Berlin (ots) -
Jörn Oltmann (Grüne), seit 2021 amtierende Bezirksbürgermeister in Tempelhof-Schöneberg, kann sich auf eine weitere Amtszeit einstellen. Grüne, Linke und SPD haben ihre Sondierungen erfolgreich abgeschlossen, bestätigte Oltmann gegenüber der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "nd.DerTag (https://www.nd-aktuell.de/artikel/1203386.berlin-nach-den-wahlen-worauf-die-zeichen-in-den-berliner-bezirken-stehen.html)". Er werde bei der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) am 18. November kandidieren. Die Bezirksvorstände der drei Parteien hätten demnach bereits für die Fortführung des Bündnisses gestimmt. "Ich freue mich auf die weiteren Gespräche und hoffe, dass wir auf der guten Grundlage des Wahlergebnisses eine zuverlässige Zusammenarbeit organisiert bekommen", sagte Oltmann.
Zuvor wollen sich die Parteien noch auf ein Papier mit gemeinsamen Projekten einigen. Einen Posten im Bezirksamt soll die Linke-Politikerin Ellen Ehmke übernehmen. Ein weiterer soll an die bisherige Verkehrsbezirksstadträtin Saskia Ellenbeck (Grüne) gehen. CDU, SPD und AfD haben ebenfalls Anspruch auf jeweils einen Platz. Bei der BVV-Wahl waren die Grünen mit 22,7 Prozent stärkste Kraft geworden. Dahinter folgte die Linke mit 20,3 Prozent.
Derweil befinden sich die Verhandlungen zwischen Linken und Grünen in Pankow auf der Zielgeraden. Jonas Teune (Linke) soll zum Bezirksbürgermeister gewählt werden, erfuhr "nd" aus dem Umfeld der Verhandler. Bei einem Treffen am Mittwochabend sprachen die zwei Parteien bereits über die Aufteilung der Geschäftsbereiche. Demnach soll auch die ehemalige Bundestagsabgeordnete Martina Renner zur Bezirksstadträtin gewählt werden.
Teune werde bei der Sitzung am 29. Oktober aber noch nicht kandieren, wie er gegenüber "nd" sagte. Die Wahl in Pankow gewann die Linkspartei mit 26,7 Prozent, die Grünen kamen auf 22,4 Prozent. Die Parteien sind sich einig darüber, dass keine AfD-Kandidaten in das Bezirksamt gewählt werden sollen. Nach dem Proporzsystem hätte die Partei Anspruch auf einen Sitz. Die Grünen können zwei Sitze beanspruchen, die CDU einen.
In Friedrichshain-Kreuzberg führen Linke und Grüne Gespräche, um René Pérez Domínguez (Linke) zum Bezirksbürgermeister zu wählen. Nach nd-Informationen strebt man aber keine formale Zählgemeinschaft an. In Marzahn-Hellersdorf befinden sich Gespräche zwischen zwischen Linken und CDU nach Teilnehmerangaben in einer Sackgasse. Die Linkspartei könnte auch mit Grünen, SPD und dem BSW eine Zählgemeinschaft bilden. Für die Wahl des Bezirksbürgermeisters genügt eine relative Mehrheit. Sarah Bigall (Linke) würde von ihrem Mandat im Abgeordnetenhaus zurücktreten, um Bezirksbürgermeisterin zu werden. Der Abgeordnete Steffen Ostehr (Linke) kandidiert als Bezirksstadtrat. Nach nd-Informationen haben sich die Parteien in Marzahn-Hellersdorf darauf verständigt, frühestens im Dezember ein neues Bezirksamt zu wählen.
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Jörn Oltmann (Grüne), seit 2021 amtierende Bezirksbürgermeister in Tempelhof-Schöneberg, kann sich auf eine weitere Amtszeit einstellen. Grüne, Linke und SPD haben ihre Sondierungen erfolgreich abgeschlossen, bestätigte Oltmann gegenüber der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "nd.DerTag (https://www.nd-aktuell.de/artikel/1203386.berlin-nach-den-wahlen-worauf-die-zeichen-in-den-berliner-bezirken-stehen.html)". Er werde bei der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) am 18. November kandidieren. Die Bezirksvorstände der drei Parteien hätten demnach bereits für die Fortführung des Bündnisses gestimmt. "Ich freue mich auf die weiteren Gespräche und hoffe, dass wir auf der guten Grundlage des Wahlergebnisses eine zuverlässige Zusammenarbeit organisiert bekommen", sagte Oltmann.
Zuvor wollen sich die Parteien noch auf ein Papier mit gemeinsamen Projekten einigen. Einen Posten im Bezirksamt soll die Linke-Politikerin Ellen Ehmke übernehmen. Ein weiterer soll an die bisherige Verkehrsbezirksstadträtin Saskia Ellenbeck (Grüne) gehen. CDU, SPD und AfD haben ebenfalls Anspruch auf jeweils einen Platz. Bei der BVV-Wahl waren die Grünen mit 22,7 Prozent stärkste Kraft geworden. Dahinter folgte die Linke mit 20,3 Prozent.
Derweil befinden sich die Verhandlungen zwischen Linken und Grünen in Pankow auf der Zielgeraden. Jonas Teune (Linke) soll zum Bezirksbürgermeister gewählt werden, erfuhr "nd" aus dem Umfeld der Verhandler. Bei einem Treffen am Mittwochabend sprachen die zwei Parteien bereits über die Aufteilung der Geschäftsbereiche. Demnach soll auch die ehemalige Bundestagsabgeordnete Martina Renner zur Bezirksstadträtin gewählt werden.
Teune werde bei der Sitzung am 29. Oktober aber noch nicht kandieren, wie er gegenüber "nd" sagte. Die Wahl in Pankow gewann die Linkspartei mit 26,7 Prozent, die Grünen kamen auf 22,4 Prozent. Die Parteien sind sich einig darüber, dass keine AfD-Kandidaten in das Bezirksamt gewählt werden sollen. Nach dem Proporzsystem hätte die Partei Anspruch auf einen Sitz. Die Grünen können zwei Sitze beanspruchen, die CDU einen.
In Friedrichshain-Kreuzberg führen Linke und Grüne Gespräche, um René Pérez Domínguez (Linke) zum Bezirksbürgermeister zu wählen. Nach nd-Informationen strebt man aber keine formale Zählgemeinschaft an. In Marzahn-Hellersdorf befinden sich Gespräche zwischen zwischen Linken und CDU nach Teilnehmerangaben in einer Sackgasse. Die Linkspartei könnte auch mit Grünen, SPD und dem BSW eine Zählgemeinschaft bilden. Für die Wahl des Bezirksbürgermeisters genügt eine relative Mehrheit. Sarah Bigall (Linke) würde von ihrem Mandat im Abgeordnetenhaus zurücktreten, um Bezirksbürgermeisterin zu werden. Der Abgeordnete Steffen Ostehr (Linke) kandidiert als Bezirksstadtrat. Nach nd-Informationen haben sich die Parteien in Marzahn-Hellersdorf darauf verständigt, frühestens im Dezember ein neues Bezirksamt zu wählen.
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