Mehrwertsteuerklassifizierung. Der operative Umsatz fiel um 3,7 Prozent.
DECKERS OUTDOOR
hat im jüngsten Quartal einen Nettogewinn von 313,1 (Vorjahr: 268,2) Millionen Dollar bzw. 2,31 (1,82) Dollar je Aktie erzielt; Analysten hatten 1,79 Dollar je Aktie erwartet. Der Umsatz stieg um 3,5 Prozent auf 1,48 Milliarden Dollar und verfehlte damit die Konsensschätzung von 1,51 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr senkte der Schuhkonzern seine Umsatzprognose auf 5,70 bis 5,73 (zuvor: 5,86 bis 5,91) Milliarden Dollar. Dank Zollrückerstattungen hob Deckers jedoch das Jahresziel für den Gewinn je Aktie auf 7,80 bis 7,95 (zuvor: 7,35 bis 7,50) Dollar an.
NEWMONT
hat im dritten Quartal einen Gewinn von 2,48 (Vorjahr: 1,83) Milliarden Dollar erzielt. Bereinigt lag der Gewinn je Aktie bei 2,20 Dollar; Analysten hatten 1,96 Dollar erwartet. Der Umsatz stieg auf 6,36 (5,52) Milliarden Dollar und übertraf die Konsensschätzung von 6,27 Milliarden Dollar. Haupttreiber waren höhere Goldabsatzmengen und gestiegene realisierte Kupferpreise. Die Produktionsprognose für das Gesamtjahr 2026 wurde bestätigt.
WESTERN DIGITAL
hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres einen Gewinn von 1,78 (Vorjahr: 1,15) Milliarden Dollar erzielt. Bereinigt lag der Gewinn je Aktie bei 4,64 Dollar; Analysten hatten 4,11 Dollar erwartet. Der Umsatz kletterte auf 4,38 (2,82) Milliarden Dollar und übertraf die Konsensschätzung von 4,14 Milliarden Dollar. Für das laufende zweite Quartal des Geschäftsjahres prognostiziert das Unternehmen einen bereinigten Gewinn von 5,60 bis 6,00 (Analysten: 4,84) Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 5,0 bis 5,2 (Analysten: 4,57) Milliarden Dollar.
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/flf/ros/gos
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October 23, 2026 01:56 ET (05:56 GMT)
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