FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Freitag etwas nachgegeben. Der richtungweisende Euro-Bund-Future sank am Morgen um 0,12 Prozent auf 122,18 Punkte. Am Vortag hatte er im Zuge der Schwäche an den Aktienmärkten und der Unsicherheit mit Blick auf Frankreich kräftig zugelegt. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 3,34 Prozent.
Zum Wochenausklang stehen unter anderem die Einkaufsmanagerindizes im Laufe des Vormittags im Fokus. Es werden Daten aus Frankreich, Deutschland und für die Eurozone gemeldet. Am Nachmittag folgen Stimmungsdaten aus den USA.
"Auf mehr Interesse als üblich könnten die französischen Werte stoßen. Die Unruhe an den Finanzmärkten aufgrund der Schuldenentwicklung ist weiterhin hoch und die Proteste in den Städten haben nicht zur Aufhellung der Perspektiven beigetragen", schreiben die Experten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) im Morgenkommentar.
An den Aktienmärkten hinterfragen Anleger unterdessen, ob sich die Milliardeninvestitionen in den KI-Boom zeitnah rentieren. Laut der Commerzbank kommen die erneuert aufgeflammten Spannungen im Nahen Osten hinzu. Anders als zuletzt suchten Anleger nun bei US-Staatsanleihen Zuflucht, was deren Renditen trotz der steigenden Ölpreise habe sinken lassen. "Diese Verschiebung deutet darauf hin, dass am Anleihemarkt die Sorgen um die Wachstumsaussichten über Nacht schwerer wogen als die Inflationsängste", schrieben die Commerzbank-Experten./jha/stk
