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Dr. Eckhard Schulte (MainSky): Die KI-Story lebt - aber das billige Geld ist Geschichte

23.10.2026 -

Die Finanzmärkte befinden sich in einem scheinbaren Widerspruch: Während die Renditen an den globalen Anleihemärkten deutlich steigen und die Finanzierungskosten für Staaten und Unternehmen neue Höchststände erreichen, hält sich der Aufwärtstrend an den Aktienmärkten bemerkenswert robust. Gleichzeitig wachsen die Zweifel, ob die gewaltigen Investitionen in Künstliche Intelligenz tatsächlich die erhofften Erträge liefern werden. Und mit Frankreich droht sich im Herzen Europas eine Staatsschuldenkrise zu entwickeln, deren Dimensionen zunehmend an die Eurokrise vor rund 15 Jahren erinnern. Qualität statt Quantität Dennoch muss der Aufwärtstrend am Aktienmarkt nicht grundsätzlich infrage gestellt werden. Denn der entscheidende Treiber bleiben die Unternehmensgewinne, die primär in den USA mit außergewöhnlicher Dynamik wachsen. Hinzu kommt ein hohes nominales Wirtschaftswachstum, das den Renditeanstieg zumindest teilweise relativiert. Solange die Gewinne stärker steigen als die Finanzierungskosten, bleibt das fundamentale Umfeld für Aktien günstig. Allerdings verändert sich die Qualität des Aufschwungs. Höhere Zinsen setzen gerade die Unternehmen unter Druck, die für ihre Investitionen auf immer mehr Fremdkapital angewiesen sind. Dies gilt insbesondere für Teile der KIu2011Wertschöpfungskette. Die Zeit, in der nahezu jede überzeugende KI-Geschichte für steigende Kurse ausreichte, dürfte vorbei sein. Die KI-Story ist nicht zu Ende, aber sie tritt in eine neue Phase ein: Nicht mehr die größten Investitionsversprechen, sondern tatsächliche Gewinne und die Qualität der Finanzierung werden über die Gewinner an der Börse entscheiden. Keine Parallelen zur Dotcom-Blase Auch der Blick auf die fundamentalen Daten zeigt, dass die häufig bemühten Parallelen zur Dotcom-Blase um die Jahrtausendwende wenig überzeugend sind. Der S&P 500 hat seit Jahresbeginn rund zwölf Prozent zugelegt, während die Unternehmensgewinne um rund 30 Prozent gestiegen sind. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist dadurch von etwa 22 auf 19 gefallen. Der gesamte Kursanstieg wurde somit durch höhere Gewinne getragen, die Bewertungen haben sogar deutlich nachgegeben. Auch der Nasdaq ist mit einem KGV von rund 35 auf die laufenden Gewinne weit von den Bewertungsübertreibungen des Jahres 2000 entfernt, als teilweise Multiplikatoren von über 100 gezahlt wurden. Zudem verdienen die großen Technologieunternehmen bereits heute enorme Summen. Allein Alphabet, Amazon und Microsoft erwirtschafteten im zweiten Quartal zusammen operative Gewinne von rund 41 Milliarden US-Dollar. Zwar lässt sich daraus nicht die Rentabilität jeder einzelnen KI-Investition ableiten, doch die Ertragskraft der großen Technologiekonzerne ist unbestritten. Eine Spekulationsblase entsteht, wenn die Kurse den Gewinnen davonlaufen. Am US-Aktienmarkt beobachten wir derzeit genau das Gegenteil: Die Gewinne laufen den Kursen davon.Anhaltend hohe Gewinndynamik Entscheidend ist dabei, dass Künstliche Intelligenz zunehmend auch außerhalb des Technologiesektors für Produktivitätssteigerungen sorgt. Das Produktivitätswachstum in den USA liegt aktuell bei rund 2,6 Prozent, die Unternehmensgewinne pro Beschäftigtem haben sich seit dem Durchbruch generativer KI Ende 2022 deutlich beschleunigt. Dieser Indikator ist für uns besonders wichtig, da er in der Vergangenheit bereits Monate vor einer Rezession oder dem Ende eines Aktienmarktaufschwungs nachgegeben hat. Derzeit ist davon nichts zu erkennen. Vielmehr deutet die Entwicklung auf eine anhaltend hohe Gewinndynamik hin. Dennoch sollten Investoren innerhalb des KI-Sektors stärker differenzieren. Während Unternehmen mit hoher Profitabilität und soliden Bilanzen auch steigende Finanzierungskosten verkraften können, geraten hoch verschuldete Geschäftsmodelle zunehmend unter Druck. Besonders kritisch sind Unternehmen, die enorme Investitionen in Rechenzentren und Rechenleistung überwiegend mit Fremdkapital finanzieren. Hier steigen die Risikoaufschläge bereits deutlich.Klassische Value-Kriterien gefragt Investoren sollten sich deshalb auf Unternehmen mit nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen und einer starken Finanzierungsbasis konzentrieren. Weiterhin attraktiv sind die physischen Knappheitsfaktoren der KI-Revolution, insbesondere Halbleiter, Energieversorgung, Stromnetze und Rechenzentrumsinfrastruktur. Daneben rücken zunehmend die Anwender von KI in den Fokus. Diese finden sich häufig außerhalb des Technologiesektors, etwa bei Finanzdienstleistungen, Industrie und Gesundheit, und können durch den Einsatz von KI ihre Produktivität und Profitabilität deutlich steigern. Klassische Value-Kriterien wie hohe freie Cashflows, attraktive Bewertungen und eine geringe Abhängigkeit von externer Finanzierung gewinnen in einem Umfeld höherer Zinsen an Bedeutung.

