DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Deutsches Bauhauptgewerbe verzeichnet Rekord bei Auftragseingang
Das deutsche Bauhauptgewerbe hat im August dank mehrerer Großaufträge einen historischen Bestellschub verzeichnet. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, stieg der reale kalender- und saisonbereinigte Auftragseingang gegenüber dem Vormonat Juli um 23,0 Prozent. Dies ist der stärkste monatliche Zuwachs seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1991. Treibender Motor der Entwicklung war der Tiefbau mit einem Auftragsplus von 31,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Im Hochbau legten die Bestellungen um 12,4 Prozent zu.
Britisches Verbrauchervertrauen erleidet größten Einbruch seit der Pandemie
Die Verbraucherstimmung in Großbritannien ist in diesem Monat so schnell eingebrochen wie seit der Covid-19-Pandemie nicht mehr. Der zunehmende Druck durch die Lebenshaltungskosten machte den im Sommer verzeichneten Optimismus wieder zunichte. Die Research-Gruppe GfK teilte mit, dass ihr Barometer für das Verbrauchervertrauen, das am Freitag gemeinsam mit dem Nürnberger Institut für Marktentscheidungen veröffentlicht wurde, im Oktober um 11 Punkte auf minus 24 gefallen sei. Dies sei der stärkste Rückgang der Stimmung seit dem Ausbruch der Pandemie im April 2020.
Anstieg der Verbraucherinflation in Japan stützt Zinserhöhung der BoJ
Japans Verbraucherinflation hat im September angezogen. Dies stützt die Argumente für die Zentralbank, die Zinssätze bis zum Jahresende erneut anzuheben. Ohne frische Lebensmittel kletterten die Verbraucherpreise im September im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent, verglichen mit einem Anstieg von 1,7 Prozent im August, wie Regierungsdaten am Freitag zeigten. Dies entsprach der Prognose einer Ökonomenbefragung des Datenanbieters Quick und markierte das erste Mal seit neun Monaten, dass das Preiswachstum das Ziel von 2 Prozent übertraf. Die Ergebnisse dürften die Markterwartungen bestärken, dass die Bank of Japan ihre Geldpolitik im Dezember straffen wird. Dies würde den Leitzins um weitere 25 Basispunkte auf 1,5 Prozent anheben.
Japanischer Flash-PMI signalisiert nachlassende Nachfrage - Inflationsrisiken bestehen weiterhin
Japanische Unternehmen blicken weniger optimistisch auf die Produktion im kommenden Jahr, da Inflationsrisiken weiterhin Sorgen über die Aussichten hervorrufen, wie der Flash-PMI von S&P Global zeigt. Die Oktober-Umfrage zeigt, dass die Geschäftsaktivität im Privatsektor den 19. Monat in Folge gewachsen ist. Sie verharrte jedoch auf dem Niveau von September und blieb hinter dem Durchschnitt seit Jahresbeginn zurück. Das Umsatzwachstum im güterproduzierenden Sektor war das langsamste seit März. Im Dienstleistungssektor gewann das Wachstum zwar an Fahrt, blieb jedoch bescheiden. Die Inputkosteninflation ist im Laufe des Monats leicht gestiegen, während die Bank of Japan die Zinssätze erneut angehoben hat, meint Usamah Bhatti, Ökonom bei S&P Global Market Intelligence. Vor diesem Hintergrund werde es wichtig sein zu beobachten, wie sich die Bedingungen der Inlandsnachfrage entwickeln, meint Bhatti.
BoJ hebt Zinsen voraussichtlich noch dreimal an - Leitzins steigt auf 2 Prozent
Dem Basisszenario von BofA Securities zufolge wird die Bank of Japan die Zinsen voraussichtlich im Dezember 2026 sowie im März und Juli 2027 anheben und den Leitzins auf 2 Prozent bringen. "Wenn sich die Zinsen diesem Niveau nähern, erwarten wir eine stärkere Debatte innerhalb des Boards der Bank of Japan über die verzögerte Wirkung auf die Finanzierungsbedingungen", meint BofA. Höhere Kreditkosten könnten auch zu erneutem Widerstand der Regierung führen. Erwartungen verzögerter Zinserhöhungen könnten jedoch den Yen schwächen und den Inflationsdruck erhöhen, was das Risiko eines Endsatzes über dem Basisszenario von BofA potenziell erhöhen dürfte, heißt es
BoJ dürfte bei bevorstehender Sitzung Erreichen des Inflationsziels von 2 Prozent verkünden
Die Bank of Japan dürfte bei ihrer bevorstehenden geldpolitischen Sitzung Ende Oktober erklären, dass ihr Inflationsziel von 2 Prozent erreicht worden ist, schreibt BofA Securities in einem Kommentar. Darüber hinaus erwarte BofA kaum Änderungen bei der Einschätzung der Zentralbank zu den Wirtschafts- und Preisbedingungen, dem Ausblick und den Risiken. Die Wachstumsprognosen dürften weitgehend unverändert bleiben, während das Board seine Median-Prognose für den Kern-Verbraucherpreisindex für das Geschäftsjahr 2027 leicht anheben könnte, schreibt BofA. Das Board dürfte bei der Sitzung bekräftigen, dass es "die Zinsen weiter anheben und den Grad der geldpolitischen Lockerung verringern wird, wobei der Nahe Osten, die KI-bezogene Nachfrage und die Devisenmärkte weiterhin ausschlaggebend für den Zeitpunkt und das Tempo sind," schreibt BofA.
Singapurs Verbraucherinflation hat sich im September leicht abgekühlt
Singapurs Verbraucherpreise sind im September langsamer gestiegen als erwartet. Der Verbraucherpreisindex kletterte im September im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent, wie Regierungsdaten zeigten. Dies stand einem Anstieg von 2,3 Prozent im August und der Prognose von 2,4 Prozent in einer Umfrage des Wall Street Journal gegenüber. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent.
Iran droht mit Angriffen auf wirtschaftliche und zivile Ziele
Irans Botschaft ist unmissverständlich: Sollten die USA und Israel ihre Luftangriffe wieder aufnehmen, wird Teheran nicht nur mit Schlägen gegen amerikanische Stützpunkte und Kriegsschiffe antworten, sondern auch gegen Flughäfen, Pipelines und andere zivile Ziele in den benachbarten Golfstaaten. Die öffentlich sowie in privaten diplomatischen Gesprächen geäußerten Warnungen zielen deutlich darauf ab, einen Angriff durch drastische Drohungen abzuschrecken. Sie signalisieren jedoch auch eine reale Gefahr. Iran verfügt weiterhin über erhebliche Bestände an Raketen und Drohnen sowie über die Fähigkeit, diese einzusetzen.
Trump bat Musk um Aufhebung Starlink-Beschränkungen für Ukraine - Kreise
US-Präsident Donald Trump hat Elon Musk angerufen und ihn gebeten, die Beschränkungen für eine militärische Version von Starlink in der Ukraine aufzuheben, die der SpaceX-Chef gedrosselt hatte. Dies sagten US-Regierungsvertreter. Das System habe am Donnerstag, kurz nach ihrem Gespräch, wieder normaler funktioniert, sagten US-amerikanische und ukrainische Regierungsvertreter. Einige ukrainische Offizielle sagten, das System sei zwar nicht wieder voll funktionsfähig, arbeite aber mit höheren Geschwindigkeiten als unter der Drosselung. Trump habe Musk gesagt, er sei frustriert darüber, dass die Geschwindigkeit des Systems weiterhin auf etwa 160 Kilometer pro Stunde begrenzt sei, so die Informanten.
DJG/DJN/apo
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October 23, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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