MainSky Asset Management AG

Grüneburgweg 58-62 60322 Frankfurt am Main

Tel.: 069 / 150 49 680-0

www.mainsky.de

Pressekontakt:

Kranch Media Thomas Kranch

Mozartstraße 30 64584 Biebesheim am Rhein

Tel.: 0151 / 1200 25 35

E-Mail: tk@kranch-media.de

Über die MainSky Asset Management AG

Seit 2001 steht die MainSky Asset Management AG für bankenunabhängige Vermögensverwaltung mit dem Fokus auf Familienvermögen, Family Offices und institutionelle Investoren. MainSky ist spezialisiert auf das Management von liquiden Assets. Mehrwert wird generiert, indem das Performancepotenzial für einzelne Märkte bzw. Marktsegmente aus makroökonomischen Fundamentalanalysen abgeleitet und die Portfoliostruktur aktiv auf die erwarteten Marktbedingungen ausgerichtet wird. Analyse und Meinungsbildung werden durch eigens entwickelte quantitative Modelle unterstützt. Dennoch gibt es keine Modellgläubigkeit und es erfolgt immer eine ökonomische Interpretation aller Informationen hin zu einem ökonomisch plausiblen Marktbild. Insgesamt verwaltet die Gesellschaft mit einem Team von acht Mitarbeitern rund 680 Millionen Euro in mehreren Spezialfonds, Managed Accounts und dem vermögensverwaltenden MainSky Macro Allocation Fund.

Über den MainSky Macro Allocation Fund

Der MainSky Macro Allocation Fund bietet Investoren Zugang zu den globalen Aktien- und Rentenmärkten und orientiert sich an der gleichnamigen und seit 2007 mit einem Track Record und einem herausragendem Rendite-Risiko-Verhältnis ausgestatteten Anlagestrategie. Der Investmentansatz konnte in der Vergangenheit durch konstant gute Ergebnisse überzeugen. Gerade in schwierigen Marktphasen wie der Finanzmarkt- und der Corona-Krise 2008 zeigte sich die Überlegenheit der Strategie durch erfolgreichen Kapitalerhalt. Grundlage des Ansatzes ist eine Makro- bzw. Top-Down-Analyse, aus der heraus das Management die jeweiligen Asset-Klassen und Marktsegmente allokiert. Die Finanzmärkte sind weitgehend mikro-effizient, aber makro-ineffizient. Das Fondsmanagement nutzt diese makroökonomischen Ineffizienzen durch eine flexible Assetklassen-, Sektor-, Faktor- & Länderallokation aus. Die Umsetzung der Aktienquote über ETFs ermöglicht zudem eine Partizipation an verschiedenen Faktorprämien (z.B. Low Volatility, Growth). Mit einer Aktienquote zwischen 25 und 75 Prozent strebt der Fonds eine mittelfristige absolute Wertentwicklung von 5-6 Prozent über der Geldmarktrendite sowie eine jährliche Ausschüttung von drei Prozent an. Der MainSky Macro Allocation Fund ist ein Artikel 8-Fonds gemäß der EU-Offenlegungsverordnung.

Disclaimer Dieses Informationsmaterial enthält kein Angebot zum Erwerb oder zur Zeichnung von Wertpapieren. Alleinige Grundlage für den Erwerb von MainSky Investmentfonds sind die jeweiligen Verkaufsprospekte. Die Informationen in diesem Dokument sind ausschließlich zur Veranschaulichung und zur Diskussion bestimmt und stellen keine Beratung dar. Die enthaltenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren lediglich die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle. Angaben über Anlageergebnisse und Anlageziele sind keine Garantie für die zukünftige Wertentwicklung.

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Historische Öl-Krise - 5 Aktien, die davon profitieren!
Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.

Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.

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